About Christian Anderl

Wer, was und warum?

Ich habe lange geglaubt, dass Erfolg und ein glückliches Leben etwas mit Leistung zu tun hat. Heute weiß ich: Es hat – genau wie Fotografie – hautpsächlich mit Perspektive zu tun. So wie alles im Leben.

Leider ist genau das meistens unser blinder Fleck.

Das durfte ich auf die „harte Tour lernen“. Ich hatte bisher 7 verschiedene Berufe, meine eigene Radiosendung, war pleite, wäre beinahe nicht 40 geworden und sollte eigentlich, theoretisch gar nicht Vater von 2 großartigen Jungs sein.

Aber schön langsam und der Reihe nach.

Wie ich weitergebe

Was ich gelernt habe, gebe ich weiter.

Alles, was ich heute mache, ist aus diesen Erfahrungen entstanden und aus der einfachen Frage, wie man anders hinschaut und was das verändert. Daraus sind drei Wege geworden, auf denen ich weitergebe, was ich gelernt habe. (Und was dort nicht zu finden ist, machen wir mit den 1:1 Coachings)

Perspektive nach außen

Shootcamp

Fotografieren lernen heißt sehen lernen: wahrnehmen, was andere übersehen.

Zu Shootcamp →

Perspektive nach innen

Mindcamp

Mentaltraining mit der Kamera als Anker. Die Geschichten hinterfragen, die dich klein halten.

Zu Mindcamp →

Freiheit

Selbst nicht ständig

Selbstständig arbeiten, ohne dich selbst auszubeuten.

Mehr dazu →

Manifest

Du kannst dich nicht entscheiden? Musst du nicht.

100 Ideen, 13 Hobbys, 28 Projekte, die du starten willst — und der Tag hat trotzdem nur 24 Stunden. Dazu die leise Stimme: „Reiß dich zusammen. Entscheide dich endlich. Was stimmt nicht mit dir.“

Diese Stimme irrt.

Was die Welt „Unentschlossenheit“ nennt, ist in Wahrheit die Art, wie manche von uns funktionieren: Wir sammeln scheinbar Zusammenhangloses und machen daraus etwas Neues. Nicht trotz unserer vielen Wege, sondern genau deswegen.

Du bist nicht zu viel. Du bist vielseitig.

Einige der besten Entscheidungen meines Lebens habe ich in Krankenhäusern getroffen.

Was vielleicht etwas pseudodramatisch klingt, ist tatsächlich eine sehr nüchterne Feststellung. Im Nachhinein betrachtet zumindest.

Ich war Mitte 30, meine Karriere als Fotograf lief ganz ok. Das heißt übersetzt: Ich wusste — wie die meisten Fotografen — nicht immer, wie ich die Miete für den nächsten Monat zahlen soll, habe es aber schlussendlich doch geschafft. In Fotografensprache also „ganz ok“.

Bis mir von einem Moment auf den anderen eine Krebsdiagnose Zeit zum Nachdenken verschafft hat. Wenn dir ein Arzt mal gesagt hat: „Gut, dass Sie hier sind, andernfalls hätten Sie nur noch ein Jahr zu leben“, gehen dir plötzlich ein paar Sachen durch den Kopf. 

Und eine Perspektive verschiebt sich: Warum mache ich das alles eigentlich? Wie trage ich etwas Wesentliches bei? Was will ich noch machen, bevor wirklich Schluss ist?

Denn eines steht fest: Wenn schon nicht jetzt sofort — irgendwann stirbst du ja doch. Lebend hat es hier noch niemand rausgeschafft.

Heute (50, Tendenz steigend) weiß ich: Wer sich lang und oft genug die richtigen Fragen stellt, findet auch die richtigen Antworten. Das hat meine Fotografie, meinen Beruf und mein gesamtes Leben verändert.

Ein Kind ändert nichts. Und irgendwie doch alles.

Eltern muss ich nicht ausführlich erklären, warum wir um jeden Furz unserer Kinder ein Aufsehen machen, als wäre er ein Wunder. Er ist eins. Punkt. (Und Nicht-Eltern kann ich es ohnehin nicht erklären, ihr müsst uns das leider einfach glauben.)

Die ersten Jahre als Vater waren schwer zu beschreiben. Eine emotionale Hochschaubahn auf völlig neuem Niveau: eine ganz neue Dimension von tiefer Liebe, direkt neben einer neuen Dimension von bisher ungekannter Angst, gepaart mit einer Erschöpfung, die einen Marathon in den Schatten stellt.

Meine eigene Krebsdiagnose wirkte plötzlich wie ein grippaler Infekt, als ich mein eigenes Kind mit vier Jahren im Hubschrauber auf die Intensivstation begleitet habe. Das ist genau der Moment, den du als Vater nie erleben willst.

Direkt nach dieser Zeit habe ich Väter.co gestartet. Vielleicht, um nie zu vergessen, wie wertvoll jede Sekunde mit meinem Sohn ist. Vielleicht, weil ich schon bei den Movember-Portraits gelernt hatte, wie reinigend es sein kann, aus einer schweren Zeit etwas Positives zu machen. Für dich selbst und für viele andere.

Woran ich glaube

Wer bist du, wenn die Geschichten wegfallen?

Fotografie hat mir etwas beigebracht, das weit über die Kamera hinausgeht: Dasselbe Motiv verändert sich vollständig, sobald du den Standpunkt wechselst. Nichts am Motiv hat sich verändert — nur dein Blick. Mit dem Leben ist es genauso.

Unser Ego besteht aus den Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen — egal ob bewusst oder unbewusst. Die meisten von uns verwechseln ihre Rollen mit dem, wer sie wirklich sind. Und dann wundern wir uns, warum wir uns eingesperrt fühlen.

