Tipps für die Wahl des Hochzeitsfotografen (von einem Fotografen)

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Gleich vorweg – Ich bin kein Hochzeitsfotograf! Trotzdem ist es mir als jemand, der als Fotograf im Begriff ist selbst bald Kunde eines Hochzeitsfotografen zu werden (Edit – ist inzwischen erledigt ;-)) ein Anliegen, euch ein paar Tipps auf den Weg mitzugeben worauf ihr achten solltet, wenn ihr jemanden den “schönsten Tag eures Lebens” fotografieren laßt.

(Natürlich sollte die Hochzeit nie der schönste Tag des Lebens sein, sonst gings von dort an ja nur noch bergab. Aber diese philosophische Grundsatzfrage wollen wir an dieser Stelle nicht erörtern. Wenns euch trotzdem wichtig sein sollte, können wir uns darüber gern in den Kommentaren unterhalten). Es ist bestimmt nicht meine Absicht, mit diesem Artikel jemandem auf die Zehen zu treten. Aber nachdem ich einige Hochzeitsfotografen sowohl online, als auch im echten Leben etwas mitverfolgt habe, viele mit BE- manche mit VERwunderung, ist es mir ein echtes Anliegen, meine Gedanken und Auswahlkriterien mit euch bald heiratenden zu teilen.

Bevor wir uns um Details kümmern können, gehen wir erst mal davon aus, dass Ihr von eurer Hochzeit schöne Fotos haben wollt! Wenn euch die Qualität eigentlich egal ist und für euch eigentlich nur das Budget zählt, dann könnt ihr 1. einfach allen Gästen sagen, sie mögen euch die Fotos aus ihren iPhones, Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras die sie sowieso mitbringen, nach der Hochzeit in eine Dropbox stellen. Das kostet garnichts und ihr habt viele Fotos von dem Tag. Und 2. könnt ihr hier aufhören zu lesen.

NIEMALS OHNE PORTFOLIO

Ein guter Hochzeitsfotograf hat ein anständiges Portfolio auf seiner website. Und mit Portfolio meine ich nicht 5 oder 10 Hochzeitsfotos. Quasi das absolute “Best Of” aus seinen letzten 10 Jahren, sondern ein ausführliches Portfolio, anhand dessen man sich einen Eindruck vom Stil der Bilder verschaffen kann. Fragt auch ruhig nach ganzen Hochzeitsgalerien. Ich würde keinen Hochzeitsfotografen buchen, ohne einen wirklichen Eindruck von der Arbeit des Fotografen zu haben. Ein guter Hochzeitsfotograf wird euch auch mit Sicherheit eine oder mehrere Galerien ganzer Hochzeiten zeigen. (Edit: Weil das anscheinend unklar formuliert war – Selbstverständlich heißt das nicht, dass eure Hochzeit ungefragt und komplett im Internet landen darf. Welche Fotos bzw. welche ganzen Galerien gezeigt werden dürfen, hat immer noch das Brautpaar zu entscheiden. Im Normalfall hat aber jeder gute Hochzeitsfotograf mindestens von einem – meist von mehreren Paaren – die Freigabe ihre Fotos online zu zeigen)

 

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Schließlich wollt Ihr ja sehen, wie Eure Hochzeitsfotos im Ganzen aussehen könnten, nicht nur wie die 10 besten Fotos des Fotografen aussehen. Hat er ein Auge für Details und Kleinigkeiten, fängt er Momente ein, oder macht er nur technisch korrekte Bilder von dem Tag. Entsprechen sein Stil, seine Vorstellung von Farben und Stimmungen euren Vorstellungen? Erst wenn man eine ganze Hochzeit gesehen hat, hat man auch wirklich eine Vorstellung davon, was man kauft.

ICH BIN “AVAILABLE LIGHT FOTOGRAF”

(Auch “Naturlichtfotograf” oder Ähnliches)

Wenn ihr diesen Satz, in welcher Form auch immer, irgendwo lesen oder hören solltet, dann ist mein gut gemeinter Rat ganz einfach – Hier ist zumindest Skepsis angebracht. Dieser Satz ist für mich nahezu angsteinflößend. Weil er irgendwie ja fast ein wenig schön klingt. Man läßt sich schnell dazu hinreissen, dem etwas künstlerisches oder tiefgreifendes abzugewinnen. “Ich mags einfach eher natürlich, ich bin kein Freund von Kunstlicht” … Aha … Wow … Ein Ästhet …?

Nein, da muß ich euch enttäuschen. Im Grund genommen sagen die meisten Fotografen, die sich selbst reine Available Light / Naturlicht Fotografen nennen, nichts weiter als “bitte bringt mich nicht in Situationen wo ich mit Blitz arbeiten muss, ich hab Angst vor den Dingern”. (Nicht alle, nur die meisten. Die andren haben nur nicht gut genug überlegt, ob es sehr gescheit ist, sich als “Available Light Fotograf” zu vermarkten… Aber das wäre ein eigener Artikel) Das ist auch garnicht SO unverständlich, weshalb ich vor längerem schon einen Artikel zum Thema Blitzangst geschrieben habe. Als Kunden müßt ihr das nicht unbedingt lesen und wissen, was ihr aber wirklich wissen müßt – Ein Fotograf bevorzugt eigentlich immer natürliches Licht. Sonnenlicht, zur richtigen Zeit, wenn es schön ist, kann durch keinen Blitz der Welt geschlagen werden. Aber ein Fotograf weiß mit Licht umzugehn. Natürlich, manche Fotografen arbeiten vorwiegend mit Naturlicht, so wie manche lieber mit Kunstlicht arbeiten. Das ist eine Stilfrage. Aber ein Hochzeitsfotograf bevorzugt immer natürliches Licht, kann aber wenn nötig gezielt an den richtigen Stellen auch Kunstlicht einsetzen und schließt das nicht von vornherein pauschal aus. Es macht jedenfalls nicht wirklich Sinn, dass ein Hochzeitsfotograf sich als Available Light Fotograf bezeichnet. Wenn doch – fragt zumindest mal nach.

BLITZEN BEI DER TRAUUNG IST (FÜR MICH) TABU

Verwirrend jetzt, ich weiß. Grad noch sag ich, ein anständiger Fotograf kann auch anständig mit Blitzlicht umgehn und dann das? Möglicher Weise ist das eine rein persönliche Geschmacksache, aber ich finde, bei einer Hochzeit hat ein Blitz nur in sehr wenigen Situationen etwas verloren. Keinesfalls aber bei der Trauung selbst. Eine aktuelle Spiegelreflex- oder Systemkamera kombiniert mit einem lichtstarken Objektiv kann auch in einer etwas düsteren Kirche noch sehr schöne Bilder einfangen.

Dafür hats während eures Eheversprechens, des Ring ansteckens und vor allem bei eurem Kuss danach nicht 500 mal geblitzt. Für mich jedenfalls wäre das absolutes Tabu. Es reicht schon, dass Freunde und Familie die ihre Kameras nicht im Griff haben vermutlich oft genug den Raum erhellen. Womit wir überhaupt schon beim nächsten – für mich – sehr wichtigem Punkt wären:

DISKRETION!

Mir wird ganz warm, aber die unangenehme Version von warm, wenn ich sehe welche “Entertainer” manche Fotografen bei Hochzeiten sein wollen. Da läuft der oder die Einzige, die niemand wirklich kennt, mit einem mords Fotoapparat durch die Gegend, Blitzt in einer Tour und redet dann auch noch ständig dazwischen. “Bitte, hier mal kurz herschaun, ja so is schön, vielleicht a bissl freundlicher noch, hm,… die Hand dort bitte …” PSCHT!

Für mich ist ein wirklich guter Hochzeitsfotograf so unauffällig wie möglich. Momente kann man nur einfangen, wenn man möglichst wenig selbst daran teilnimmt und diese Momente nicht verfälscht. Und kein anderer Tag ist voller mit Momenten, als ein Hochzeitstag. Natürlich kann man diese Eigenschaft im Vorfeld nur schwer abtesten. Aber man kann einen Fotografen durchaus darauf ansprechen, dass man sich jemanden wünscht, der die Momente einfängt, keinen Hochzeitsanimateur.

WER BILLIG KAUFT, KAUFT FRUST

Wenn euch etwas daran liegt schöne Fotos als Erinnerung an diesen Tag zu haben, dann überdenkt mal die Wertigkeit dieser Bilder. Viele Brautpaare geben für das Essen bei ihrer Hochzeit ein vielfaches dessen aus, was der Fotograf kostet. Und sie bestellen das Essen auch um Monate früher als den Fotografen. (Warum ein guter Hochzeitsfotograf auch gute Preise verlangt, dazu kommen wir später noch, keine Sorge) Warum sollte das Essen eines Abends, das in 1-2 Stunden verputzt und mit Hektolitern an Alkohol weggespült wird erheblich mehr Wert sein, als die Fotos die Ihr (so ihr das Versprechen das ihr euch gebt auch haltet) den Rest eures Lebens anschauen werdet.

Wer hat nicht schon mal eine Hochzeit erlebt, bei der ein Freund oder Verwandter der Familie, der selbst begeisterter Hobbyfotograf ist, weitaus bessere Bilder abgeliefert hat, als der gebuchte Fotograf. Meistens liegt das eben daran, dass der Amateur, der für die Fotografie brennt, wesentlich mehr Liebe ins Detail steckt, sich darauf konzentriert Momente zu sehen und einzufangen. Auch wenn die möglicher Weise nicht immer technisch korrekt sind, die Bilder haben Leben und geben den Tag wieder. Und darum gehts bei Hochzeitsfotos. Wenn man genauer nachfragt, stellt man meistens fest, dass der gebuchte Fotograf oft unter € 1.000,- für den ganzen Tag verlangt hat. Und selbst wenn man “nur” € 700,- für einen Fotografen gezahlt hat, ist es beim Fenster hinausgeworfenes Geld, wenn man mit den Ergebnissen nicht zufrieden ist. Für 700,- kriegt man eine Menge Zeug.

