Fotograf werden: Erste Todo Liste für angehende Profifotografen

71

Nach jahrelangen Diskussionen ist seit Anfang 2014 auch in Österreich – wie in weiten Teilen der restlichen Welt – die Fotografie ein freies Gewerbe. Das heißt im Klartext – jeder, der sich einen Gewerbeschein holt, darf Fotograf werden und als Profi arbeiten. Die Frage ist also nicht länger, ob man Fotograf werden kann. Aber solltest Du auch Fotograf werden?

Der feine Unterschied zwischen können und sollen

Fotograf werden, weil du deine Kamera liebst und dir Freunde sagen deine Fotos sind toll? Ich kenne viele Menschen mit vielen Talenten. Menschen die uns zum Abendessen einladen und der Abend fühlt sich besser an als in einem Haubenlokal. Weil die Kombination aus privater Atmosphäre und hervorragenden Kochkünsten von keinem Restaurant geschlagen werden kann.

Heißt das automatisch, jeder von ihnen ist ein professioneller Koch und sollte morgen ein Restaurant aufmachen?

Ganz bestimmt nicht.

Der Unterschied zwischen kochen für Freunde und dem führen eines eigenen Restaurants ist – und da sind wir uns bestimmt schnell einig – enorm.

'Dass du Fotograf werden kannst, heißt nicht unbedingt, dass du das auch solltest'Click To Tweet

Nicht viel anders sieht das in der Fotografie aus. Dass es dir Spass macht zu fotografieren und deine Fotos gut sind, heißt nicht automatisch, dass es Dir auch Spass machen wird, als Fotograf zu arbeiten. Und glaub mir, “Talent” ist überbewertet, wenn es um Erfolg in deinem neuen Beruf geht.

Hey, das soll ein motivierender Artikel über den Einstieg in die professionelle Fotografie werden. Und dann das?”

Ja, da müssen wir jetzt durch. Dieses eine mal nur. Wenn das hinter uns liegt, kommt der schöne Teil – Fotograf werden. Vor jedem anderen Schritt der nach diesem folgt, sollte die gründliche Überlegung stehen, ob man diesen Schritt in die professionelle Fotografie wirklich bereit ist zu tun. Und wir reden jetzt nicht über Ausbildung oder nicht. Das kommt später.

Seit der Gewerbeöffnung in Österreich 2014 zeigen die Suchanfragen online ein klares Muster. Tippt man “Fotograf werden” ein, findet man automatisch: Fotograf werden Quereinsteiger, Fotograf werden ohne Ausbildung, Fotograf werden, Fotograf werden Voraussetzungen, freiberuflicher Fotograf usw.

Logisch, Fotograf werden ohne Ausbildung ist möglich. Aber nicht ohne Wissen, Vorbereitung und Bildung, in welcher Form auch immer. Schöne Fotos machen alleine reicht einfach nicht. Die Zahlen sprechen für sich:

 

Mehr als 1/3 aller Kleinunternehmen überstehen das erste Jahr nicht. 80% überstehen die ersten 5 Jahre nicht.”

 

Allein in Österreich sind inzwischen fast 9.000 Fotografen mit Gewerbe angemeldet (Quelle WKO Statistik Februar 2018: http://wko.at/statistik/BranchenFV/B_122.pdf) – Dass davon nur ein Teil seinen Lebensunterhalt anständig bestreiten kann ist fast logisch und naheliegend.

Wenn du zu denen gehören willst, die das schaffen, wirst du anders denken müssen als 90% das tun.

Fotograf werden, bedeutet nicht eine Kamera zu kaufen, damit ein paar Fotos zu machen und diese zu verkaufen.

Zuerst mal bedeutet es, ein eigenes Unternehmen zu starten!

Das heißt Steuern zahlen, SVA zahlen, sich mit der geschäftlichen Seite und Preiskalkulation zu beschäftigen, einen Arbeitsplatz für sich zu schaffen, Ausrüstung anzuschaffen, laufende Kosten zu haben, länger vor Bildschirmen zu sitzen als man sich vorstellen kann, unzählige Niederlagen für jedes Erfolgserlebnis einstecken und eine enorme Verantwortung anzunehmen. Aber wenn du diesen Job liebst, dann gibt es mit Sicherheit keinen Schöneren!

Die (missverstandene) ToDo Liste

Die meisten Menschen mögen am Fotografieren hauptsächlich 2 Dinge und halten das für die einzigen Aufgaben eines Berufsfotografen:

1. Fotografieren
2. Equipment kaufen

Klar, die beiden gehören dazu. Aber sie machen nur ein paar wenige Prozent von dem aus, was ein Fotograf tut. Wenn du deine Leidenschaft auf diese 2 Punkte beschränken möchtest, dann solltest du nicht Fotograf werden, sondern bist wirklich besser beraten Amateur zu bleiben. Auch als solcher kann man Ausstellungen machen und seine Arbeit zeigen. Aber man ist zu 100% mit Fotografie beschäftigt, nicht zu 10% wie ein Berufsfotograf.

Noch immer nicht sehr motivierend?

Gut.

Denn erst wenn das alles geklärt ist und Du Dir wirklich sicher bist, dass Du das Abenteuer (und das Wort verwende ich nicht leichtfertig hier :)) Fotograf werden annehmen willst. Wenn es wirklich dein Traum ist, dein Hobby zum Beruf zu machen, von der Fotografie zu leben und du keine Zweifel mehr hast, dass Du das wirklich willst, können wir uns an die nötigen Schritte machen um dieses Ziel zu erreichen. (Diese Liste geht übrigens davon aus, dass Du schon fotografieren kannst. Der Teil sollte selbstverständlich noch vor dieser Liste stehen.)

