Erste Todo Liste für angehende Profifotografen
Fotograf werden - die erste Todo Liste für Profifotografen

Nach jahrelangen Diskussionen ist seit Anfang 2014 auch in Österreich – wie in weiten Teilen der restlichen Welt – die Fotografie ein freies Gewerbe. Das heißt im Klartext – jeder, der sich einen Gewerbeschein holt, darf als Profifotograf arbeiten. Die Frage ist also nicht länger, ob man Fotograf werden kann. Aber solltest Du auch Fotograf werden?

Der feine Unterschied zwischen können und sollen

Fotograf werden, weil dir Freunde sagen deine Fotos sind toll? Ich kenne viele Menschen mit vielen Talenten. Menschen die uns zum Abendessen einladen und der Abend fühlt sich besser an als in einem Haubenlokal. Weil die Kombination aus privater Atmosphäre und hervorragenden Kochkünsten von keinem Restaurant geschlagen werden kann. Heißt das automatisch, jeder von ihnen ist ein professioneller Koch und sollte morgen ein Restaurant aufmachen? Ganz bestimmt nicht. Der Unterschied zwischen kochen für Freunde und dem führen eines eigenen Restaurants ist – und da sind wir uns bestimmt schnell einig – enorm.

'Dass du Fotograf werden kannst, heißt nicht unbedingt, dass du das auch solltest'Click To Tweet

Nicht viel anders sieht das in der Fotografie aus. Dass es dir Spass macht zu fotografieren, heißt nicht automatisch, dass es Dir auch Spass machen wird, als Fotograf zu arbeiten. “Hey, das soll ein motivierender Artikel über den Einstieg in die professionelle Fotografie werden. Und dann das?” Ja, da müssen wir jetzt durch. Dieses eine mal nur. Wenn das hinter uns liegt, kommt der schöne Teil – Fotograf werden. Vor jedem anderen Schritt der nach diesem folgt, sollte die gründliche Überlegung stehen, ob man diesen Schritt in die professionelle Fotografie wirklich bereit ist zu tun.

Seit der Gewerbeöffnung in Österreich 2014 zeigen die Suchanfragen online ein klares Muster. Tippt man “Fotograf werden” ein findet man automatisch Fotograf werden Quereinsteiger, Fotograf werden ohne Ausbildung, Fotograf werden, Fotograf werden Voraussetzungen usw. Logisch, Fotograf werden ohne Ausbildung ist an sich ja möglich. Aber nicht ohne Wissen, Vorbereitung und Bildung, in welcher Form auch immer. Die Zahlen sprechen für sich:

 

Mehr als 1/3 aller Kleinunternehmen überstehen das erste Jahr nicht. 80% überstehen die ersten 5 Jahre nicht.

 

Fotograf werden, bedeutet nicht eine Kamera zu kaufen, damit ein paar Bilder zu machen und diese zu verkaufen. Zuerst mal bedeutet es, ein eigenes Unternehmen zu starten. Das heißt Steuern zahlen, SVA zahlen, sich mit der geschäftlichen Seite und Preiskalkulation zu beschäftigen, einen Arbeitsplatz für sich zu schaffen, Ausrüstung anzuschaffen, laufende Kosten zu haben, länger vor Bildschirmen zu sitzen als man sich vorstellen kann, unzählige Niederlagen für jedes Erfolgserlebnis einstecken und eine enorme Verantwortung anzunehmen. Aber wenn man diesen Job liebt, dann gibt es mit Sicherheit keinen Schöneren!

DIE (MISSVERSTANDENE) TODO LISTE

Die meisten Menschen mögen am Fotografieren hauptsächlich 2 Dinge und halten das für die einzigen Aufgaben eines Fotografen:

1. Fotografieren
2. Equipment kaufen

Klar, die beiden gehören dazu. Aber sie machen nur ein paar wenige Prozent von dem aus, was ein Fotograf tut. Wenn du deine Leidenschaft auf diese 2 Punkte beschränken möchtest, dann solltest du nicht Fotograf werden, sondern bist wirklich besser beraten Amateur zu bleiben. Auch als solcher kann man Ausstellungen machen und seine Arbeit zeigen. Aber man ist zu 100% mit Fotografie beschäftigt, nicht zu 10% wie ein Profi.