Macht euch nichts vor und laßt euch vor Allem nichts vormachen. Ein guter Hochzeitsfotograf, der von seinem Beruf leben kann (und man kann nur gut in seinem Beruf sein, wenn man davon leben kann, das hat eine gewisse Logik) wird für einen Tag (~8 Stunden und ca. 150-200 bearbeitete Fotos, manche liefern auch wesentlich mehr, ich messe Qualität aber niemals an Quantität und würde im Zweifelsfall lieber 150 wirklich gute Fotos nehmen als 500 halbherzige.) ab € 2.000,- verlangen.

“NA, DEN STUNDENLOHN HÄTT ICH GERN!”

Dieser Denkfehler trifft nicht nur Hochzeitsfotografen, sondern alle Mitarbeiter so ziemlich jeder Kreativbranche. Deshalb tu ich euch und mir jetzt mal eine kleine Rechenübung an und widme dem Thema Kosten ein wenig mehr Zeit. Um die Rechnung zu vereinfachen, nehmen wir mal an, der Fotograf hat inkl. An- und Abreise 10 Stunden bei der Hochzeit zu tun und verrechnet dafür € 2.000,-. Damit ist dann ganz klar – der hat einen Stundenlohn von € 200,-. Und das ist natürlich vollkommener Unsinn.

Ein Hochzeitsfotograf (wie jeder andere Fotograf auch) ist eine kleine Firma. Eine Firma, die Ausrüstung anschaffen muss (und die ist absolut nicht günstig) die Aufwände außerhalb der verrechneten Stunden hat (Büro und/oder Studio, Auto, Computer, Software, Organisation, Website, Buchhaltung, Werbung, Assistenten, Ausrüstungswartung, Weiterbildung, usw) und die nicht nur das Alles finanzieren muss, sondern am Ende des Tages auch noch Geld zum Überleben braucht. Beim Essen im Restaurant zahlen wir ja auch ganz selbstverständlich nicht nur den Materialwert der Schnitzerl. Da hängt der Koch, der Kellner, das Geschirr, das Besteck, die Möbel,… Ihr wißt worauf ich hinaus will.

Ich hab mir mal die Arbeit angetan, die Kosten für ein anständiges Equipment zusammenzurechnen. Basierend auf durchschnittlichen Verleihpreisen diverser Kameraverleiher in Österreich. Ausgehend von 2 Kameras (einerseits weil damit 2 verschiedene Optiken sehr schnell eingesetzt werden können, andererseits weil ohne Backup Kamera nicht sichergestellt ist, dass die gesamte Hochzeit auch wirklich drauf ist. Kameras werden – wie jedes andere technische Gerät – von Zeit zu Zeit mal kaputt. Wäre doch blöd, wenn das grad 30 Sekunden vorm Ja-Wort passiert und der Fotograf nur eine Kamera dabei hatte) dazu ein paar Optiken (sowohl Zoom- als auch Fixbrennweiten) eine kleine Blitzanlage mit Lichtformern für die Brautpaar-Fotos und diverses Kleinod (Filter, Batterien, Reflektoren, Kabel, Taschen usw..). Da kommen wir sehr rasch auf € 600,- die der Fotograf bei einem Verleih für sein gesamtes Equipment für einen Tag bezahlen müßte. Je nach Qualitätsmaßstab auch einiges mehr. “Aber, das zahl ich doch nicht, der hat doch sein eigenes Equipment“, hör ich schon die Zwischenrufe 🙂 Ja, klar, aber das mußte er oder sie (sofern es nicht vom berühmten LKW gefallen ist) auch kaufen. Für das Equipment aus meinem Rechenbeispiel muß er ca. € 20.000,- ausgeben. (Nein, wir sind dabei noch lange nicht bei “High-End” Equipment. Nennen wir das mal “gehobene Mittelklasse”) Und er wird manches davon von Zeit zu Zeit ersetzen müssen. Nach 4-5 Jahren im Dauereinsatz will eine Kamera z.b. spätestens ausgetauscht werden. Blitzlampen geben den Geist auf, genauso wie die teuren Akkus in Blitzanlagen… usw… Oh, versichern muss er die Ausrüstung ja auch noch. Was man da Alles vergessen kann 😉 Kurz gesagt, er muss seine Ausrüstung verrechnen damit er überleben kann. Man nennt das auch Kalkulation. Und ich garantiere euch, dass ein Fotograf der euch eine gesamte Hochzeit für 500,- Euro macht keinen blassen Schimmer von Kalkulation hat.

Vom Rest, also von den € 1.400,- die jetzt Theoretisch noch übrig sind, bleibt nach Abzug aller Steuern (Umsatzsteuer 20%, Einkommensteuer mindestens 38,333 %) und Sozialversicherungsbeiträgen (27%) in etwa die Hälfte (vereinfacht dargestellt, ich will hier ja auch kein Steuerberatungsbeispiel errechnen, sondern nur einen groben Überblick verschaffen. Also ca. € 700,-

Ganz grob überschlagen, sagen wir jetzt mal, wenn er/sie nicht nur gut, sondern auch noch sehr schnell ist, dann hat er/sie für die Hochzeit einen gesamten Zeitaufwand von etwa 25 Stunden. Inklusive Vorgespräch, An- Abreise, Vorbereitung, Bearbeitung der Fotos, Versand und Archivierung. Macht einen Stundenlohn von ca. € 28,-. Klingt ja garnicht SO übel, da gibts doch schlimmere Jobs, richtig? Ich möchte aber noch zu bedenken geben, dass wir die oben erwähnten Aufwände wie Computerausrüstung, Software, Festplatten, Büro/Studio Werbung, Website, Buchhaltung, Organisation, Weiterbildung usw. hier nicht abgezogen haben! (Fotografen kalkulieren sowas ungern und selten bis ins letzte Detail, weil wir dann nämlich weinen müssen, wenn wir Schwarz auf Weiß vor uns sehen, dass wir mit der Reinigung von Sanitäreinrichtungen oft bessere Stundensätze hätten. Wofür wir allerdings nicht jahrelang schuften müßten um überhaupt gut genug zu sein. Weshalb wir dieses Beispiel auch mit 25 Stunden und nicht mit den vermutlich realistischeren 35 oder mehr Stunden rechnen werden)

Warum ich so ausführlich geworden bin und auf diesen Punkt so viel Wert lege, ist inzwischen hoffentlich klar. Ein seriöser Hochzeitsfotograf, der Qualität abliefert und von seiner Arbeit leben will, (ohne einen Nebenjob anzunehmen oder sich permanent an der Grenze zum Burnout zu befinden während er in seinem unbeheiztem Studio schlafen muss) kann es sich einfach nicht leisten, billiger für euch zu arbeiten.

Klar kann ich jetzt die Fotografen hören, die meinen, es wäre eine Frechheit von mir zu behaupten, jemand der für € 700,- eine ganze Hochzeit fotografiert, kann keine gute Arbeit abliefern. Aber so leid mir das tut, genau das ist der Fall. Ich behaupte das nicht nur, ich weiß das. Für € 700,- kann ein Fotograf nur mit günstigem Werkzeug anreisen und sich keine Zeit dafür nehmen mir wirklich schöne Fotos zu machen. Und ich weiß auch, dass er bei diesem Honorar unmöglich viel Geld und Zeit in sich selbst und seine Arbeit investiert haben kann. Aber genau das erwarte ich. Jemanden, der weiß was er tut und der nicht bei meiner Hochzeit übt. Also nochmal – wer zu billig anbietet kann keine gute Arbeit liefern. So wie Mc Donalds nun mal für einen Euro keinen Tafelspitz von Plachutta mit Beilagen aus dem Drive In schmeissen kann.

DIE NEWCOMER AUSNAHME

Weil ich darauf jetzt schon einige male von Kollegen angesprochen wurde – “Ja aber was ist mit den Newcomern, die eigentlich gut sind, aber noch kein Portfolio haben, was sollen die denn verrechnen, denen zahlt das doch nie jemand.” Das stimmt. In diesem Geschäft muss man sich erst mal ein Portfolio erarbeiten, damit man übliche Preise bezahlt bekommt. Und mit etwas Glück findet ihr so einen Newcomer auch. Aber wie das mit Glück so ist – damit sollte man nicht kalkulieren. Ihr kalkuliert euren Familienhaushalt ja auch nicht mit einem Lottosechser, nur weil es den gibt. Wenn ein Newcomer gut ist, dann wird er mit jedem Job seinen Preis heben und relativ rasch die marktüblichen Honorare verrechnen.

ONKEL FRITZ IST KEINE LÖSUNG

Ich möcht mich erst mal bei jedem Fritz, der das hier liest, entschuldigen. Das ist wirklich nicht persönlich gemeint. Onkel Fritz ist einfach eine Kunstfigur. Ok? Aber wir kennen sie Alle, egal ob sie Onkel Fritz, Franz, Ferdl oder einfach ein Freund des Brautpaares sind. Die Menschen, die “ja eh auch eine super Kamera besitzen”. Fragen wir den doch einfach ob er die Hochzeit fotografiert. Da wirds heikel. Zuerst mal lade ich euch zu einem simplen Gedanken ein: Wenn ich euch sage, dass ich einen fantastischen neuen Herd habe, seid ihr dann schon überzeugt davon, dass ich ein Haubenkoch bin und würdet ihr mir ohne weiteres die Gestaltung eures Hochzeitsmenüs übertragen?
Ich will ja garnicht abstreiten, dass es in manchen Fällen, mit einem sehr motiviertem Onkel Fritz, tatsächlich eine gute Idee ist, wenn der die Fotos macht. Allerdings würde ich das nur in Betracht ziehen, wenn Onkel Fritz selbst das anbietet. Und auch dann würde ich mich zuerst mal davon überzeugen, ob Onkel Fritz das wirklich kann und will. Möglicher Weise ist Onkel Fritz ja von der hinreissenden Brautjungfer so abgelenkt, dass er einfach mal einige Zeit lang vergißt was er mit der Kamera in der Hand eigentlich machen wollte. Ist ja auch nicht sein Job. Er ist ja auch ein Gast. Und es steht ihm durchaus zu, sich von der Brautjungfer ablenken zu lassen. Außer Tante Mizzi sieht das anders. Was sie vermutlich tut.