Die eigentliche Todo Liste

1. Entscheide dich für ein Genre

Portraitfotografie? Landschaft? Architektur? Reportage? … Welchen Bereich oder welche Bereiche der Fotografie möchtest Du machen und anbieten. Fotograf werden bedeutet nicht alles zu fotografieren, was vor deine Linse hüpft, sondern eine klare Nische zu haben und darin richtig gut zu werden. Ich würde nicht mehr als 2 Bereiche empfehlen. Noch besser wäre nur ein einziger Bereich. Damit wir uns nicht mißverstehen, das heißt nicht, dass du nicht alles fotografieren sollst, das dir Spaß macht. Aber überleg dir, für welche Art von Fotografie du bezahlt werden willst und was du einfach tust um es zu tun, nur aus Spaß an der Sache. Die beiden Bereiche kann man ruhig trennen.

Das hat außerdem den schönen Nebeneffekt, dass du dein Hobby / deine Leidenschaft auch weiterhin für dich behalten kannst und aus der Fotografie nicht ausschließlich ein Job wird.

Außerdem überleg Dir von Anfang an, was Dich und Deine Arbeit besonders macht. Was hebt Dich von den Millionen anderen Fotografen auf der Welt ab. Was gibts in der Art nur bei Dir und warum sollte Dir jemand Geld für ein Foto von dir geben. Erfinde Dich und Deine Arbeit sozusagen als “Marke”. Das macht Dich für potenzielle Kunden greifbar und sie merken sich Dich.

2. Fotograf werden = Unternehmer werden. Der kaufmännische Teil

Wenn du Fotograf werden willst, bist du bist im Begriff ein Unternehmen aufzubauen. Nimm das ernst. Kümmere Dich um die kaufmännischen Angelegenheiten. Das ist (für mich jedenfalls) der unangenehmere Teil. Steuernummer besorgen, Steuerberater engagieren (mach das lieber von Anfang an, erspart enorm viel Zeit und Ärger. Es wird dir mehr bringen als es Dich kostet) Preiskalkulationen erstellen (und keine Sorge, das ist für fast jeden Fotografen der schwierige Teil). In meinem Artikel über Hochzeitsfotografie findest du auch eine grobe Beispielkalkulation.

Ganz besonders zu beginn) SVA anmelden, Rechnungsvorlagen erstellen, usw… Auch wenn es nicht der lustigste Teil ist, oder grad deswegen, ist es einer der wichtigsten. Sieh auch diesen Teil als erfreulichen Teil Deiner Arbeit an. Er wird später nämlich der Teil, mit dem Du Deine Existenz sicherst und der Dir erst ermöglicht, von Deiner Leidenschaft zu leben. Auch wenn Du ihn nicht magst, behandle ihn gut.

Vergiss auch nicht Dich um Versicherungen zu kümmern.

Dein Equipment muss versichert sein, sonst stehst du im Fall eines Schadens oder Diebstahls von heut auf morgen ohne Existenzgrundlage da. Auch gegen Unfälle bei der Arbeit mußt du versichert sein, solltest du unabsichtlich mal jemanden bei deiner Arbeit verletzen. (Lampenstative fallen manchmal um wenn man sie rempelt sag ich nur).

Ganz zu schweigen von einer Rechtsschutzversicherung und Haftpflichtversicherung, falls Dich – was wir nicht hoffen wollen – jemand verklagen sollte. Oder Du mal uneintreibbare Rechnungen haben solltest. Ich hab zwar zum Glück noch keine der Versicherungen aktiv gebraucht, aber ich könnte ohne nicht ruhig schlafen. Wenn dann doch mal was passiert, steht wirklich alles auf dem Spiel.

Geld ausgeben vs. investieren

Zum kaufmännischen Teil gehört auch ein wichtiger Punkt den viele zu spät erst verstehen: Es gibt ab sofort einen Unterschied zwischen Investieren und Geld ausgeben.

Als Angestellter bist du es möglicherweise noch gewohnt Geld auszugeben. Du bekommst Gehalt, davon kaufst du dir etwas, dann ist das Geld weg. Ende der Geschichte. Als Selbstständiger gibt es aber auch sowas wie “Investment”. Von dem Geld das du mit deiner Arbeit einnimmst musst du einen Teil in dein Unternehmen investieren. In Ausrüstung, in Büro oder Studio, in Wissen und Weiterbildung. Das gehört jetzt zu deinem Beruf.

Investieren heißt Geld für etwas ausgeben das dir dabei hilft mehr Geld damit zu verdienen. Das klingt selbstverständlich? Ist es aber für viele nicht bzw. denken zu viele darüber einfach nicht nach.

Ich kann mir keinen Steuerberater leisten, ich fang grad erst an” ist einer der Sätze die ich am öftesten höre. Das Gegenteil ist der Fall. Du fängst grad erst an, du kannst es dir garnicht leisten ohne Steuerberater loszulegen. Das wird eines deiner ersten wirklich wichtigen Investments sein.

Genauso verhält es sich mit Investition in Weiterbildung.

Und ich meine damit keinesfalls gleich sündhaft teure Business Kurse!

Die haben ihre Berechtigung. Aber klar, man muss sich einen guten Coach oder Kurs auch erst mal leisten können. Und spätestens da wird die Sache besonders am Anfang meistens eng.

Aus diesem Grund arbeite ich gerade an meinem “A-Team”. Ein Livecoaching in dem ich dir alles was für mich in den letzten 10 Jahren funktioniert hat mit auf dem Weg gebe. Regelmäßig, Live und mit Frage/Antwort Stunde um auf deine Bedürfnisse besser eingehen zu können. Auf diese Weise kannst du nicht nur mit deinem Investment vorsichtiger umgehen, du profitierst auch langfristig besser davon.