Noch immer nicht sehr motivierend? Gut. Denn erst wenn das alles geklärt ist und Du Dir wirklich sicher bist, dass Du das Abenteuer (und das Wort verwende ich nicht leichtfertig hier :)) Fotograf werden annehmen willst, wenn es wirklich dein Traum ist, von der Fotografie zu leben und du keine Zweifel mehr hast, dass Du das wirklich willst, können wir uns an die nötigen Schritte machen um dieses Ziel zu erreichen. (Diese Liste geht übrigens davon aus, dass Du schon fotografieren kannst. Der Teil sollte selbstverständlich noch vor dieser Liste stehen.)

Die eigentliche Todo Liste

 

1. Entscheide dich für ein Genre

Portrait? Landschaft? Architektur? Reportage? … Welchen Bereich oder welche Bereiche der Fotografie möchtest Du machen und anbieten. Fotograf werden bedeutet nicht alles zu fotografieren, was vor deine Linse hüpft, sondern eine klare Nische zu haben und darin richtig gut zu werden. Ich würde nicht mehr als 2 Bereiche empfehlen. Noch besser wäre nur ein einziger Bereich. Damit wir uns nicht mißverstehen, das heißt nicht, dass du nicht alles fotografieren sollst, das dir Spaß macht. Aber überleg dir, für welche Art von Fotografie du bezahlt werden willst und was du einfach tust um es zu tun, nur aus Spaß an der Sache. Die beiden Bereiche kann man ruhig trennen.

Das hat außerdem den schönen Nebeneffekt, dass du dein Hobby / deine Leidenschaft auch weiterhin für dich behalten kannst und aus der Fotografie nicht ausschließlich ein Job wird. Außerdem überleg Dir von Anfang an, was Dich und Deine Arbeit besonders macht. Was hebt Dich von den millionen anderen Fotografen auf der Welt ab. Was gibts in der Art nur bei Dir und warum sollte Dir jemand Geld für Deine Fotos geben. Erfinde Dich und Deine Arbeit sozusagen als “Marke”. Das macht Dich für potenzielle Kunden greifbar und sie merken sich Dich.

2. Fotograf werden = Unternehmer werden. Der kaufmännische Teil

Wenn du Fotograf werden willst, bist du bist im Begriff ein Unternehmen aufzubauen. Nimm das ernst. Kümmere Dich um die kaufmännischen Angelegenheiten. Das ist (für mich jedenfalls) der unangenehmere Teil. Steuernummer besorgen, Steuerberater engagieren (mach das lieber von Anfang an, erspart enorm viel Zeit und Ärger. Es wird dir mehr bringen als es Dich kostet) Preiskalkulationen erstellen (und keine Sorge, das ist für fast jeden Fotografen der schwierige Teil). In meinem Artikel über Hochzeitsfotografie findest du auch eine grobe Beispielkalkulation.

Ganz besonders zu beginn) SVA anmelden, Rechnungsvorlagen erstellen, usw… Auch wenn es nicht der lustigste Teil ist, oder grad deswegen, ist es einer der wichtigsten. Sieh auch diesen Teil als erfreulichen Teil Deiner Arbeit an. Er wird später nämlich der Teil, mit dem Du Deine Existenz sicherst und der Dir erst ermöglicht, von Deiner Leidenschaft zu leben. Auch wenn Du ihn nicht magst, behandle ihn gut.