Macht euch klar, dass das richtig harte Arbeit ist. Nicht einfach nur bei einer Hochzeit sein und ein paar Fotos machen. Niemand wird gern zu sowas verdonnert. Der Fotograf macht mehr Kilometer zu Fuß an dem Tag, als die gesamte Hochzeitsgesellschaft zusammen. (Und damit übertreib ich vermutlich nicht mal.) Er schleppt dabei einiges an Gewicht auf seinen Schultern herum. Und er muss – wenn er gut ist und versucht so viele Momente wie möglich einzufangen – den ganzen Tag konzentriert sein. Es ist ein riesen Irrtum zu glauben, ein Hochzeitsfotograf ist ein weiterer Gast mit einer Kamera. Ich kann euch von den Hochzeiten die ich gemacht hab eines sagen – Selten war ich so erledigt nach einem Job, wie nach einer Hochzeit bei der ich fotografiert habe.

Der langen Rede kurzer Sinn – verleiht der Wahl eures Fotografen für die Hochzeit den richtigen Stellenwert, dann seid ihr nicht im Nachhinein enttäuscht, weil das einzige das (abgesehen von dem fantastischen Gefühl verheiratet zu sein und dem Ring am Finger) von dieser Hochzeit greifbar und sichtbar übrig bleibt, nicht so schön geworden ist, wie ihr das gerne gehabt hättet. Schlimmstenfalls endet das ganze in einem Disaster wie diesem ( – klick)! Und bucht rechtzeitig, die besten Fotografen sind oft schon ein Jahr im Voraus ausgebucht!

Gutes Gelingen und einen schönen schönsten Tag, mit vielen schönen danach 😉

  • Elena sagt:

    Ich finde, dass viele Paare das unterschätzen, wie wichtig ein guter Fotograf ist. Man gibt ja auch insgesamt recht viel für eine Hochzeit aus, Verlobungsring, Trauringe usw. dann möchte man auch schöne Fotos haben und da ist einfach ein Profi wichtig.

  • Danyel André sagt:

    Was das Blitzen während der Trauung angeht, da werden wir uns nicht einig 😉 Wer seinen Blitz nämlich zu beherrschen weiß, kann auch in einer Kirche dezent bleiben. Klar…wer nach dem Motto “immer direkt in die Fresse” blitzt, der stört. Aber wer ballert denn beim Ringtausch mit Dauerfeuer durch? Bevor ich lange rede…hier habe ich nen Artikel zum Thema: https://www.hochzeitsfotograf-mallorca.com/blitzen-der-kirche-ja-oder-nein/

    • Es geht nicht nur um “durchballern” mit dem Blitz. Für mich ist das ein intimer Moment, der von Blitz einfach gestört wird. Egal ob alle 2 Minuten oder alle 2 Sekunden (letzteres erhöht nur das Maß der Störung :)) natürlich kann das jeder sehen wie er will, ich finde einfach es ist beim aktuellen technischen Stand nicht mehr nötig und es gibt für mich wenige Argumente für einen Blitz in der Kirche. Und wenn schon, dann muss das mit dem Brautpaar abgesprochen sein.

  • Georg sagt:

    Toller Artikel. Du sprichst mir aus der Seele!

  • MarvinPszczola sagt:

    Hab das selbe Problem Windows 7 – Firefox und IE … nervt schon

  • Wo Schröder sagt:

    Kommt letzten endes auch einfach auf den qualitätsanspruch an. Aus meiner sicht gehts hier um hochzeitsfotos, nicht um das neue Vogue-Cover oder um Produktbilder für den neuen Bentley… Wollmer also die Kirche mal im Dorf lassen. 😉 Es sei denn natürlich es handelt sich um die hochzeit von prince Harry oder so. Aber für “durchschnitts-hochzeiten für durchschnittsverdiener” ist ein 20k-setup aus meiner ganz persönlichen Sicht übertrieben und man schiesst mit Kanonen auf Spatzen. Aber das sieht mit sicherheit jeder anders… ?

  • Benjamin Hartmann sagt:

    naja finde die 20000 nicht wirklich übertrieben…
    sagen wir
    2x D810 mit ersatzakkus und speicherkarten ~4200
    14-24 / 24-70 / 70-200 ~5000
    35/50/85 1.4 ~3300
    bist du mal auf 12500
    ohne auch nur einen aufsteckblitz oder spielerein… und von einer grösseren blitzanlage auch noch weit entfernt.. und einen computer brauchst du dann auch noch… einen monitor der dir farben richtig darstellt wäre auch nicht schlecht… 1-2 stative… nicht vergessen, deine anzughose, die du nach dem 2. oder 3. mal evtl vergessn kannst, weil du dich irgendwo reingekniet hast 🙂
    20 kommt so zirka hin würd ich mal sagen.
    und ja, man kann die festbrennweiten auch als 1.8 kaufen… aber man kann auch anstelle der d810 auch mit einer d4s oder jetzt d5 rechnen. denn letztens interressiert es deinen kunden nicht, ob dein foto nichts wurde weil dein equipment ungeeignet war, oder du das foto verbockt hast.. es ist kein foto da vom Tag der Tage.

  • Wetti Tante sagt:

    Bei mir klappt’s auch nicht

  • Dino Müller sagt:

    Ich versuche es per Handy. Evtl. liegt es daran?

  • Christian Anderl sagt:

    Komisch, bei mir klappts?

  • Dino Müller sagt:

    “Die gewünschte Seite konnte nicht gefunden werden.” ?

  • Christian Anderl sagt:

    Noch ein unfassbares Beispiel dafür warum ich diesen Artikel geschrieben habe … Genau so soll es nämlich NICHT enden – https://www.facebook.com/jaclynyjy/media_set?set=a.10153623323097099.1073741828.650062098&type=3&pnref=story

  • Christian Anderl sagt:

    🙂 Dir auch

  • Wo Schröder sagt:

    Lirum larum. Wie gesagt: grundsätzlich geb ich dir ja im grossen und ganzen uneingeschränkt recht mit deinem text. Nur eben das mit den equipmentkosten fand ich grenzwertig, daher war es mir ein anliegen, das relativierend zu erwähnen. Und das wort “billig” hast du ins rennen geschmissen, nicht ich. 😉 aber wir wissen ja, was jeder von uns meint. Schönen tach dir. 🙂

  • Christian Anderl sagt:

    Das meinte ich. Es macht grad überhaupt keinen Sinn drüber zu diskutieren welches Objektiv, welchen Blitz und welche Kamera man denn günstiger kriegt. Null Sinn 🙂 Und bitte nichts in den Mund legen das ich nicht sage, ich nenne nicht alles unter 20.000 billiges Equipment. Ich sage schon mehrmals – das ist ein Rechenbeispiel und ich nehme mein Equipment als Beispiel. Es geht günstiger und es geht noch viel viel teurer. Und völlig unabhängig davon, – hab ich auich schon mehrmals versucht zu sagen – ist das nicht der wesentlicheste Punkt dieser Kalkulation sondern nur ein Bestandteil. Demnach bringt diese Diskussion absolut nix, null, nada, wenn wir nicht jede erdenkliche Equipmentkombination bis zum erbrechen durchkauen wollen 🙂
    p.s.: ich hab nie gesagt ein “durchscnittlicher Hochzeitsfotograf” arbeitet mit solchem Equipment 😉 Ich sagte das ist anständige, solide Ausrüstung die nun mal Geld kostet. Anhand des Beispiels mit dem 50/1.4 das hier grad genannt wurde – ja, ich hab beide. Und ich kann aus Erfahrung sagen, das 50/1.4 ist ein fantastisches Objektiv und wenn man es nicht zu viel benutzt hält es auch lange. Aber im Dauereinsatz bei einem Hochzeitsfotografen wird es vermutlich fast jährlich neu angeschafft werden müssen, weil die Fokusringe aus Kunststoff sind und ausleiern. Anders ist so ein Objektiv aber zu dem Preis auch nicht herstellbar.
    Wie gesagt …. das können wir bis 2038 weiterdiskutieren, es tut aber nicht viel zur Sache und bringt keinen weiter, weil es endlos Möglichkeiten gibt diese Summe nach oben und nach unten zu drehn, das Honorar müßte trotzdem in einem sehr sehr ähnlichen Bereich sein und würde sich dadurch nur unwesentlich verändern.

  • Oskar Polak sagt:

    Ich glaub auch das bei deiner aufstellung viel dabei ist was zwar das fotografenherz freut aber die fotos kaum besser macht.
    Eine 6d hat die gleiche bildqualität, das 1.4 50mm, 1.8 85 mm tuts auch, dann hast auch noch geld für ein makro 🙂
    Bei sonne reflektoren, auf nacht systemblitze.
    Ein 10er ist noch immer weg, übrigens schau dir mal die fotografen im osten an, bei meinem schwager hat einer mit ner alten 7d tolle arbeit geleistet.

  • Jonas Veltman sagt:

    Stimmt etwas auf deiner Seite nicht oder liegt es an mir dass ich deine Seite nicht aufrufen kann?