3. Finde dein “Warum”

Schon klar, als Einstieg klingt das etwas komisch. “Ich will Fotograf werden, warum soll ich mich da fragen warum”…

Ich meine mit “warum” nicht etwa, “weil ich meinen Job kündigen will, mein Chef ist ein A***h und ich will von Fotografie leben”.

Das ist ein Ergebnis, kein Warum.

Ich meine die wirklich intensive Auseinandersetzung mit der Frage “warum mache ich das was ich mache und warum stehe ich in der Früh gerne auf”.

Weil das Bokeh deiner neuen Vollformatkamera so schön ist und du dich auf die Ergebnisse freust?

Das mag kurzfristig ein Warum für dich sein. Aber langfristig macht es dich nicht glücklih.

Ich will hier auch garnicht zu weit in die Tiefe gehen. Nur so viel: Wenn du dein Warum kennst und es ein starkes Warum ist, dann wird das langfristig einen enormen Einfluss auf deinen Erfolg oder Misserfolg als Fotograf haben.

Meine Arbeit als Fotograf ist in dem Moment erfolgreich geworden, als ich für mich beschlossen habe “ich will mit dem was ich tue in erster Linie anderen Menschen helfen”.

Ich weiß. Klingt nach einer Miss Wahl und der berühmten Antwort “Weltfrieden”.

Aber du wirst sehen, je stärker dein eigenes “Warum”, desto besser wirst du das anderen Menschen kommunizieren können, desto mehr Menschen werden in deinem Leben auftauchen, die das selbe “Warum” haben wie du, desto mehr Kunden wirst du haben, die genau deswegen mit dir arbeiten wollen, desto mehr Zufriedenheit wirst du in deinem Beruf und Leben haben,…

Ach und so nebenbei werden sämtliche Zahlen steigen denen wir ständig viel zu sehr hinterherlaufen.

Likes, Followers, Aufträge, Honorare, (damit dann auch leider die Steuern, aber wer viel Steuern zahlen muss durfte davor viel verdienen 😉

4. Portfolio und Website

Deine Fotos können noch so schön sein, sind sie nicht auch schön präsentiert, geht die Wirkung gänzlich verloren. Deine Website ist deine Visitkarte im Internet. Jeder potenzielle Kunde wird einen Blick darauf werfen. Zeig ihm, dass er bei Dir gut aufgehoben ist. Mit WordPress und einem guten Template kannst du auch schon zu Beginn kostengünstig ein anständiges Portfolio bauen.

Einen Designer kannst Du Dir später leisten. (Und das würde ich ebenso dringend empfehlen, wie ich unseren Kunden empfehlen würde, einen guten Fotografen zu buchen und nicht Onkel Fritz ;-)) Und sei hart zu Dir selbst bei der Auswahl der Bilder für das Portfolio. Zeig nur das Beste, nicht zu viel, nicht zu wenig. Schmeiss raus, was nicht zu 100% deinen eigenen Ansprüchen genügt. Und setz die Latte dieser Ansprüche lieber höher als tiefer an.

Deine Website erfüllt aber nicht nur den Zweck einer digitalen Visitenkarte. Sie ist auch ein wichtiges Mittel um Kunden zu finden und zu binden. Richtig gemacht kannst du potenzielle Kunden auf deiner Website direkt ansprechen, mit ihnen in Kontakt treten und sie immer wieder an dich und deine Dienstleistungen erinnern. An dieser Stelle werd ich mal einen eigenen Artikel zu Funnels für Fotografen schreiben.

5. Schreib einen Blog

Es muss nicht unbedingt der Tipps & Tricks Blog sein, es müssen keine aufwändigen Making Of Filme sein, bloggen kann man über vieles in der Fotografie. Wie man das richtig macht, kannst Du bei Markus Cerenak lernen. Es lohnt sich garantiert.

Wenn du denkst “Wer braucht noch einen Blog, es gibt doch schon so viele” – du brauchst diesen Blog. Blogs machen Dich als Mensch und Fotograf greifbarer (siehe Punkt 1, Du als Marke). Außerdem bringt es dich persönlich und auch in deinem Job weiter, wenn du dein Wissen weitergibst. “Wer lehrt, lernt doppelt”, hat schon Goethe gesagt 😉 Ich habe bei allen Jobs die ich schon gemacht habe eines gelernt – schreiben hilft einem selbst beim manifestieren mancher Dinge. Und wenn es nur diesen Zweck erfüllt, dann hast du schon gewonnen dabei.

6. Erzähl es Allen und Jedem

Wenn du dich wirklich entscheidest, professioneller Fotograf (das gilt auch für alle andren Selbstständigen) zu werden, dann nenn dich ab sofort auch so. Keine halbherzigen Bezeichnungen, kein “ich versuch grad …”. Nichts da, du bist ab heute Fotograf. Punkt. Niemand hat darauf gewartet, dass Du endlich Deine Bilder zeigst und für Kunden arbeitest. Niemand weiß davon. Erzähl es Allen.

Verteile deine Visitenkarten (die haben keinen eigenen Punkt verdient, fällt unter Marketing im Allgemeinen 😉 erzähl von deiner website, geh raus und finde potenzielle Kunden, spendiere einfach mal wieder jemandem einen Kaffee. Online ist gut und wichtig, persönlicher Kontakt gewinnt aber immer. Wenn jemand einen Fotografen buchen will und einen nur von seiner website kennt, einen Andren dessen Arbeit er auch mag aber schon mal bei einem Kaffee vom letzten Wochenende erzählt hat, rate wen er anrufen wird.