Vergiss auch nicht Dich um Versicherungen zu kümmern. Dein Equipment muss versichert sein, sonst stehst du im Fall eines Schadens oder Diebstahls von heut auf morgen ohne Existenzgrundlage da. Auch gegen Unfälle bei der Arbeit mußt du versichert sein, solltest du unabsichtlich mal jemanden bei deiner Arbeit verletzen. (Lampenstative fallen manchmal um wenn man sie rempelt sag ich nur). Ganz zu schweigen von einer Rechtsschutzversicherung falls Dich – was wir nicht hoffen wollen – jemand verklagen sollte. Oder Du mal uneintreibbare Rechnungen haben solltest. Ich hab zwar zum Glück noch keine der Versicherungen aktiv gebraucht, aber ich könnte ohne nicht ruhig schlafen. Wenn dann doch mal was passiert, steht wirklich alles auf dem Spiel.

Zum kaufmännischen Teil gehört auch ein wichtiger Punkt den viele zu spät erst verstehen: Es gibt ab sofort einen Unterschied zwischen Investieren und Geld ausgeben.

Als Angestellter bist du es möglicherweise noch gewohnt Geld auszugeben. Du bekommst Gehalt, davon kaufst du dir etwas, dann ist das Geld weg. Ende der Geschichte. Als Selbstständiger gibt es aber auch sowas wie “Investment”. Von dem Geld das du mit deiner Arbeit einnimmst musst du einen Teil in dein Unternehmen investieren. In Ausrüstung, in Büro oder Studio, in Wissen und Weiterbildung.

Investieren heißt Geld für etwas ausgeben das dir dabei hilft mehr Geld damit zu verdienen. Ich weiß, das klingt selbstverständlich. ist es aber für viele nicht.

“Ich kann mir keinen Steuerberater leisten, ich fang grad erst an” ist einer der Sätze die ich am öftesten höre. Das Gegenteil ist der Fall. Du fängst grad erst an, du kannst es dir garnicht leisten ohne Steuerberater loszulegen. Das wird dein erstes wirklich wichtiges und großes Investment sein.

3. Portfolio und Website

Deine Fotos können noch so schön sein, sind sie nicht auch schön präsentiert, geht die Wirkung gänzlich verloren. Deine Website ist deine Visitkarte im Internet. Jeder potenzielle Kunde wird einen Blick darauf werfen. Zeig ihm, dass er bei Dir gut aufgehoben ist. Mit WordPress und einem guten Template kannst du auch schon zu Beginn kostengünstig ein anständiges Portfolio bauen.

Einen Designer kannst Du Dir später leisten. (Und das würde ich ebenso dringend empfehlen, wie ich unseren Kunden empfehlen würde, einen guten Fotografen zu buchen und nicht Onkel Fritz ;-)) Und sei hart zu Dir selbst bei der Auswahl der Bilder für das Portfolio. Zeig nur das Beste, nicht zu viel, nicht zu wenig. Schmeiss raus, was nicht zu 100% deinen eigenen Ansprüchen genügt. Und setz die Latte dieser Ansprüche lieber höher als tiefer an.

Deine Website erfüllt aber nicht nur den Zweck einer digitalen Visitenkarte. Sie ist auch ein wichtiges Mittel um Kunden zu finden und zu binden. Richtig gemacht kannst du potenzielle Kunden auf deiner Website direkt ansprechen, mit ihnen in Kontakt treten und sie immer wieder an dich und deine Dienstleistungen erinnern. An dieser Stelle werd ich mal einen eigenen Artikel zu Funnels für Fotografen schreiben.

4. Schreib einen Blog

Es muss nicht unbedingt der Tipps & Tricks Blog sein, es müssen keine aufwändigen Making Of Filme sein, bloggen kann man über vieles in der Fotografie. Wie man das richtig macht, kannst Du bei Markus Cerenak lernen. Es lohnt sich garantiert.