  • Wo Schröder sagt:

    Aber alles unter 20k “billiges equipment” zu nennen, halte ich auch für sehr übertrieben. Als wenn ne mkii billiges equipment wäre… Naja egal. Ich wollte nur erwähnen, dass ich 20k für ein durchschnittliches beispielsetup für einen hochzeitsfotografen als deutlich zu hoch angesetzt empfinde. Zu dem rest des artikels sagte ich ja schon: gut und schlüssig argumentiert. Lg

  • Christian Anderl sagt:

    Aber abschließend, wie versprochen, die Aufschlüsselung. Und ja, wir gehn von hochwertigen Objektiven aus, nicht von günstigen, Lichtschwachen aus Kunststoff gefertigten. Denn den Unterschied sieht man sehr wohl deutlich in den Ergebnissen:
    2 x 5DmkIII – 7.000,- (Ja ich nehme bewußt den Preis den ich bezahlt hab als sie neu war, nicht den aktuellen, niedrigeren)
    1 x 24-70 II – 1.749,-
    1x 70-200 – 2.500,- (mein Neupreis, dürfte inzwischen günstiger sein)
    1 x 85/1.2 – 1.800,-
    1 x 50/1.2 – 1.400,-
    Profoto Location Kit B1 – 3.900,-
    Damit bin ich mit 4 Objektiven, 2 Bodies und 2 Blitzköpfen für die Portraits bei 18.349,-. Dazu kommen noch Stative, Taschen, Lichtformer, Speicherkarten, Backupfestplatten usw … Den Computer rechnen wir mal nicht mit rein ohne dem das alles keinen Sinn macht…..
    20 sind gar kein Problem. Ich hab das 24 und das 35mm Objektiv eh ausgelassen, sonst wären wir schon über 20k. Und wir nehmen auch 5DmkIII 2mal und nicht eine 1DxII um 6.500,- denn das wäre Oberliga 😉
    Bei weitem nicht unrealistisch also. Über tagesaktuelle Preise des Equipments kann man bei so einer Beispielkalkulation nicht diskutieren, sorry. Und “das kriegt man auch günstiger” ist ziemlich genau das selbe Argument, das Hochzeitsfotografen die 2.000 aufwärts verlangen oft genug zu ihrer Arbeit hören ….. aber du kennst den Artikel ja 😉

  • Christian Anderl sagt:

    Und hier wäre die Diskussion endlos leider 🙂 Niemand “braucht” einen Porsche. Aber wenn wir jetzt von billigem Equipemnt ausgehen ist es relativ sinnlos über gute Qualität zu reden. Jedes einzelne objektiv müssten wir jetzt durchgehen, ob denn ein Canon 70-200 wirklich unbedingt sein muss …… die mobile Blitzanlage, reicht denn nicht auch billiger, unzuverlässiger Chinanachbau …. Lichtformer usw … Und die 2.000 muss man nicht mit Ausrüstung rechtfertigen, es geht auch hier nur um ein Beispiel und faire Bezahlung. Nicht um Diskonter, nicht um Preisdrücker und nicht um die Verteifigung der Generation Geiz ist geil.
    Klar kann man auch mit einem 2.000,- Setup kommen und weniger verlangen. Manche kommen auch mit einem günstigerem analogem Setup und verlangen weit mehr, weil sie einfach gut genug sind … Ich behaupte ja nicht Pauschalantworten haben, die gibt es nicht, aber ich darf das wohl aus meinem eigenen Equipment als Beispiel verwenden, als bei weitem nicht übertriebenes das niemals in Frage kommt 😉 du kannst gern mal durchfragen wie viel die kompletten Setups guter Hochteitsfotografen kosten (inkl sämtlicher Taschen, Lichtsetup – auch hier nur als Beispiel, ein Set mit 2 Stück Profoto B1 ohne Stative und Lichtformer kostet in etwa 4.000,-)
    Also nochmal, diese 20.000 sind ein grobes Beispiel das selbstverständlich in beide Richtungen variieren kann (ja, vereinzelt nehmen sogar Hochteitsfotografen für die Passfotos Phase one oder hasselblad mit und dann wirds richtig teuer ;)) und der Preis des Fotografen orientiert sich NICHT an den Kosten seines Equipments sondern daran wie gut er ist. Das im Artikel ist eine Beispielkalkulation, nichts weiter.

  • Wo Schröder sagt:

    Wenn es darum geht, eine Fotografengage von min. 2.000.- zu rechtfertigen, dann finde ich das nicht nebensächlich. Schliesslich ist das ein wesentlicher punkt in deiner Argumentation. Einigen wir uns darauf, dass man gut und gerne 20k ausgeben KANN, wenn mans denn nötig hat. Ähnliche diskussion, ob man eher einen Skoda oder doch nen Porsche fährt. Mit beidem kann man gut von A nach B fahren. Man braucht also nicht unbedingt nen Porsche. 😉

  • Christian Anderl sagt:

    Wo Schröder ja hätte iii werden sollen, ein i verloren 🙂
    Ich schreib dir gern eine Liste bei Gelegenheit wie ich ganz leicht auf 20 komme. Es ist unterm Strich aber auch relativ nebensächlich ob mit 13, 20, oder 25 gearbeitet wird, es geht hier um eine Beispielkalkulation, keine allgemein gültige Pauschalrechnung. Es gibt Fotografen die mit 7.000 Equipment auskommen und solche die 50.000 im studio liegen haben. Nur ein Beispiel, nichts worüber man lang diskutieren könnte. Denn ich zB komm mit den 20.000 nicht durch. Wird also schwierig werden mich zu überreden, dass 20k maßlos übertrieben ist 😉

  • Wo Schröder sagt:

    N Mark 2-body kostet mittlerweile unter 1000.-. Selbst wenn du die Mark 3 meinst, die 3.200.- kostet, komm ich in meiner addition nicht mal annähernd an die 20k. Ja gut, wenn man mit nem Arsenal von 20 Objektiven angereist kommt, klar. Halt ich aber für wenig realistisch. Die Fotografen, mit denen ich bisher gearbeitet habe, haben ihre 3-4 lieblingsobjektive. Ich bleib dabei: 20k ist maßlos übertrieben… Mit mkii bin ich weit unter 10k, mit ner mkiii bei vielleicht 12-13k. Aber niemals 20k.

  • Christian Anderl sagt:

    Auch das ist Profi, nur eben dslr und nicht gleich Mittelformat oder Bodies wie zB 1Dx. Wir gehn von zB 2 x 5Dmkii Body aus. Plus L objektivpalette, mobiles Blitzsystem usw … Stell dir gern eine Liste zusammen 🙂 und im studio, kanns noch viel mehr sein 😉

  • Wo Schröder sagt:

    Grundsätzlich alles richtig und schlüssig, aber: 20.000,- für eine mittelklasse-foto-ausrüstung??? Die kalkulation hätte ich gerne mal aufgeschlüsselt… Das erscheint mir doch sehr übertrieben. Profi mit Studio-Equipment: ok. Aber ein portable set für hochzeiten? Never…

  • Christian Peter sagt:

    Danke – Artikel triffts ins Schwarze. Passt zu meinem Artikel.

  • Martina Schurian sagt:

    Oh ja… Ich bin da ganz bei euch. Ich lebe nun von der Fotografie seit 2014 aber den Wind spür ich heuer extrem. Man muss sich abheben, weiter machen und seinen Weg gehen… Und das ist nicht nur in der hochzeitsfotografenbranche so, sondern generell im fotografengewerbe.

  • Michael Holzem sagt:

    Punkt. Mehr muss man zu Deinen Worten nicht sagen.

  • Christian Anderl sagt:

    Stimmt, aber zu billig gabs schon immer und auch Kunden dafür. Diese Kunden würden so oder so NIEMALS einen fairen Preis zahlen, waren also nie wirklich potenzielle Kunden.und die nebenberuflichen die unter 1000 anbieten werden spätestens nach 3 Jahren sich feststellen, dass Steuer und sva alle Verdienste zusammenzählen und davon dann kassieren. Und das Equipment muss ja auch jemand zahlen…. Lang sind solche nebenberuflichen selten auf dem Markt. Entweder die steigen um auf Vollzeit oder sie hören auf.

  • Da Steve sagt:

    Wahre Worte. Es sei jedoch gesagt, dass Fotografen, die Hochzeiten um unter 1000 Euro machen, meist nicht davon leben müssen. Das ist momentan das grundlegende Problem der Vollzeitfotografen. Wer sein Hobby zum Nebenberuf macht, kann es sich eben oft einfach leisten anders zu kalkulieren, da ja die Miete der Hauptberuf bezahlt. Dass die Ergebnisse und Professionalität von spezialisierten Hochzeitsfotografen meist deutlich über den “Newcomern” liegen, will ich nicht bestreiten, trotzdem wird es für den “echten” Fotografen immer schwerer, eine für ihn faire Entlohnung zu argumentieren. Ich denke aber, dass sich Qualität längerfristig durchsetzen wird und es auch Kunden geben wird, die dafür gerne etwas mehr zahlen.

  • Kathy Tschernitz sagt:

    Wer i donn schaun (Y)

  • Wolfgang Haselberger sagt:

    super geschrieben Kathy! Musst lesen wenn Zeit hast! U0001f44d

  • Dino Müller sagt:

    eMail ist raus!

  • Christian Anderl sagt:

    Dieses Windows …… 🙂

  • Corinna Vatter sagt:

    Bei mir auch! PC – Windows – Firefox!

  • Christian Anderl sagt:

    Kein Problem, danke!

  • Dino Müller sagt:

    Ja klar. Dauert aber evtl. bis heute Abend.

  • Christian Anderl sagt:

    Das ist neu. Danke für den hinweis. Wärst du noch so nett und würdest mit einen Screenshot davon schicken? An office@christiananderl.com, das wär sehr nett. Danke

  • Dino Müller sagt:

    Nein, unter Windows. Hab auch zwei verschiedene Browser probiert. Ist im Firefox und im IE abgeschnitten.