7. Jeder Kunde ist der Wichtigste (aber keiner ist König)

Behandle jeden Job und jeden Kunden den Du bekommst, als wäre es der größte und wichtigste Auftrag den jemals ein Fotograf bekommen hat. Denn genau das ist er in dem Moment für Dich. Ganz besonders wenn du startest. Und für den Kunden selbst ist der Auftrag den er dir gibt sowieso der Wichtigste.

Alle Werbung, Portfolios, Ausstellungen, Bücher und Veröffentlichungen sind nichts im Vergleich zur guten alten Mundpropaganda. Du baust grad in den ersten Jahren dein Portfolio auf und auch deinen Ruf. Sind die Ergebnisse gut und die Kunden zufrieden, läuft die Sache früher als Du denkst und besser als du denkst.

ABER! So wichtig Kunden und gute Zusammenarbeit auch ist, das Sprichwort “der Kunde ist König” solltest du dringend verbannen. Die Idee dahinter ist zwar nicht ganz falsch, wie es aber von den meisten interpretiert und gelebt wird ist – besonders in der Fotografie – eine echte Katastrophe.

Meine Zusammenarbeit mit meinen Kunden erfüllt genau die Bedeutung des Wortes. Zusammenarbeit. Das heißt nicht, dass jemand Betrag X zahlt und dafür ohne wenn und aber, zu jeder Uhrzeit sofort bekommt was er sich danach wünscht. Das heißt nur, dass wir uns vorher genau ausmachen, was jeder von uns beiden in diese Zusammenarbeit einbringt.

Nicht falsch verstehen, das ist definitiv kein Aufruf zu Überheblichkeit. Im Gegenteil. Sei nett, sei entgegenkommend, behandle deinen Kunden wie du auch behandelt werden willst. Von Unterwürfigkeit ist dabei aber keine Rede. Und wer sich als Kunde daneben benimmt ist kein König, sondern einfach jemand, der sich daneben benimmt.

Respekt ist keine Einbahnstrasse.

Den Inhalt des ganzen Absatzes hier haben wir im Studio in einem Bilderrahmen zusammengefasst stehen. Und ja klar, das sehen auch Kunden die ins Studio kommen:

8. Fotograf werden hört nie auf – lerne und teile dein Wissen

In der Fotografie kann man sprichwörtlich niemals aufhören zu lernen. Es gibt immer neue Ideen, andere Zugänge, Inspirationen, Techniken … Wer aufhört zu lernen, bleibt stehn. Es sichert nicht nur dass Du Dich als Fotograf weiterentwickelst, es wird auch dein Leben bereichern. Und das wolltest Du ja, oder? Keinen Job der Dich langweilt, sondern Deine Leidenschaft leben.

Lies Blogs anderer Fotografen, investiere in Onlinekurse, investiere in Deine Arbeit. Und gleichzeitig gib dein Wissen auch weiter an die, die noch nicht so weit sind wie Du. Du wirst Dich wundern, was dafür alles zurück kommt. Gemeinsam kommt man immer weiter als wenn man sein Wissen daheim einsperrt und gut behütet.

Such dir am Besten auch einen Mentor oder mehrere, also Menschen die in dem, was du machen möchtest, schon erfolgreich sind. Und dann hör ihnen zu, lies ihre Blogs und Bücher, geh zu ihren Vorträgen usw. Investition in Wissen zahlt sich von allen Investitionen am allermeisten aus. Wenn du vor der Entscheidung Objektiv oder Wissen stehst, wähle Wissen.

Nur ein paar Beispiele für gute Intestitionen in Wissen:

Carmen & Ingo (die erste Adresse für Hochzeitsfotografie im deutschsprachigen Raum) haben zum Beispiel einen fantastischen Roadtrip organisiert, mit 6 Vorträgen zu genau diesem Thema. Unter dem Titel “Werde erfolgreich, überwinde deine Ängste und entwickle dich zum besseren Unternehmer in der Kreativbranche” erzählen 6 Fotografen jeweils eine Stunde lang ihre besten Tipps, wie du es schaffst. Ich kann dir diese 6 Stunden garnicht dringend genug ans Herz legen, jede Minute und jeden Cent wert! (Mit dem Rabattcode “Motivation” bekommst du 100,- Rabatt, weil du diesen Artikel (fast) fertig gelesen hast 😉

Hier findest du ihren Roadtrip: http://shoot.camp/candi-roadtrip

 

Blitzen lernen – Wenn du im Umgang mit dem Blitz noch nicht ganz sattelfest bist, solltest du das unbedingt werden. Blitzen können bedeutet du kannst deine eigene Lichtstimmung erzeugen, egal wo du bist. Wenn das vorhandene Licht nicht schön genug ist, machst du einfach dein eigenes, wenn du weißt wie. Ein absoluter Vorteil bei jedem Kundenjob der sich vielfach für dich lohnen wird.

Hier findest du alle Infos zum “großen Blitzen 1×1” im Shootcamp

 

Fotografen 2.0 Facebook Gruppe – Ich habe diese Gruppe vor kurzem gegründet für gleichgesinnte Fotografen die nicht nur mit ihrem Equipment im digitalen Zeitalter ankommen wollen, sondern auch mit ihrer Denk- und Arbeitsweise. Gemeinsam erreichen wir mehr als gegeneinander. Wir tauschen uns dort zu Themen wie Kundengewinnung, Digitales Marketing, usw aus.

Hier klicken und kostenlos beitreten

 

Mein A-Team – Gemeinsam wachsen – Regelmäßiges Live Coaching mit Frage/Antwort Stunden um deine Probleme gemeinsam lösen zu können während sie entstehen.