Wenn du denkst “Wer braucht noch einen Blog, es gibt doch schon so viele” – du brauchst diesen Blog. Blogs machen Dich als Mensch und Fotograf greifbarer (siehe Punkt 1, Du als Marke). Außerdem bringt es dich persönlich und auch in deinem Job weiter, wenn du dein Wissen weitergibst. “Wer lehrt, lernt doppelt”, hat schon Goethe gesagt ;) Ich habe bei allen Jobs die ich schon gemacht habe eines gelernt – schreiben hilft einem selbst beim manifestieren mancher Dinge. Und wenn es nur diesen Zweck erfüllt, dann hast du schon gewonnen dabei.

5. Erzähl es Allen und Jedem

Wenn du dich wirklich entscheidest, professioneller Fotograf (das gilt auch für alle andren Selbstständigen) zu werden, dann nenn dich ab sofort auch so. Keine halbherzigen Bezeichnungen, kein “ich versuch grad …”. Nichts da, du bist ab heute Fotograf. Punkt. Niemand hat darauf gewartet, dass Du endlich Deine Bilder zeigst und für Kunden arbeitest. Niemand weiß davon. Erzähl es Allen.

Verteile deine Visitenkarten (die haben keinen eigenen Punkt verdient, fällt unter Marketing im Allgemeinen ;-) erzähl von deiner website, geh raus und finde potenzielle Kunden, spendiere einfach mal wieder jemandem einen Kaffee. Online ist gut und wichtig, persönlicher Kontakt gewinnt aber immer. Wenn jemand einen Fotografen buchen will und einen nur von seiner website kennt, einen Andren dessen Arbeit er auch mag aber schon mal bei einem Kaffee vom letzten Wochenende erzählt hat, rate wen er anrufen wird.

6. Jeder Kunde ist der Wichtigste

Behandle jeden Job und jeden Kunden den Du bekommst, als wäre es der größte und wichtigste Auftrag den jemals ein Fotograf bekommen hat. Denn genau das ist er in dem Moment für Dich. Ganz besonders wenn du startest. Und für den Kunden selbst ist der Auftrag den er dir gibt sowieso der Wichtigste. Alle Werbung, Portfolios, Ausstellungen, Bücher und Veröffentlichungen sind nichts im Vergleich zur guten alten Mundpropaganda. Du baust grad in den ersten Jahren dein Portfolio auf und auch deinen Ruf. Sind die Ergebnisse gut und die Kunden zufrieden, läuft die Sache früher als Du denkst und besser als du denkst.

7. Fotograf werden hört nie auf – lerne und teile dein Wissen

In der Fotografie kann man sprichwörtlich niemals aufhören zu lernen. Es gibt immer neue Ideen, andere Zugänge, Inspirationen, Techniken … Wer aufhört zu lernen, bleibt stehn. Es sichert nicht nur dass Du Dich als Fotograf weiterentwickelst, es wird auch dein Leben bereichern. Und das wolltest Du ja, oder? Keinen Job der Dich langweilt, sondern Deine Leidenschaft leben.

Lies Blogs anderer Fotografen, investiere in Onlinekurse, investiere in Deine Arbeit. Und gleichzeitig gib dein Wissen auch weiter an die, die noch nicht so weit sind wie Du. Du wirst Dich wundern, was dafür alles zurück kommt. Gemeinsam kommt man immer weiter als wenn man sein Wissen daheim einsperrt und gut behütet.

Such dir am Besten auch einen Mentor oder mehrere, also Menschen die in dem, was du machen möchtest, schon erfolgreich sind. Und dann hör ihnen zu, lies ihre Blogs und Bücher, geh zu ihren Vorträgen usw. Investition in Wissen zahlt sich von allen Investitionen am allermeisten aus. Wenn du vor der Entscheidung Objektiv oder Wissen stehst, wähle Wissen.

Hör auch nicht auf zu üben. Ich mache diese Übung zum Beispiel seit vielen Jahren regelmäßig und sie hilft mir immer wieder Fortschritte zu machen.