  • Christian Anderl sagt:

    Das Problem gabs mal, ist aber eigentlich beseitigt. iPhone? Einfach mal quer halten hilft inzwischen 😉

  • Dino Müller sagt:

    Ist nur bei mir der Text auf der Webseite unlesbar, weil rechts abgeschnitten?

  • Sandra Schartel sagt:

    Perfekt auf den Punkt gebracht U0001f609

  • Maria Kern sagt:

    Tristan: vll interessant für dich?

  • Adrian Thommes sagt:

    Ja entweder man setzt sich Jahre damit auseinander, wobei ich mich nie Fotograf nennen würde auch wenn ich es wahrscheinlich ganz gut kann ?
    Aber alleine in unserem Umkreis kenn ich so viele schlechte ?

  • Manuela Brunner sagt:

    Conny Grasel schau mal! Sehr guter Artikel!

  • Adrian Thommes sagt:

    Gibt ja auch in jedem Ort 10 Fotografen

  • Jörg Gaßner sagt:

    Mir sind die unheimlich die mit Photografie … ein Privates Profil verschönern mit den 3 besten Bildern der vergangenen Zeit.
    (Sorry Facebook hatte mich gerade unterbrochen ich wollte noch weiterschreiben).
    Es ist genauso schlimm wie wenn jemand mal an einem Auto rumbastelt und sich dann Automechaniker nennt. Genauso ist es auch mit denen die sich eine Kamera kaufen und denken sie könnten fotografieren und setzen das in ihrem Namen bei Facebook rein. Ein Fotograf muss eine fundierte Ausbildung haben und sich auch ständig weiter entwickeln und nicht nur knipsen.

  • Adrian Thommes sagt:

    Vieles stimmt wohl aber Preiskalkulationen da frag ich mich auch öfter wie manche das machen,.. Sie waren in Mathe eher Kreide holen

  • Matthias Wohlgemuth sagt:

    Liz Henz interessant

  • Nina Maria Krzyzanski sagt:

    Selbst für die, die selber gern mal sowas machen möchten, mehr als lesenswert! Toller Artikel, der einem “nur” sagt, wie man zu tollen Hochzeitsbildern kommt! Ich heirate zwar nicht, also noch nicht, aber der Artikel wird mir mit Sicherheit im Hinterstübchen verbleiben! Danke!

  • Birgit Ebster sagt:

    Nikolaus Faistauer – mußt einmal lesen. TOP!

  • Mario Schiffer sagt:

    Alexander Kindermann mal lesen . Sehr gut!!

  • Mario Schiffer sagt:

    Alexander Pohl sehr guter Artikel!!

  • Julian Haghofer sagt:

    Christian Anderl top (y)

  • Serkan Özdogru sagt:

    Ich bin Onkel Fritz,hehe.

  • Rene Pfeifenberger sagt:

    WORD! (y) (y) (y)

  • Kerstin Fuchsjäger sagt:

    Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast .. super geschrieben 🙂

  • Andreas Oestereich sagt:

    Du sprichst vielen Fotografen aus der Seele! ?? danke.

  • Lisa Berger sagt:

    Gut geschrieben, danke!

  • Kathrin Roth-Schädlich sagt:

    Aaaaaawh Danke Ihr Lieben

  • Steffen Individuell sagt:

    Danke für die Tipps, wir haben für unsere Hochzeit im nächsten Jahr schon die ganz wunderbare Kathrin Roth-Schädlich von Der Rothe Faden gefunden. Wir sind vollauf begeistert und freuen uns schon auf mind. 2 weitere Shootings im nächsten Jahr. Wir können sie wirklich ans Herz legen.

  • Michael D sagt:

    Gut geschrieben…. Ich würde mich aber zu der Newcomer Ausnahme zählen und werde demnächst ein Nebengewerbe anmelden und “marktübliche Preise” verlangen 😮

  • AdrianHudalla sagt:

    Richtig gut!!

  • @Marc Krischak Danke Marc! Super Seite, ist gebookmarkt. Sollte ich jemals wechseln, komm ich auf dich zurück 😉

  • Veronika 'Mia' Pohanka sagt:

    Danke!

  • PM | Visions sagt:

    Danke für die Mühe, liest sich gut! Wurde selbstverständlich auch direkt geteilt.

  • Nadja Osieka sagt:

    Jup alles wieder gut

  • Christian Anderl sagt:

    Da gabs ein Problem in den Kommentaren, ist behoben

  • Christian Anderl sagt:

    Da gabs ein Problem in den Kommentaren, ist behoben

  • Christian Anderl sagt:

    Ja das war wirklich nicht ganz so einfach 😉 Wir haben uns für Birgit Hart Fotografie entschieden und schlafen seither sehr sehr ruhig 😉

  • Da gabs offensichtlich ein Problem mit einem Bild in den Kommentaren, das die ganze Seite breitgezogen hat :-/ Ist behoben!

  • Da gabs offensichtlich ein Problem mit einem Bild in den Kommentaren, das die ganze Seite breitgezogen hat :-/ Ist behoben!

  • Nadja Osieka sagt:

    Hallo Christian, bei mir wird der Text rechts abgeschnitten. Aufm iMac 27 Zoll in Safari

  • Steffi Ste sagt:

    ja so ist nicht nur mit dem Fotografen sondern auch mit dem Floristen der auch mit seinem können die Hochzeit schöner macht! ich hab auch noch nie ein Foto von einem Brautpaar mit Schnitzel gesehn sondern immer nur mit dem Brautstrauß! 🙂

  • Veronika 'Mia' Pohanka sagt:

    hmm bei mir verdeckt die “about christian” spalte rechts die hälfte vom Text?? 🙁 kann ich die wo wegklicken?

  • Christian Anderl sagt:

    Danke 🙂

  • Marie Chen sagt:

    guter schreibstil. gefällt mir-button

  • Thomas Bierbaumer sagt:

    Noch schlimmer stell ich mir die Wahl vor wer DEINE Hochzeit fotografiert! 🙂

  • Günter Hemer sagt:

    Niemals würde ich eine Hochzeit als Amateur fotografieren …. Höchstes als Assistent des Profis um was zu lernen.

  • StefanSteinbach sagt:

    Nagel auf den Kopf würde ich sagen 😉
    Ich hab jetzt auch schon ein paar HZ hinter mir, während der Ausbildung und danach auch noch ein paar.
    Teu teu teu ist bis jetzt immer alles gut gelaufen und die Paare waren meist auch echt der Hammer und haben den ganzen Spaß mitgemacht den ich von ihnen abverlangt habe .
    Heute fotografiere ich keine HZ mehr, das Risiko wenn mal was schief läuft ist echt zu hoch, wenn nicht sogar dein Ruin. Das zweite was echt nervt (bitte nicht böse nehmen), sind Verwandte Bekannte. Weil man die ja jetzt nicht unbedingt anbrüllen will und verpi… euch sagen kann kommt man sich manchmal vor wie ein Paparazzo am roten Teppich 🙂 .
    Schöne Grüße
    Stefan

  • Evelyn Mazanke - Foto-Augenweide sagt:

    ….ich will nie und werde immer “genötigt” 🙂 🙂 🙂

  • Evelyn Mazanke sagt:

    Ach, ist das herrlich zu lesen, allerliebst und genauso ist 🙂

  • Erik Wellmann sagt:

    Jahrzehntelang ärgern ist gut, wo doch die meisten Ehen schneller geschieden werden, als man Fokussieren kann 3:) … aber ich würde mich auch nicht trauen, eine Hochzeit zu fotografieren. Nur als Begleiter eines Profis, quasi hospitieren 🙂

  • Hi Christian, 
    Da sprichst du mir als Hochzeitsfotograf wirklich aus der Seele! Die Punkte unterschreibe ich allesamt! Vor allem der Punkt, dass Hochzeiten Fotografieren auch körperliche Belastung ist, vergessen viele ziemlich schnell. Leider habe ich auch oft das Gefühl, dass sich auch viele (oft Einsteiger in die Thematik) Fotografen nicht ganz klar sind was für eine riesen Verantwortung sie von den Brautpaaren auferlegt bekommen und welche Tragweite ihr Auftrag für alle Teilnehmer besitzt. Falls du doch mal ins Lager der Hochzeitsfotografen wechseln willst, schau doch mal vorbei: http://www.blog.marc-krischak-wedding.com 😉 Mach weiter so, ich verfolge deinen Blog und deine Bilder sehr gerne! Liebe Grüße

    Marc

  • Hi Christian, 
    Da sprichst du mir als Hochzeitsfotograf wirklich aus der Seele! Die Punkte unterschreibe ich allesamt! Vor allem der Punkt, dass Hochzeiten Fotografieren auch körperliche Belastung ist, vergessen viele ziemlich schnell. Leider habe ich auch oft das Gefühl, dass sich auch viele (oft Einsteiger in die Thematik) Fotografen nicht ganz klar sind was für eine riesen Verantwortung sie von den Brautpaaren auferlegt bekommen und welche Tragweite ihr Auftrag für alle Teilnehmer besitzt. Falls du doch mal ins Lager der Hochzeitsfotografen wechseln willst, schau doch mal vorbei: blog.marc-krischak-wedding.com 😉 Mach weiter so, ich verfolge deinen Blog und deine Bilder sehr gerne! Liebe Grüße

    MArc

  • Jo Hann sagt:

    Ich bin jetzt (nach vielen
    Jahren) noch immer verärgert mir “damals” keinen gscheiten Fotografen
    geleistet zu haben … jetzt nützt aber leider das ganze Jammern nix mehr 🙁
    Ein bisschen muss man sich
    schon selber bei der Nase nehmen und Christians Artikel nicht als “so ist
    es und nicht anderl … äääh anders” 🙂 betrachten. Natürlich gibt es
    Spielraum. Nach oben und unten. Wie viel Spielraum muss aber jeder selber
    wissen:
    Will ich die Bilder in
    Jahrzehnten noch anschauen und begeistert sein, oder reicht es mir, dass ich
    die Bilder in Jahren noch “nett“ finde, oder, so wie es mir geht, dass die
    Bilder in einem Schuhkarton im Keller liegen, der mittlerweile ganz schön
    verstaubt sein muss (hab’ ihn leider schon Jahre nicht mehr aufgemacht … aus
    gutem Grund).
    Ich für meinen Teil, wenn
    ich “Hochzeitsfotografie” höre, habe sofort immer diese beiden im
    Kopf: http://www.paulliebtpaula.de/ … aber so was kostet halt und ist mit 2000,– nicht abgetan. Ich
    würde aber, stünde ich noch mal vor der Wahl, alle Hebel in Bewegung setzen um
    solche oder ähnliche Hochzeitsbilder zu bekommen. Ist aber sicher auch nicht
    jedermanns Geschmack. Deshalb, siehe oben, jeder muss sich selber bei der Nase
    nehmen …
    BTW: Will hier aber jetzt keine Linkorgie herauf beschwören!