 

Übrigens, ein erster, ganz einfacher Schritt wäre auch diesen Artikel den du gerade liest zu teilen und anderen auch zu helfen, auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit 😉

 

9. Such dir einen Sport

Kein Scherz. Du wirst mehr Stunden vor Bildschirmen verbringen, als Du dir jemals vorstellen konntest. Mehr E-Mails schreiben und lesen, als je zuvor. Und nur 10% Deiner Zeit damit verbringen zu fotografieren. Körperlich fit zu bleiben wird nötig sein. (Ich schreib das hier mit schlechtem Gewissen, Schlafentzug und einem Papabauch. Vielleicht ein sogenanner “Self-reminder” :)) Außerdem lernt man bei den meisten Sportarten was auch für Deine neue Karriere nötig sein wird – Durchhaltevermögen.

Apropos Durchhaltevermögen – du wirst nicht immer Top motiviert sein. Lass dich motivieren, inspirieren und tausch dich nach Möglichkeit viel mit Kollegen aus. Du wirst sehen, dass du damit nicht allein bist 😉

Wir machen aus diesem Grund in der Facebookgruppe “Fotografen 2.0″ auch eine “FotoFit Challenge“. Die Teilnehmer waren anfangs skeptisch, sind aber relativ schnell draufgekommen, dass ihnen das tatsächlich hilft.

 

10. Sei ein (guter!) Unternehmer 

Ein Punkt den ich viel zu lange nicht zu 100% verstanden habe, so wie die meisten Menschen in Kreativbranchen. Wir wollen Künstler sein, Kunsthandwerker, oder zumindest “Kreative”, aber wir wollen eigentlich keine Unternehmer sein.

Wir wollen nichts “verkaufen”. Das klingt für uns schon so fürchterlich. Mag sein. Aber wenn du dich in diesem Denken wiederfindest und du von dem Leben willst, was du als Dienstleistung oder Produkt anbietest, dann gehört dazu auch die ganz klare Entscheidung, für den Verkauf deiner Dienstleistungen oder Produkte jetzt selbst die Verantwortung zu übernehmen. Fotograf werden heißt Unternehmer werden.

Die meisten Fotografen glauben immer noch irrtümlich “gute Arbeit ist das einzige Marketing das du brauchst”. Das ist einer der Hauptgründe, warum so viele in Diskont-Preiskämpfen untergehen und scheitern. Wer den Wert seiner eigenen Arbeit nicht kennt und dementsprechend kommunizieren und verkaufen kann, hat keine Chance. Nicht schön, aber wahr.

Wenn du einen Job in einer Firma annimmst, die schlechtes Marketing macht, die ihr Produkt schlecht verkauft, dann wirst du diesen Job nicht lange haben, weil die Firma kein Geld verdient und dich nicht bezahlten kann.

Versteh am besten jetzt, sofort und auf der Stelle, dass du jetzt deine eigene Firma bist und dein einziger Mitarbeiter. Wenn du also nicht verkaufst, dann wirst du dich (deine Miete, deine Famile usw) nicht finanzieren können. Du mußt unternehmerisch denken. Punkt.

Diese Liste ist (noch) nicht vollständig. Ich werde sie laufend erweitern und zu den Punkten in der Liste eigene Artikel schreiben, schau also hin und wieder vorbei damit du die Updates nicht verpasst.

Dazu passt auch diese  Frage aus den 1000 Fragen: Billiganbieter und Preisgestaltung 

Und mein Vortrag bei der Photo+Adventure “Fotografen 2.0” (der demnächst im geschützen Bereich dieser Website verfügbar ist) bringt dir hoffentlich genau den Input den du brauchst: Hier klicken für den kompletten Vortrag

Hast Du diese 8 Punkte gelesen und bei jedem davon gedacht “klingt super, auf gehts!“?. Dann solltest du Fotograf werden, es wird Dir ungemeinen Spass machen dein eigenes Fotografie-Business zu starten.

Ich wünsch Dir gutes Gelingen!

Dazu passende Artikel

  • Lucy Rebmann sagt:

    Hallo ihr Lieben. Herzlichen Dank Christian für deine wertvolle Tipps, du hast mein Tag in weniger als zehn Minuten verändert. Ich erarbeite mir seit sehr langer Zeit einen Ruf als Fotografin zu machen, finde aber, dass ich damit unheimlich langsam voran komme. Das ändert sich ab heute. Ich liebe diese ToDo Liste. Danke Danke Danke.

    • Hi Lucy,
      Danke, das freut mich sehr zu lesen! Dann wünsch ich dir ein schönes Wochenende, mit ein paar neuen Ideen und Gedanken im Kopf 😉

  • Stefan di Bernardo sagt:

    Top Input Christian ich lese deine Artikel immer sehr sehr gerne und ein wirklicher Mehrwert! danke lg Stefan

  • Wow ? Christian sehr schön ? geschrieben

  • Das hast Dubsehr gut Zusammengefasst. Wenn ich das in meinem Blog schreiben würde, haette ich die selben Kernaussagen gebracht. Ich kann das zu 100% so unterschreiben. Ich würde wahrscheinlich noch einen weiteren Tipp dazu packen – nimm an Wettbewerben Teil um zu sehen wo Du stehst. Und zur Preiskalkulation habe ich mich einen Tipp – das Tool bei Berufsfotografen.de ist eine fantastische Hilfe zur Ermittlung eines sinnvollen Stunden/Tagessatzes.