Nur ein paar Beispiele:

Carmen & Ingo (die erste Adresse für Hochzeitsfotografie im deutschsprachigen Raum) haben zum Beispiel einen fantastischen Roadtrip organisiert, mit 6 Vorträgen zu genau diesem Thema. Unter dem Titel “Werde erfolgreich, überwinde deine Ängste und entwickle dich zum besseren Unternehmer in der Kreativbranche” erzählen 6 Fotografen jeweils eine Stunde lang ihre besten Tipps, wie du es schaffst. Ich kann dir diese 6 Stunden garnicht dringend genug ans Herz legen, jede Minute und jeden Cent wert! (Mit dem Rabattcode “Motivation” bekommst du 100,- Rabatt, weil du diesen Artikel (fast) fertig gelesen hast ;-)

 

Blitzen lernen – Wenn du im Umgang mit dem Blitz noch nicht ganz sattelfest bist, solltest du das unbedingt werden. Blitzen können bedeutet du kannst deine eigene Lichtstimmung erzeugen, egal wo du bist. Wenn das vorhandene Licht nicht schön genug ist, machst du einfach dein eigenes, wenn du weißt wie. Ein absoluter Vorteil bei jedem Kundenjob der sich vielfach für dich lohnen wird. Hier findest du alle Infos zum “großen Blitzen 1×1” im Shootcamp

 

Fotografen 2.0 Facebook Gruppe – Ich habe diese Gruppe vor kurzem gegründet für gleichgesinnte Fotografen die nicht nur mit ihrem Equipment im digitalen Zeitalter ankommen wollen, sondern auch mit ihrer Denk- und Arbeitsweise. Gemeinsam erreichen wir mehr als gegeneinander. Wir tauschen uns dort zu Themen wie Kundengewinnung, Digitales Marketing, usw aus. Hier klicken und kostenlos beitreten

Ein erster, ganz einfacher Schritt wäre auch diesen Artikel zu teilen und anderen auch zu helfen, auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit ;-)

 

7. Such dir einen Sport

Du wirst mehr Stunden vor Bildschirmen verbringen, als Du dir jemals vorstellen konntest. Mehr E-Mails schreiben und lesen, als je zuvor. Und nur 10% Deiner Zeit damit verbringen zu fotografieren. Körperlich fit zu bleiben wird nötig sein. (Ich schreib das hier mit schlechtem Gewissen, Schlafentzug und einem Papabauch. Vielleicht ein sogenanner “Self-reminder” :)) Außerdem lernt man bei den meisten Sportarten was auch für Deine neue Karriere nötig sein wird – Durchhaltevermögen.

8. Sei ein (guter!) Unternehmer 

Ein Punkt den ich viel zu lange nicht richtig verstanden habe, so wie die meisten Menschen in Kreativbranchen. Wir wollen Künstler sein, Kunsthandwerker, oder zumindest “Kreative”, aber wir wollen eigentlich keine Unternehmer sein. Wir wollen nichts “verkaufen”, das klingt für uns schon so fürchterlich. Mag sein. Aber wenn du dich in diesem Denken wiederfindest und du von dem Leben willst, was du als Dienstleistung oder Produkt anbietest, dann gehört dazu auch die ganz klare Entscheidung, für den Verkauf deiner Dienstleistungen oder Produkte jetzt selbst die Verantwortung zu übernehmen. Fotograf werden heißt Unternehmer werden.

Wenn du einen Job in einer Firma annimmst, die schlechtes Marketing macht, die ihr Produkt schlecht verkauft, dann wirst du diesen Job nicht lange haben, weil die Firma kein Geld verdient und dich nicht bezahlten kann. Versteh jetzt, sofort und auf der Stelle, dass du jetzt deine eigene Firma bist und dein einziger Mitarbeiter. Wenn du also nicht verkaufst, dann wirst du dich (deine Miete, deine Famile usw) nicht finanzieren können. Du mußt unternehmerisch denken. Punkt.

Diese Liste ist (noch) nicht vollständig. Ich werde sie laufend erweitern und zu den Punkten in der Liste eigene Artikel schreiben, schau also hin und wieder vorbei damit du die Updates nicht verpapt.