  • Roland Fankhauser sagt:

    einfach *Daumen hoch* (Y)

  • Picco Kellner sagt:

    Machst da auch selber die fotos? Wär cool. Frage: Wollen die die anwesende zur frau nehmen? Du:und jetzt lächeln!

  • Christian Anderl sagt:

    Ich kann ja verstehen, dass du es kaum mehr erwarten kannst mich Schwiegersohn zu nennen, aber das Jahr wirst jetzt noch abwarten müssen, Papa 😀

  • Picco Kellner sagt:

    Wie wärs bei soooo guten fotos mit selber heiraten?

  • Christian Anderl sagt:

    Danke 😉

  • Reinhard Loher sagt:

    besser kann man es nicht weitergeben 🙂

  • Christian Anderl sagt:

    Danke Thomas!

  • Thomas Holzer sagt:

    der is echt gut geschrieben! (y)

  • @Stefan Simonsen Nichts zu danken. Aber danke für die Glückwünsche, wir freun uns schon drauf 😉

  • Martin sagt:

    dass ich als “Newcomer” und nicht-fulltime-photograph nicht diese von dir genannten Preise verlangen kann ist klar. Dafür habe ich eben auch (noch) nicht diese Fixkosten im großen Umfang. Ich finde es aber gut dass du dir diese Arbeit einer Aufstellung der möglichen Kosten angetan hast.

    Meine Erfahrung ist es auch dass selten einer versteht was alles dahinter steckt. Vermutlich gibt es noch mehr Kosten an die man nicht denkt (z.B. “Arbeitsgewand”, Backup der Fotos, Domainkosten etc.).

    Ich denke mir immer wenn ein Installateur o.ä. kommt und eine Arbeit ausführt, was das kostet. Und der verrechnet auch Material+Zeit, ist aber noch getaner Arbeit fertig und sitzt nicht noch anschließend am Computer (Buchhaltung ausgenommen).

    lg Martin

  • Hallo Christian,

    ich bin zufällig über deinen Artikel gestolpert. Kurz: Du sprachst mir aus der Seele.

    Wenn ich dann in den Kommentaren solche Beiträge wie von “Lena” lese, sieht man, wie sehr verzerrt leider die Wahrnehmung ist. Da vermute ich ganz schnell Leute dahinter, die zu einem fixen Stundenlohn fest angestellt sind und um 16 Uhr die Tür der Firma hinter sich zuziehen.

    Ohne unternehmerische Verantwortung und 70-Stunden-Wochen in der Hauptsaison. Ohne, dass sie teures Equipment anschaffen müssen – macht ja alles die Firma. Und ich bezweifle, dass diese Leute sich mindestens einmal im Monat die Frage stellen, ob sie in drei Monaten noch alle Ausgaben zahlen können.

    Da ist es natürlich klar, wenn man seine 11 Euro die Stunde so banal gegenrechnet 😉

    30 Hochzeiten im Jahr halte ich übrigens auch für sehr hoch gegriffen. Ich persönlich nehme nur eine Hochzeitsreportage pro Woche an, weil ich danach körperlich einfach durch bin. Und die zwischen 600 und 800 Bilder müssen ja auch noch einzeln und individuell bearbeitet werden…

    Setze ich bei jedem Foto nur 2 Minuten an, bin ich bei 800 Fotos schon bei 26 Stunden Bildbearbeitung. Soviel sitzen manche Leute in einer ganzen Woche nicht im Büro – und haben dann das Wochenende auch frei, statt noch 12-14 Stunden auf der nächsten Hochzeit herumzulaufen.

    Als Faustregel habe ich für mich gemerkt, dass auf jede Stunde am Hochzeitstag rund 2-3 Stunden andere Arbeiten kommen.

    Noch ein Wort zur Anfahrt: Natürlich ist das Arbeitszeit, auch wenn man dafür nicht volle Stundensätze berechnet. Und je besser / gefragter man ist, desto weiter fährt man dann auch.

    Und das muss der Kunde dann auch entlohnen, was sich in vermeintlich exorbitanten Honoraren widerspiegelt. Wenn ich zweimal vor und nach er Hochzeit irgendwo übernachte, sind drei Tage mit der Hochzeit und An-/Abreise futsch, an denen ich nichts Administratives machen kann. Und erst recht nicht privat Zeit verbringe.

    Also, vielen Dank für deinen Blogeintrag und alles Gute für deine Hochzeit / Ehe! 🙂

  • Stephan Kruse sagt:

    Zum Thema Blitz in Kirche: Auf den verzichte ich wirklich nur, wenn der Pfarrer was dagegen hat oder die Kirche tatsächlich auch Licht reinlässt. Die meisten Kirchen (vor allem katholische) sind eher dunkle Löcher. Da nützen auch lichtstarke Objektive und ISO6400 nix, weil das Licht nunmal nicht oder selten da ist, wo man es braucht. Wenn man dem Brautpaar erst mal den Unterschied gezeigt hat, zwischen diesen dumpfen natural light und einem geschickt eingesetzten indirekten Blitz, der Glanz in Gesichter zaubert, wollte noch keines meiner Brautpaare auf Blitz verzichten. Und wo indirekt nicht geht, wird halt gekonnt gemischt und mit dem Blitz aufgehellt. Ich habe in Kirchen auch schon mehrere Funkblitze verteilt genutzt und diese Fotos sehen hinterher immer besser aus, als irgendwie mit dem Licht klarzukommen, was da ist. Zumal man ja grade in der Kirche eben nicht die Personen arrangieren kann.

    Und den Satz: Freunde, die ihre Kameras nicht im Griff haben, der ja suggeriert, dass wenn man einen Blitz in der Kirche einsetzt, hat man seine Kamera nicht im Griff, ist doch arg snobbish. Im Grunde muss das ja jeder selber wissen, aber wer behauptet, dass man in der Kirche immer auf den Blitz verzichten soll, weil da schon irgendwie genug Licht da ist, einen Absatz vorher aber noch erzählt, dass man einen guten Fotografen daran erkennt, dass er Kunstlicht einsetzt, wann immer nötig, wirkt nicht sehr glaubhaft. Die allermeisten Leute glauben, dass es irgendwie aus Demut vor dem Ort nicht Angebracht ist, zu blitzen. Ist aber die falsche Demut. Als Fotograf will ich die beste Qualität liefern. Mit Brautpaar und Pfarrer reden, den Unterschied zeigen und los gehts.

    • Ich fürchte da verstehst du mich nicht ganz richtig, obwohl ich versucht habe es so deutlich wie möglich zu formulieren – Ich rede sicher nicht von Demut vor dem Ort. Es geht mir um den Respekt vor dem Moment und dem Brautpaar. Und klar würde jeder die geblitzen Fotos wählen wenn er die Wahl hat. Aber ist ihm / ihr dann auch klar, dass während der gesamten Trauung geblitzt wird? ich finde das nervt. Gewaltig. Ich (rein persönliche Meinung, hab ich auch angemerkt!) finde einfach, das ist ein Tag/Moment der für das Brautpaar ist. Vorher/Nachher/bei den Brautpaarfotos … alles kein Thema, da kann geblitzt werden was das Zeug hält. Aber einfach nicht bei der Trauung selbst. Das ist nicht “snobbish” (eigenartiges Wort :)) sondern einfach nur meine persönliche Meinung zur Trauung. Genauso wie ich einen Pfarrer der anfängt latein zu singen, zu beten, uns erzählt “das ist eigentlich ein Fest für Gott” und “wir sind alle Schuldige” einfach rausschmeissen würde 🙂

  • Benedikt sagt:

    Hallo Christian, hallo Zusammen,

    hier noch einen Nachtrag zu meinem Kommentar von vorhin.
    Was aus meiner Erfahrung heraus mindestens genau so wichtig ist; von den Preisen, handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten ganz abgesehen. (beide letztere setzte ich mal voraus)

    Was ist das überhaupt für ein Mensch – dieser Fotograf?
    Immerhin ist er an einem für mich sehr emotionellen Moment um mich. Verfolgt ständig das Geschehen. Wird mit meiner Verwandtschaft und meinen besten Freunden konfrontiert. Passt der überhaupt zu uns? Interessiert der sich überhaupt für meinen Partner und mich persönlich? Oder macht er einfach nur einen Job?

    An so einem Tag wie der eigene Hochzeitstag, da liegen schon mal die Nerven blank, da wird man schon mal schwach. Da ist große Freude, viel Emotion. Ich weiß, wovon ich rede. 🙂 Da möchte ich doch keinen Menschen um mich haben, der unmotiviert oder mir gar unsympathisch ist. Das geht ja gar nicht. Ich möchte mich wohl fühlen, aufgehoben wissen! Wenn das so ist, dann entstehen “supertolle” Fotos, weil ich mich öffnen kann.