    • Hi Stephan,
      Die Sache mit den Wettbewerben ist für mich so eine zweischneidige Sache. Ich finde nicht, dass das Abschneiden bei Wettbewerben wirklich zeit “wo man steht”, sondern nur, wie gut das eingesendete Bild bei der jeweiligen Community oder Jury abschneidet. Es gibt weltklasse Fotografen, die bei so manchen Wettbewerben nichtmal in die Top 10 kommen würden. Und umgekehrt kann man mit der Spezialisierung auf ein Thema oder einem gelungenen Bild bei Wettbewerben abräumen, aber auf dem Markt gleichzeitig nicht bestehen. Deshalb hab ich das ganz absichtlich ausgelassen.

  • Blaetti sagt:

    Toller Bericht, super und sehr unterhaltsam geschrieben, aber noch gelinde ausgedrückt. Der grösste Teil der Hobbyfotografen die nach Höherem streben, sollten lieber Profisportler werden.

  • Ivo Fotografie sagt:

    Papabauch..geil…aber leider war*G

  • Leila Ivarsson sagt:

    Viel zu nett geschrieben U0001f602 da braucht es viel mehr!

  • Konstantin Dorsch sagt:

    Sehr schön geschrieben!

  • Vivien Luther sagt:

    Hier guck mal Silvanna Krannich 😉

  • Hendrik Fülle sagt:

    Alles klar. Danke für den Artikel. Inhaltlich alles dito soweit 🙂

  • Christian Anderl sagt:

    Danke Hendrik,
    Ist schon in Arbeit, das Team macht grad ein paar Backups, updates usw, sollte bald wieder richtig aussehn 😉

  • Hendrik Fülle sagt:

    Auf manchen Android Geräten wird der Artikel in der Breite nicht richtig angezeigt Christian. Kann dir das gern kurz beheben auf der Webseite. PN

  • Luisa Sole sagt:

    Und danke, super Beitrag.

  • Luisa Sole sagt:

    Hab es jetzt auch gelesen. Der letzte Punkt ist der beste. Bevor ich es nicht schaffe mindestens 1mal in der Woche Sport zu machen…. Mir ist das alles bewusst und manchmal wünschte ich, es wäre nicht so und ich hätte es einfach gemacht, früher oder später hätte ich es schon gemerkt ???? aber dann gäbe es kein zurück mehr.

  • Daniel Schuchardt sagt:

    Top Geschrieben…Ich stehe selber vor dieser Entscheidung ! danke für diesen super Gut geschriebenen Berricht !

  • Christian Anderl sagt:

    Der Fehler ist mal entdeckt, an der Behebung wird gearbeitet. Danke nochmal für die Hinweise 😉

  • Martin M. Rosskopf sagt:

    Mobil einfach das Telefon auf Querformat drehen, bei meinem iPhone 5 hat’s so problemlos geklappt den Artikel zu lesen. Trotzdem ruhig weiter nach dem Fehler schauen und beheben.
    Nebenbei erwähnt: Schöner Text, deswegen bin ich Hobbyfotograf. 🙂

  • Anderson Sabas sagt:

    Sehr ehrlich ??????

  • Christian Anderl sagt:

    Sorry, iPhone-user Angewohnheit jedes Telefon iPhone zu nennen #brainwash 😉

  • Christian Anderl sagt:

    Danke für den Hinweis. Der neue Link ist inzwischen im Artikel!

  • Martin Müller sagt:

    Guter Artikel. Das ist wohl den meisten nicht bewusst. Ging mir mit meiner kleinen Informatikbude auch so. Jetzt kann ich den Bereich Fotografie markitingmässig in Ruhe vorbereiten, was auch schon zu Fruchten beginnt.

  • Stimmt, das hat sich inzwischen geändert. Habs ausgetauscht, hier der richtige link: http://meisterkurse.biz/info/erfolgreich-bloggen

  • Designola sagt:

    Sehr guter Artikel! Jeder Punkt kommt mir mehr als nur bekannt vor? Gefällt mir gut!

  • Bianca Beckers sagt:

    In Deinem Artikel wird ein Link genannt, der nicht funktioniert:
    bloggen.co
    Da kommt eine ungenutzte Seite.
    Wie heisst der Link denn richtig?!? 🙂

  • Peter Fasching sagt:

    Gut geschrieben – gefällt mir!

  • Peter Pabel sagt:

    Auf Android funktionierts auch Quer 😉

  • Henning Sauer sagt:

    @Luisa und auch die anderen:
    – ist bei mir auch so: Text ist rechts abgeschnitten… sowohl in “Handyversion” als auch in “Desktopversion” (= Browser-Einstellungen)… ebenfalls im Hochformat und auch im Querformat…
    – Abhilfe1: bei mir in der Browser-Adresszeile gibts rechts am Ende einen kleinen Button, der wie ein aufgeschlagenes Buch aussieht… wahrscheinlich eine “Lese-Einstellung”… damit gehts im Querformat!
    – Abhilfe2: Text (Pkt. 1-7) komplett kopieren (nimmt auch den scheinbar abgeschnittenen Text mit!) und dann auf ne neue Seite eines Textprogramms kopieren…
    – bonne chance… und lG an dich!… U0001f609

  • Christian Anderl sagt:

    PS iPhone inzwischen quer halten, das hilft. Zumindest bis das Problem gefunden ist 😉

  • Christian Anderl sagt:

    Alles klar, danke für den Hinweis. Hatten wir schon mal, ich mach mich auf Fehlersuche und korrigier das!