Hast Du diese 8 Punkte gelesen und bei jedem davon gedacht “klingt super, auf gehts!“?. Dann solltest du Fotograf werden, es wird Dir ungemeinen Spass machen dein eigenes Fotografie-Business zu starten. Ich wünsch Dir gutes Gelingen.

 

Fotograf werden - Shootcamp

 

 

73 Responses to “Erste Todo Liste für angehende Profifotografen

  1. Ischo Wida

    Spätestens wenn die erste Vorschreibung der SVA im Briefkasten liegt, müsste dieser Denk- und Kalkulationsprozess einsetzen. Nur bis dahin vergeht einige Zeit, in der viel Image-Schaden angerichtet ist.

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  2. Günter Hemer

    Hab in diversen Gruppen schon Angebote gesehen wo sie sich um Aufträge um 10€ pro Bild gefightet haben …. Für Restaurantfotos

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  3. Daniel Nimmervoll

    Das behauptet doch niemand. Aber es gibt auch unselbständige die das Nebenberuflich machen. Und da kommt dann oft auch ein Stundenlohn von 20 oder 30€.

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  4. Christian Anderl

    Es wird dadurch aber auch nicht weniger blödsinnig, zu einem
    Bruchteil Marktüblicher Preise anzubieten. Außerdem entstehen auch nebenberuflich mit einem Gewerbe Kosten.
    Kurzsichtig wäre noch der freundlichste Begriff dafür :)

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  5. Christian Anderl

    Ps unselbstständig nebenberuflich wäre in anderen Worten Schwarzarbeit. Auch nebenberuflich ist ein Gewerbeschein nötig. Womit es dann eine Selbstständigkeit ist.

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  6. Daniel Nimmervoll

    Ich bin unselbständig und hab den Gewerbeschein ;-)
    Bin aber dennoch bei 60€ Stundenlohn. Einfach deshalb weil ich es mir Wert bin ;-)

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  7. Signore Fugassi

    Guter Artikel. Danke. Hinsichtlich der Preise muss ich aber leider feststellen, dass sehr viele der etablierten Fotografen oftmals auch nur etwas predigen, aber es dann selbst brechen.

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  8. Christian Anderl

    Wenn du einen Gewerbeschein hast, lieber Daniel, dann BIST du Selbstständig! Ich mein das jetzt echt nicht böse, aber genau das war ein Grund für meinen Artikel und warum sich manche Kollegen zu Recht ärgern. Wenn man einen Gewerbeschein löst, aber von den Grundlagen keine Ahnung hat, dann beschädigt man damit die ganze Branche. Und 2 der wichtigsten Grundlagen wären zu wissen, wie man kalkuiert und vor allem, dass man mit einem Gewerbeschein selbstständig ist, egal ob Neben- oder Hauptberuflich. Und wenn wir schon dabei sind, informier dich mal bei einem Steuerberater. Wenn du das zu lang machst ohne dabei anständig zu verdienen, dann wird dir das irgendwann als “Liebhaberei” ausgelegt und das Gewerbe zugedreht, das geht nicht ewig so.

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  9. Herbert Krickl

    Genau aus diesem Grunde hab ich nach 3 Monaten den Gewerbeschein wieder zurück gelegt.

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  10. Georg Cutka

    Du hast 3 Jahre Zeit um schwarze Zahlen zu schreiben. Das klingt viel, ist es aber nicht! In dieser Zeit kannst du natürlich auch nicht unendlich minus machen. Daher ist eine vernünftige Kalkulation unabdinglich.
    Man muss sich ja nicht im Segment der Starfotografen ansiedeln, denn auch in diesem Business gilt was in der Autobranche am stärksten spürbar ist:
    Der Name macht den Preis!
    Was mich in diesem Zusammenhang viel mehr stört, sind all jene Fotografen, die alles gratis machen.