    Also daher mein absolutes Muss:
    Ein ausführliches Vorgespräch, bevor ich den Fotografen buche. Wenn´s nicht direkt persönlich sein kann, dann wenigstens über Video-chat. Da merke ich ja dann, wie derjenige so drauf ist und ich habe eine Un- sicherheit weniger. Da merke ich ja auch, ob er sich für uns persönlich interessiert und viele Fragen stellt.
    Nebenbei kann ich mir dann z.B. auch Fotobücher anschauen und sehen, wie das wirkt.

    Das ist es, was mir als Hochzeitsfotograf wichtig ist und ich ich hoffe, es ist Eurem Hochzeitsfotograf/in auch wichtig. Ihr seid ganz individuell, mit ganz persönlichen Vorlieben und Abneigungen, Wünschen und Träumen. Wenn das Euer Hochzeitsfotograf/in “einfangen” kann, habt ihr einen super Fotografen/in. Dann habt ihr nicht nur an Eurer Hochzeit Spass sondern auch Wochen später, wenn Ihr Eure Bilder anschaut und die Gefühle wieder so da sind, wie ihr sie an “einem eurer schönsten Tage” 🙂 erlebt habt.

    Ich wünsche Dir lieber Christian und Euch eine supertolle Hochzeit und eine schöne Zeit.
    Herzliche Grüße Benedikt

  • Benedikt sagt:

    Hallo Christian,

    Du sprichst mir aus der Seele.
    Vielen Dank dafür.

    Herzliche Grüße Benedikt

  • Tom River sagt:

    Hi!
    Dem Artikel kann ich nur beipflichten. Die Kalkulation ist auf jeden Fall so richtig.
    Für eine Hochzeit müssen sehr viele Stunden aufgewendet werden und die laufenden Kosten sind nicht gerade unerheblich. Vorallem wenn man auch Miete für ein Studio zahlen muss. Letztendlich muss dann auch noch etwas zum Leben und für die Rente und diverse Versicherungen übrig bleiben.
    Hinzu kommt noch, dass der Beruf in den letzten Jahren von selbsternannten Fotografen überschwemmt wurde. Jeder der eine Kamera halten kann ist jetzt Fotograf.
    Ich kann auch ein paar Fliesen an die Wand kleben, bin ich dann schon Fliesenleger? Leider können viele Kunden den Unterschied zwischen einem guten Foto und einem Knipsfoto nicht unterscheiden obwohl das eigentlich ein Blinder sehen müsste. Zumindest aus der Sicht eines Fotografen.
    Da sind wohl viele Blind. Die Hauptsache Billig und die Fotos reichen ja aus.
    Am schlimmsten sind die “Fotografen” die einen normalen Beruf ausüben, damit sich Ihre Brötchen verdienen und nebenbei ein paar Hochzeiten für 400,00 € Tagessatz mit allen Daten auf einer CD machen. Natürlich ist da kein Studio vorhanden, schon garnicht eine Ersatzkamera oder Ersatzblitz.
    Fotografiert wird da sicher auch nur in JPG und die Bearbeitung beschränkt sich vielleicht in der Dichtekorrektur. Erklär das mal einem Kunden warum der das so günstig anbieten kann. Daher muss man sich ständig rechtfertigen. Leider sieht der Kunde meist nicht was bei einem Profi alles dahinter steckt und was man mit einem Profi noch mitbucht. Die Sicherheit schöne Fotos zu bekommen auch wenn die Kamera zwischendurch streiken sollte. Man hat ja auch eine Ersatzkamera. Jahrelange Erfahrung, aufwändige Retusche bei den im RAW erstellten Portraitaufnahmen, Datensicherung, fachkundige Beratung vor der Buchung und bei der Bildauswahl und vieles mehr.
    Außerdem beschäftigt sich der Berufsfotograf jeden Tag mit der Fotografie und arbeitet ständig an seinem Stil. Ein Hobbyfotograf hat da nicht so viel Zeit sich um sein Hobby zu kümmern.
    Schade ist nur, dass viele Profis nicht mehr von Ihrem Beruf leben können da von den Hobbyknipsern der Markt wirklich kaputt gemacht wird. Und solch Aussagen wie, da muss mein einfach bessere Aufnahmen machen als der Hobbyfotograf kann ich auch nicht mehr hören. Das sehen die Kunden oft gar nicht. Da zählt nur der Preis. Und von solchen Preisen kann kein Fotograf überleben.

  • Hallo Christian,

    sehr schön geschriebener Artikel zum leidigen Thema. Ich finde mich quasi in allen Punkten wieder, nur mit dem Blitzen während der Zeremonie werden wir uns nicht einig. Ich würde das nicht so pauschalisieren. Ich fotografiere hauptsächlich Hochzeiten auf Mallorca. Die Kirchen sind hier generell sehr viel dunkler als in Deutschland und manche Kirche ist sogar ganz ohne Fenster gebaut. Da kommt man um den Blitz leider nicht herum.

    Grundlegend meine ich aber auch: wenn man auf den Blitz verzichten kann, sollte man es tun.

    In diesem Sinne danke für den super Text und viele Grüße aus dem Süden.

  • Hallo Christian,

    gerade sehe ich, wie sehr geschätzte Kollegen von mir deinen Artikel lobend durch das Netz posten, also musste ich jetzt doch mal lesen und kann den nur beipflichten. Super Artikel und ein ganz großes Kompliment. Am meisten freut es mich auch, dass du kein Hochzeitsfotograf bist und das der ganzen Sache somit noch mehr Würze verleiht. Lass Dich nicht durch einige Kommentare beirren. Was noch alles notwendig ist um eine Hochzeit zu fotografieren wird von den wenigsten gesehen oder verstanden. Man denkt immer nur wir Hochzeitsfotografen leben ins saus und braus. Okay, ist auch so *zwinker*, aber dafür arbeiten wir auch durchschnittlich 200 bis 250 Stunden im Monat und so viel Gehalt ist es dann doch nicht.

  • Vielen Dank Manuel!

  • Manuel sagt:

    Großartiger Artikel, sehr detailreich, logisch und informativ!

    Hab mich jetzt auch durch alle Kommentare gekämpft und finde es absolut bewundernswert, mit welcher Ruhe und Gelassenheit (zumindest nach außen) du versuchst alles erneut und zum zweiten und zum dritten mal zu erklären. Manche lesen scheinbar nur dir Überschrift und die ersten paar Zeilen bzw. Absätze und lassen dann gleich mal ihren Frust raus 🙂

    Gratulation zu deiner Arbeit und danke für den tollen Text!

    LG Manuel

  • Hallo Christian,

    ein wirklich hervorragender Artikel den ich in komplett so unterschreiben würde. Ich werde gerne auf diesen Artikel verweisen.

    Beste Grüße aus Leverkusen,
    Marc

  • Nadine sagt:

    Hallo Christian,

    vielen Dank für diesen tollen, knackigen Text der einfach alles sagt, besonders Deine Ausführung zum Thema “Avaliable Light” finde ich super. Ich bin schon länger Fotografin und habe mich seit diesem Jahr (nach meiner Elternzeit) mich auf Hochzeiten fokusiert (ich hoffe an dieser Stelle, das meine Arbeiten vor Deinem Auge standhalten). Ich selbst kann ganz klar noch nicht von meiner Arbeit leben, obwohl ich dieses Jahr schon recht gut gebucht war. Aber ich kann schon eine Steigerung zu nächstem Jahr sehen…, ich denke es braucht einfach seine Zeit (1-2 Saisonen) bis man das Preisniveau erreicht hat, auf dem man arbeiten möchte. (Zum Glück habe ich da meinen Mann, der mit einem grundsoliden Job die Brötchen heimbringt und mir den Rücken stärkt).
    Die Konkurenz ist wirklich groß, aber im Endeffekt wird nur Der bestehen, der dauerhaft gute Qualität abliefert. Auf Nachfrage kann man bei mir übrigens auch komplette Hochzeiten einsehen. ….

    Nochmals Danke und liebe Grüße,
    Nadine

  • Georg Wagner sagt:

    Wie war das mit dem Nagel und dem Kopf?
    Besser hätte man es nicht schreiben können, auch wenn man das eine andere (wie z.B. Anzahl der Bilder) noch tiefer diskutieren könnte…

    Ich würde gerne den Artikel auf meiner Homepage (bin Hochzeitsfotograf) gerne verlinken.

    Hättest du etwas dagegen?

    • hi georg,
      ja klar könnte man einige punkte noch weitaus tiefer diskutieren. und grad bei der bildanzahl ists sicher gefährlich so pauschal zu urteilen. es gibt da sicher unterschiedlichste konzepte und herangehensweisen. ich kann eben nur für mich sprechen. und ich hätt lieber, dass jemand mir 150-200 wirklich schön ausgearbeitete fotos macht als 500 oder noch mehr runtergehudelte preset-bilder. was mach ich denn mit so vielen fotos. schaut sich kein mensch an 🙂 aber das mag geschmacksache sein.

      klar kannst du den artikel gern auf deiner seite verlinken!

  • das sagt aber doch eh alles, oder? wenn kindergartenfotografen nur jammern, dann kommen sie wohl kaum mit den honoraren klar, obwohl sie billigere ausrüstung verwenden. und dass sich hochzeitsfotografen rechtfertigen müssen, liegt wohl eher daran, dass sie mit eben solchen vorurteilen konfrontiert sind.

    und ich sags nochmal, obwohls eigentlich einleitend schon im artikel steht, aber anscheinend ist das nicht deutlich genug – ich bin kein hochzeitsfotograf. nur ein kommerzieller fotograf der selbst für seine hochzeit einen fotografen buchen wird und im zuge dessen wieder mal drauf aufmerksam wurde, welche verwirrungen da herrschen. der artikel ist nur ein versuch auch mal eine andre perspektive ins spiel zu bringen. und diese kalkulation hat selbstverständlich keinen anspruch auf detailgenaue vollständigkeit. es bleibt ja auch jedem selbst überlassen wie genau er das anstellt. die soll einen groben überblick verschaffen und mal kurz zum nachdenken anregen wie viele punkte ein fotograf in seine kalkulationen einzuberechnen hat um zu überleben. und das tun nicht sehr viele, in diesem geschäft überleben. woran mag das wohl liegen. vermutlich nicht daran, dass sie zu viel verdienen 😉

  • suci sagt:

    Ich kenne von Handwerkern und Dienstleistern, dass die die Anreise pauschal berechnen. Das mittelt sich dann über das Jahr und wird nicht in jeden einzelnen Auftrag gerechnet. Dazu ist das keine “qualifizierte” Zeit.

