Mobile Hintergrundsysteme und Dauerlicht | Christian Anderl

Mobile Hintergrundsysteme und Dauerlicht

Frage:
Hi Christian, ich fotografiere hobbymäßig sehr gerne Haustiere und wollte dich fragen, welches Hintergrundsystem du da am besten findest (für jemanden mit kleinem Geldbörschen 😉 ) .Ich habe bei Wallimex mobile HGsysteme entdeckt, die zwar preiswert wären … aber auch gut ? Papier oder Stoff ? Vor ein paar Jahren habe ich mir dort auch ein Dauerlicht bestellt … leider schaffe ich damit nicht die gewünschten Ergebnisse … wären da Blitzsysteme besser, oder würde auch ein Slave reichen ? LG

Ich denke für Hobbyfotografie ist jedes Hintergrundsystem das sich halbwegs leicht auf/abbauen läßt und das nicht nach dem 10ten Einsatz zusammenbricht in Ordnung. Teuer muss es bestimmt nicht sein. Im Prinzip muss ein Hintergrundsystem nicht viele Ansprüche erfüllen.

2 Lichtstative und dazu eine Teleskopstange die man an den beiden Stativen befestigen kann. Das wars. Papier oder Stoff dazu ist Geschmacksache. Von Hama gibts z.b. sehr viele Hintergrund Papierrollen in vielen Farben. Im Studio verwende ich hauptsächlich Papierrollen aber auch fallweise Stoff. Stoff schafft natürlich eine ganz andere Atmosphäre.

Die Frage Dauerlicht oder Blitzlicht ist etwas schwierig. Ich glaube du mußt da noch viel weiter vorne ansetzen.

Was ist das gewünschte Ergebnis? Jedes Licht hat einen eigenen Charakter. Ich glaube nicht an “gutes” oder “schlechtes” Licht. Es ist einfach Licht und es hat einen Charakter. Für manche Fotos ist das Licht von der LED aus einem iPhone großartig. Für andere eine Katastrophe. Ich habe ein Walimex Ringlicht mit dem man wirklich schöne Bilder zaubern kann für nur 140,- Euro. Aber auch das kann katastrophal aussehen, wenn man versucht damit etwas zu machen, das mit diesem Licht einfach nicht möglich ist.

Also die Frage die du dir stellen mußt ist – was ist das Ziel. Wie willst du dass dein Foto aussieht. Weiches Licht oder hartes Licht, kaltes Licht oder warmes Licht. Das wären mal die grunsätzlichen Fragen. Danach sucht man dann Licht und Lichtformer aus. Eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit dem Thema Licht wird unumgänglich sein um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.

Für den Einstieg in Blitzfotografie empfehle ich meistens einen einzelnen Aufsteckblitz mit Funkauslöser, ein kleines Lichtstativ und z.b. einer Ezybox von Lasolite. Das ist ein erstes Setup mit dem man schon mal eine Menge machen kann.

Mit nur einer Lichtquelle lassen sich unterschiedlichste Ergebnisse erzielen, verwendet man dazu einen Faltreflektor erweitert das die Möglichkeiten nochmal. Und erst wenn man eine Lichtquelle im Griff hat und an den Grenzen der Möglichkeiten damit ansteht, würde ich eine zweite, dritte,…. Lichtquelle empfehlen.

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