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  11. Georg Cutka

    Viele raufen zurzeit ums Überleben, daher geht es nach dem Motto, lieber weniger als gar nichts. Der Markt wird sich in 2 Jahren reguliert haben, wer dann noch übrig ist, wird es schaffen. Der Rest wird wieder etwas Neues versuchen

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  12. Martin M. Rosskopf

    Mobil einfach das Telefon auf Querformat drehen, bei meinem iPhone 5 hat’s so problemlos geklappt den Artikel zu lesen. Trotzdem ruhig weiter nach dem Fehler schauen und beheben.
    Nebenbei erwähnt: Schöner Text, deswegen bin ich Hobbyfotograf. :)

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  13. Christian Anderl

    Der Fehler ist mal entdeckt, an der Behebung wird gearbeitet. Danke nochmal für die Hinweise ;)

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  14. Daniel Schuchardt

    Top Geschrieben…Ich stehe selber vor dieser Entscheidung ! danke für diesen super Gut geschriebenen Berricht !

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  15. Luisa Sole

    Hab es jetzt auch gelesen. Der letzte Punkt ist der beste. Bevor ich es nicht schaffe mindestens 1mal in der Woche Sport zu machen…. Mir ist das alles bewusst und manchmal wünschte ich, es wäre nicht so und ich hätte es einfach gemacht, früher oder später hätte ich es schon gemerkt ???? aber dann gäbe es kein zurück mehr.

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  16. Hendrik Fülle

    Auf manchen Android Geräten wird der Artikel in der Breite nicht richtig angezeigt Christian. Kann dir das gern kurz beheben auf der Webseite. PN

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  17. Christian Anderl

    Danke Hendrik,
    Ist schon in Arbeit, das Team macht grad ein paar Backups, updates usw, sollte bald wieder richtig aussehn ;-)

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  18. Blaetti

    Toller Bericht, super und sehr unterhaltsam geschrieben, aber noch gelinde ausgedrückt. Der grösste Teil der Hobbyfotografen die nach Höherem streben, sollten lieber Profisportler werden.

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  19. Stephan Ernst

    Das hast Dubsehr gut Zusammengefasst. Wenn ich das in meinem Blog schreiben würde, haette ich die selben Kernaussagen gebracht. Ich kann das zu 100% so unterschreiben. Ich würde wahrscheinlich noch einen weiteren Tipp dazu packen – nimm an Wettbewerben Teil um zu sehen wo Du stehst. Und zur Preiskalkulation habe ich mich einen Tipp – das Tool bei Berufsfotografen.de ist eine fantastische Hilfe zur Ermittlung eines sinnvollen Stunden/Tagessatzes.

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    • Christian Anderl

      Hi Stephan,
      Die Sache mit den Wettbewerben ist für mich so eine zweischneidige Sache. Ich finde nicht, dass das Abschneiden bei Wettbewerben wirklich zeit “wo man steht”, sondern nur, wie gut das eingesendete Bild bei der jeweiligen Community oder Jury abschneidet. Es gibt weltklasse Fotografen, die bei so manchen Wettbewerben nichtmal in die Top 10 kommen würden. Und umgekehrt kann man mit der Spezialisierung auf ein Thema oder einem gelungenen Bild bei Wettbewerben abräumen, aber auf dem Markt gleichzeitig nicht bestehen. Deshalb hab ich das ganz absichtlich ausgelassen.

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  20. Stefan di Bernardo

    Top Input Christian ich lese deine Artikel immer sehr sehr gerne und ein wirklicher Mehrwert! danke lg Stefan

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  21. Lucy Rebmann

    Hallo ihr Lieben. Herzlichen Dank Christian für deine wertvolle Tipps, du hast mein Tag in weniger als zehn Minuten verändert. Ich erarbeite mir seit sehr langer Zeit einen Ruf als Fotografin zu machen, finde aber, dass ich damit unheimlich langsam voran komme. Das ändert sich ab heute. Ich liebe diese ToDo Liste. Danke Danke Danke.

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