Genau da setze ich an. Ohne Eso-Kitsch, ohne Schnellfix. Sondern mit ehrlicher Arbeit an den Geschichten, die du dir über dich selbst erzählst — und mit der Kamera als Werkzeug, das die Erkenntnis lebendig hält. Die Fotos sind dabei nur ein Nebenprodukt.

Und damit das klar ist: Ich bin kein Guru. Kein Psychologe. Nur jemand, der ein paar Mal hart hingefallen ist und dabei mehr übers Aufstehen gelernt hat.

Wie ich arbeite

Warum ich an und mit Perspektiven arbeite.

Du kennst den Satz: Gedanken werden zu Worten, Worte zu Taten, Taten zu Gewohnheiten. Ich glaube, er fängt zu spät an. Bevor du einen Gedanken hast, hast du einen Standpunkt. Der entscheidet, was du überhaupt siehst und damit wohin du dich bewegst.

Kein Programm, kein Schnellfix. Eher eine Erkenntnis und Übung, die in der Fotografie genauso funktioniert wie im Kopf. In fünf Schritten:

01

Erkennen

Was siehst du gerade — und wovon bist du überzeugt, dass es die Wahrheit ist?

02

Hinterfragen

Stimmt das wirklich? Oder ist es nur der Ort, an dem du zufällig stehst?

03

Perspektive wechseln

Zwei Schritte zur Seite. Und schauen, was sich dadurch verändert.

04

Verankern

Damit es nicht bei einer schönen Einsicht am Sonntagabend bleibt. Die Kamera hält sie fest.

05

Neu sehen

Und dann wieder von vorn. Sehen ist keine Erkenntnis, sondern eine Übung.

Was mich antreibt

Ich mag Menschen.

Klingt erst mal banal, ich weiß. Aber diese Kleinigkeit hat meine beruflichen Entscheidungen gewaltig beeinflusst. Denn nicht jede/r mag Menschen. Ich wollte immer mit und für Menschen arbeiten. Ich rede gern mit ihnen, höre ihnen gerne zu, und ich fotografiere Menschen gerne.

Eine Verbindung herzustellen ist für mich der wichtigste Teil meiner Arbeit. Ob in der Gastronomie, wo ich angefangen habe, im Hochbau (ja, ich habe Häuser geplant, die heute noch stehen), 14 Jahre als Radiomoderator oder in der Fotografie — ohne diese Verbindung zum Menschen hatte mein Job nie wirklich Bedeutung.

Der Kunde ist König“ halte ich – mit Verlaub – für Bullshit. Genauso wenig bin ich der allwissende Gott. Was zählt, ist, dass wir gemeinsam, auf Augenhöhe, gemeinsam etwas Konstruktives erschaffen. Und ganz ehrlich: Wer Menschen nicht mag, sollte sie nicht fotografieren.

Der Sinn dahinter

Fotografie ist für mich, Geschichten zu erzählen.

Sie dreht sich für mich nicht um Ausrüstung und technisch perfekte Ergebnisse allein. Das ist Handwerk — wunderbar, aber nur die halbe Miete. In erster Linie geht es darum, Geschichten von Menschen und für Menschen zu erzählen. Menschen zu berühren, zu verbinden, zu bewegen.

„Do what you love and be nice to other people“ — ein Zitat, das mich seit Jahren begleitet. Deshalb versuche ich, neben der kommerziellen Arbeit möglichst viel mit der Fotografie zu bewegen: Mit „Dogue“ und den Movember-Portraits konnten mein Team und ich über 20.000 € an Spenden sammeln — und, noch wichtiger, Aufmerksamkeit auf diese Themen lenken. Aktuell arbeite ich an Väter.co.

Ach ja, eines noch: Ich liebe Reisen. Solltest du also mit mir arbeiten wollen — keine Sorge, ich steige dafür auch gern in ein Flugzeug. 

Vertrauen

Keine Logos - Menschen, die mir vertraut haben.

Ich war 9 Jahre lang Canon Ambassador und hatte das Glück auf dem Weg mit ein paar sehr großen Firmen zu arbeiten. Vor allem aber mit Netten Menschen. Weil ich dem Bild sehr treu geblieben bin 😉

„Christian schafft es, die komplexesten Vorgänge in der Fotografie so einfach und verständlich zu erklären, dass man tatsächlich bei der Tür hinausgeht und es selbst ausprobiert.“

Katie Simmonds
Canon Europe

„Nur wer sich selbst nicht zu wichtig nimmt, kann anderen ein guter Lehrer und Mentor sein. Christian ist so jemand.“

Marco Zlousic
Fotografie-Coaching

„Ich hab keine Ahnung, was du beruflich machst, ist mir auch völlig egal — aber du baust mit Abstand die besten Papierflieger der Welt.“

Camillo (5)
Sohn
Fun Facts über Christian

Randnotizen

01

Wenn es Räder hat oder ein Brett ist, liebe ich es vermutlich.

Abgesehen von meiner Leidenschaft als Vater und meiner Liebe, mit Kameras und Menschen zu arbeiten — auch wenn dafür inzwischen zu wenig Zeit bleibt, ein paar Minuten gehen immer.

02

Mein Motorrad wurde 12.700-mal auf Facebook geteilt.

Im November 2018 gestohlen, aus reinem Frust gepostet — und tatsächlich wiederbekommen. Kann ich bis heute nicht fassen.

03

Ich habe viel zu viele Instrumente dafür, wie schlecht ich sie spiele.

Gitarren, ein Klavier — man hat mir eine Menge Talent bescheinigt. Den Rest kannst du dir denken. Aber sie sehen schön aus, also behalte ich sie.

Gemeinsam wachsen

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