  • Andi Schmid sagt:

    Is bei mir leider auch so

  • Luisa Sole sagt:

    Weiß nicht ob es nur bei mir so ist, aber auf meinem Handy wird es zu groß angezeigt. LG

  • Georg Cutka sagt:

    Viele raufen zurzeit ums Überleben, daher geht es nach dem Motto, lieber weniger als gar nichts. Der Markt wird sich in 2 Jahren reguliert haben, wer dann noch übrig ist, wird es schaffen. Der Rest wird wieder etwas Neues versuchen

  • Georg Cutka sagt:

    Du hast 3 Jahre Zeit um schwarze Zahlen zu schreiben. Das klingt viel, ist es aber nicht! In dieser Zeit kannst du natürlich auch nicht unendlich minus machen. Daher ist eine vernünftige Kalkulation unabdinglich.
    Man muss sich ja nicht im Segment der Starfotografen ansiedeln, denn auch in diesem Business gilt was in der Autobranche am stärksten spürbar ist:
    Der Name macht den Preis!
    Was mich in diesem Zusammenhang viel mehr stört, sind all jene Fotografen, die alles gratis machen.

  • Herbert Krickl sagt:

    Genau aus diesem Grunde hab ich nach 3 Monaten den Gewerbeschein wieder zurück gelegt.

  • Christian Anderl sagt:

    Wenn du einen Gewerbeschein hast, lieber Daniel, dann BIST du Selbstständig! Ich mein das jetzt echt nicht böse, aber genau das war ein Grund für meinen Artikel und warum sich manche Kollegen zu Recht ärgern. Wenn man einen Gewerbeschein löst, aber von den Grundlagen keine Ahnung hat, dann beschädigt man damit die ganze Branche. Und 2 der wichtigsten Grundlagen wären zu wissen, wie man kalkuiert und vor allem, dass man mit einem Gewerbeschein selbstständig ist, egal ob Neben- oder Hauptberuflich. Und wenn wir schon dabei sind, informier dich mal bei einem Steuerberater. Wenn du das zu lang machst ohne dabei anständig zu verdienen, dann wird dir das irgendwann als “Liebhaberei” ausgelegt und das Gewerbe zugedreht, das geht nicht ewig so.

  • Thomas Grasse sagt:

    Leider nicht nur bei den Fotografen so U0001f601

  • Rudi Ferder sagt:

    Gewerbeschein = immer selbstständig.

  • Signore Fugassi sagt:

    Guter Artikel. Danke. Hinsichtlich der Preise muss ich aber leider feststellen, dass sehr viele der etablierten Fotografen oftmals auch nur etwas predigen, aber es dann selbst brechen.

  • Daniel Nimmervoll sagt:

    Ich bin unselbständig und hab den Gewerbeschein 😉
    Bin aber dennoch bei 60€ Stundenlohn. Einfach deshalb weil ich es mir Wert bin 😉

  • Christian Anderl sagt:

    Ps unselbstständig nebenberuflich wäre in anderen Worten Schwarzarbeit. Auch nebenberuflich ist ein Gewerbeschein nötig. Womit es dann eine Selbstständigkeit ist.

  • Christian Anderl sagt:

    Es wird dadurch aber auch nicht weniger blödsinnig, zu einem
    Bruchteil Marktüblicher Preise anzubieten. Außerdem entstehen auch nebenberuflich mit einem Gewerbe Kosten.
    Kurzsichtig wäre noch der freundlichste Begriff dafür 🙂

  • Daniel Nimmervoll sagt:

    Das behauptet doch niemand. Aber es gibt auch unselbständige die das Nebenberuflich machen. Und da kommt dann oft auch ein Stundenlohn von 20 oder 30€.

  • Michael Waffek sagt:

    Das sind genau die, die den Markt zusammen hauen.

  • Christian Anderl sagt:

    Und wie sollte man unter 4.700,- im Jahr seinen Lebensunterhalt decken? 🙂

  • Daniel Nimmervoll sagt:

    Die bekommt man aber nur wenn der Gewinn über 4700€ im Jahr ist.

  • Simon Reinkober sagt:

    sehr sehr guter Eintrag! 🙂

  • Christian Anderl sagt:

    Allerspätestens. Wobei es da meist schon zu spät ist 🙂

  • Günter Hemer sagt:

    Hab in diversen Gruppen schon Angebote gesehen wo sie sich um Aufträge um 10€ pro Bild gefightet haben …. Für Restaurantfotos

  • Günter Hemer sagt:

    Wird doch eh 90% schwarz gearbeitet ….

  • Ischo Wida sagt:

    Spätestens wenn die erste Vorschreibung der SVA im Briefkasten liegt, müsste dieser Denk- und Kalkulationsprozess einsetzen. Nur bis dahin vergeht einige Zeit, in der viel Image-Schaden angerichtet ist.

  • @Manuel Fässler Wenn du dort bist, hoffst oft genug du wieder davon wegzukommen, also genieß es 😉

  • Hallo Christian,

    sehr gut geschrieben, unterhaltsam und informativ!! Da bin ich doch grad froh, dass ich auf einem ziemlich guten Weg zu sein scheine … 😉

    Ich bin einer der “Neuen” und im Moment noch voll im Aufbau … und das mit den 10% kann ich noch nicht bestätigen … ich hoffe dahin komme ich noch … 😉

    LG und gut Licht,
    Manuel

  • Nadja Tomsich sagt:

    Echt super Tipps dabei! Danke!

  • Christian Anderl sagt:

    Das freut mich! Alles Gute für die spannende Zeit 😉

  • Colin Cyruz sagt:

    geniale tipps, danke! kommt genau richtig für mich

  • Alexander sagt:

    Hallo Christian,

    sehr schöner Artikel, wirklich. Er fasst das wesentliche zusammen.

    Ich bin wirklich im Zweifel, ob ich hier, an dieser Stelle erwähnen soll, dass ich kürzlich einen ganz ähnlichen Artikel verfasst habe, da ich augenblicklich versuche, mir als Fotograf ein zweites Standbein aufzubauen. Aber ich tue es einfach mal. Er ist unter http://salomon-fotografie.de/gedanken-zur-fotografie-als-beruf zu finden.
    Ich möchte hier an dieser Stelle keine Werbung für meine Seite machen. Wenn das den Eindruck erweckt, dann schalte den Kommentar bitte nicht frei oder kürze es raus, wirklich kein Problem. Aber ich denke, wir sind “on the same page”.
    Schöne Seite, sie wurde mir von Jakob von bloggen.co empfohlen.
    Viele Grüße
    Alexander

    • Hi Alexander,
      Kein Problem, im Gegenteil, dafür ist das Internet ja schließlich da, um sich auszutauschen 😉 Danke für den link, ich geh den Artikel jetzt mal lesen 😉

  • Hallo Christian,
    Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht. Es gibt doch so eine schöne Grafik darüber, was die Leute glauben und was Fotografen wirklich machen. Ich bin schon einige Jahre in Österreich als freisch. Künstler tätig und hatte auch schon ein Gewerbe in der BRD als Fotodesigner und muß sagen, daß ich gut davon leben konnte. Vor 4 Jahren hatte ich dann einen gesellschaftlichen und geschftlichen Einbruch durch einen üblen Rufmord, so daß ich gezwungen war, einer anderen Beschäftigung nachzukommen. 2014 ist das Jahr des Neustarts und der Umstand, daß das Fotografengewerbe in Österreich verbessert wurde ist für mich der Grund wieder einzusteigen. Dei WKO bei uns in Tirol ist allerdings noch nicht so kooperativ! 🙁
    LG Chris

  • Danke ! Das ist GENAU auf den Punkt gebracht…… wenn ich so ein Wissen vor 25 Jahren gehabt hätte, wären mir viele Fehler eines Anfängers erspart geblieben und ich hätte mir enorm viel Lehrgeld erspart…… Ich bin nach wie vor älterster Lehrling in meinem Betrieb und das werde ich wohl für immer so bleiben…. Die Begeisterung für Fotografie hast du mir in deinem Workshop gefestigt und richtig implantiert, und ich habe auch erkannt das ich nicht davon leben kann ( und will ) . Aber als Hobby und sinnvollste Freizeitbeschäftigung ist es das schönste was es gibt ! Danke Christian Anderl !

  • Michael sagt:

    Lieber Christian,

    Super Artikel! Dem ist nichts hinzuzufügen 😉
    Auch ich Teile deine Ansicht, dass sich der Markt sicher ändern wird, aber wenn man wirklich (Profi-) Fotograf werden will, wird man seinen Weg und sein Platzerl finden.

    Ich glaube eher, dass das Niveau eher steigen wird, aber das ist natürlich auch nur eine persönliche Meinung.

    lg
    Michael

  • Gabriele sagt:

    es wäre gut zu sagen dass im freien Bereich nur eingeschränkt fotografiert werden darf. Pressefotografie ist erlaubt, B2B ebenso. Hochzeiten, Taufen usw. bleibt den richtigen Fotografen vorbehalten. Was passiert sonst noch? Der Markt wird überschwemmt, die Kaufkraft steigt aber nicht – zu viele Anbieter für einen zu kleinen Markt. Die Folge sind Preisdumping und Existenzgefährdung bei Anfängern. (die laufenden Kosten sind enorm.) Und letztendlich werden – wie zuvor in anderen Branchen – die Gewerbler Anfängerkurse veranstalten um trotz fehlender Aufträge Geld verdienen zu können. Das Niveau einer Branchewird stetig sinken….

    • Liebe Gabriele,
      Wäre nicht so gut das zu sagen, weil es eben mit der neuen Regelung nicht mehr stimmt. Hier kannst du das Urteil des VfGh nachlesen: http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/0/9/8/CH0003/CMS1387363675073/g_49-2013_berufsfotografen_entscheidung.pdf

      Also ab sofort fällt die letztes Jahr beschlossesn Kompromisslösung.
      Die Angst mit dem Preis- und Marktverfall kann ich leider nach wie vor nicht teilen. Wenn dem so wäre, dann gäbs weltweit kaum mehr professionelle Fotografen die davon leben können. Hier wird nur eine längst veraltete Beschränkung aufgehoben. Wer glaubt ein Gewerbeschein allein wär schon ein Beruf, der wird nach wie vor scheitern.

      Und an Ausbildun kann ich auch nichts schlechtes finden, das machen viele Fotografen auch jetzt schon 😉

      Zusammenfassend kann mans einfach so sagen wie in vielen andren Branchen auch – die Bedingungen ändern sich, der Markt ändert sich, das ist noch lang kein Weltuntergang. Nur eine neue Zeit mit spannenden Änderungen. Aber dass da die Meinuungen weit auseinandergehen ist klar.

  • tom sagt:

    hi, kann das Gesagte nur unterschreiben, bin seit 4 Jahren mit steigendem Erfolg im Geschäft und trotz guter Kontakte wär ich zu Beginn verhungert wäre ich im “Nebenjob” nicht Unfallchirurg gewesen. Und es dauert einfach verdammt lange bis einem das Umfeld als Fotograf wahrnimmt. Und ich hab schon zu Beginn meiner Karriere in LA ausgestellt, war super aber deswegen kommt keiner.
    trotzdem ist es ein spannender Markt und ich wünsch jedem Starter alles Gute!!

  • Manfred sagt:

    Sehr guter Vergleich! Ist nämlich nicht nur beim Fotografieren so, sondern in nahezu jedem anderen Brotberuf genau so. Aber jeder der bei einem PC den Einschaltknopf findet, glaubt gleich von IT eine Ahnung zu haben …

  • >
    783 Shares
    Teilen760
    Teilen8
    Twittern
    +11
    Pin14