    Ein Fotograf, der 2000,- pro Hochzeit verlangt, macht sicher auch 60000,- Umsatz im Jahr, was eben 30 Hochzeiten entspricht. Ich habe der Einfachkeit halber alle Shootings in Hochzeiten umgerechnet. Die Neuanschaffung der Ausrüstung ist insoweit berücksichtig, als dass in der KLR die Nutzungsdauer auf 3 Jahre angesetzt wird und nicht die 5 Jahre aus der Steuer. Auf jeden Fall halte ich 10% Materialanteil für realistisch.

    Das man auf jeden Fall vierstellig in einen Hochzeitsfotografen investieren muss, ist mir natürlich klar. Ich wollte nur darauf hinaus, dass bei Hochzeiten großzügiger kalkuliert wird als bei anderen Terminen. Es ist eben auffällig, dass Kindergartenfotografen nur jammern und Hochzeitsfotografen sich nur rechtfertigen. 😉

  • suci sagt:

    Ich finde die Kalkulation ist etwas ZU simpel…
    1. Fahrzeit ist keine Arbeitszeit.
    2. Die Ausrüstung ist VIEL zu teuer berechnet. Wenn das Zeug eine Nutzungsdauer von 3 Jahren hat, sind das defensiv gerechnet 100 Hochzeiten (kleinere Shootings kann man ja umrechnen). Bei 20000,- Anschaffungskosten sind das 200,- pro Hochzeit und keine 600,-.
    3. Die meisten “sonstigen Kosten” kann man von der Steuer absetzen, deshalb lohnt es sich durchaus, die schwarz auf weiss zu haben. 😉

    Ich will damit keinem Fotografen seinen Stundenlohn absprechen, aber ich finde es auch dreist, zu behaupten, dass man nicht den selben Hochzeitszuschlag berechnet wie alle anderen (Juwelier, Catering, …) auch. Kindergärten kann man ja plötzlich auch für die Hälfte fotografieren.

    • anreisezeit ist immer arbeitseit, tut mir leid. in jeder branche, bei jeder firma. und wenn nicht, dann ist das ein entgegenkommen.

      ich bin nicht sicher ob 100 hochzeiten in 3 saisonen standard sind. eine saison dauert schließlich auch kein jahr. aber das können die kollegen die hochzeiten hauptberuflich machen besser beantworten. mich würd das wundern. ich bin hier bei den 600,- von ganz handelsüblichen verleih-preisen ausgegangen. ein ausrüstungsverleih kalkuliert – genau wie der fotograf – die anschaffung, dazu die wartung, die versicherung, die pflege und schlussendlich noch einen verdienst dabei. warum sollte der fotograf das alles weglassen, versicherung, wartung, pflege selbst bezahlen und nichts dabei verdienen? wenn er keine eigene ausrüstung hat, dann muß er genau diese 600,- bezahlen um bei einer hochzeit anständig arbeiten zu können. abgesehen davon, es ist nichts verwerfliches dabei das equipment nicht nur 100% kostendeckend zu vermieten sondern dabei genug zu verdienen um das nächste anzuschaffen.

      ich kann nur aus meiner erfahrung sprechen und meinen eigenen kalkulationen die nicht für hochzeiten sind – mich überrascht ein guter hochzeitsfotograf bestimmt nicht mit einem honorar von besagten 2.000,- aufwärts. das kostet ein ganz normaler shootingtag auch für kommerzielle kunden. und da kommen dann auch noch andere kosten dazu wie nutzungsrechte bei größeren auflagen usw. eher überrascht mich jemand der drunter liegt. und dass gut gebuchte fotografen die besser in ihrem job sind mehr verlangen ist auch nicht hochzeitsspezifisch, sondern ganz normal. aber dein kommentar zeigt mir nur einmal mehr wie wichtig es ist, solche artikel zu schreiben. um das komplett verdrehte kalkulationsbild in der fotografie mal langsam zurechtzurücken.

  • Marc sagt:

    Hallo Christian
    Super geschrieben! Der Text ist sehr spannend geschrieben. Bin genau Deiner Meinung…
    Lieber Gruss aus der Schweiz

  • Michael sagt:

    Hallo Christian,

    Nach dem Lesen einiger deiner Blogeinträge musste ich mich doch direkt in deinen Newsletter eintragen.
    Dieser Beitrag bringts auf den Punkt, aber so richtig – Du hast mir quasi aus der Seele gesprochen 🙂

    Viele Grüße,
    Michael

  • Martin sagt:

    Hallo Christian,

    Benj Haisch – den Du als Beispiel aufgeführt hast – gibt übrigens nach eigenen Angaben ca. 50 – 100 Fotos PRO STUNDE vor Ort raus und sagt, dass er die RAW-Files häufig mit dem selben Filter bearbeitet und darüber hinaus nur ein wenig an Helligkeit und Kontrast etc. dreht ( http://spring.me/benjhaisch )

    Generell bin ich aber im wesentlichen auch Deiner Meinung, dass gute Fotografie Ihren Preis hat. Man muss halt wissen, ob man es sich leisten möchte / kann.

    Viele Grüße!

  • Lena sagt:

    Hallo Christian,

    das ein Kuchen, Brautkleid etc. Kohle kostet, logo und wieso??? Weil das Ganze nur den Namen Hochzeit trägt. Da wird einfach von jeder Seite gezogen und das Meiste rausgeholt. Nehmen wir z.B. im Vergleich die Ringe: Ein normaler Ring, der nicht Ehering heißt kostet um die 200,-. Geht man dann aber hin und sucht das gleiche Modell als Ehering, hups sind es schon 600,– Berechtigt?? NULL!

    Das ein Fotograf, der einen eigenen Stil entwickelt und Namen hat, einen anderen Stundenlohn hat, auch logo. Aber hier zu erklären das ein Fotograf ab 2000,- kosten sollte und dann erst gut ist, auch übertrieben. Und vorallem: Geschmäcker sind verschieden! Es gibt genug Pärchen die auf die Standardbilder stehen und sorry, die können nicht ab 2000,- Euro kosten.

    • liebe lena,
      ich kanns nur nochmal wiederholen – die rechnung in dem artikel ist eine ganz simple kalkulation um die ein fotograf nicht herum kommt. selbstverständlich kann er an vielen ecken und enden sowohl zeit als auch geld für equipment einsparen und somit billiger anbieten. es wird dann aber eben ein anderer qualitätsstandard sein. genau wie bei einem restaurant, einer werkstatt, und jedem andren gewerbe. und selbstverständlich darf jeder weniger ausgeben, sowohl für ringe als auch für torte usw. steht ja jedem frei, keine aufregung nötig 😉 und bzgl “standardbilder” – deshalb ganz zu beginn des artikels der absatz “Bevor wir uns um Details kümmern können, gehen wir erst mal davon aus, dass Ihr von eurer Hochzeit schöne Fotos haben wollt! …” 😉

  • Lena sagt:

    Hallo,

    lange überlegt, ob ich dazu was schreibe oder auch nicht….
    Ich finde das Hochzeitsfotografie einfach mal zur Gelddruckmaschine geworden ist. Alles was den Namen Hochzeit trägt wird allgemein ausgenutzt.

    Kenn genug Fotografen die einen Stundenlohn von 80,- bis 150,- Euro haben. Wenn ich die 2000,- mal mit den 150,- Euro nehme, komme ich auf 13,33… h
    Habe auch schon Angebote für einen ganzen Tag ab 4000,- Euro gesehen. Gehts noch???

    Allgemein hat das auf jeden Fall auch was mit der Region zutun und den Unterhaltskosten. Aber mal Hand aufs Herz, das ist doch mal einfach zuviel!

    80-150 Bilder bearbeiten ist ja schön und gut, aber es ist auch immer die Frage was für einen Bearbeiten bedeutet. Das Übliche, was jeder Fotograf eh machen sollte: Schärfe, Helligkeit, Farbe, Sättigung oder redet man hier von der Beautyretusche???

    Am Schluss möchte das Brautpaar doch einfach mal ein paar schöne Pärchenbilder und eine nichts verpasste Reportage. Bin mir auch sicher, dass ein super Motiv/Foto mehr bringt wie eine stundenlange Retusche.

    • Liebe Lena,

      Eigentlich hab ich auf Alles in deinem Kommentar ja oben schon die Antwort gegeben. Trotzdem, nochmal:
      Absätze wie Deiner waren der Grund dafür, warum ich dem Thema Geld in dem Artikel so viel Zeit und Platz gewidmet habe. Wenn Du das auch wirklich gelesen hast, kannst Du unmöglich bei 2.000,- für einen Hochzeitsfotografen auf 150,- Euro Stundenlohn für 13,3 Stunden Arbeit kommen. Außer du ignorierst sämtliche Kosten die dem Fotografen dabei entstehen und die gesamte Aufstellung die ich dort zusammengefasst habe.

      Wie schon oben im Artikel erwähnt – ich bin kein Hochzeitsfotograf. Aber ich weiß als Fotograf wie viel Zeit und Geld es kostet diesen Job zu machen. Deshlab hab ich es auch vorgerechnet, Schritt für Schritt. Es ändert nichts, wenn Du es einfach ignorierst, die Rechnung bleibt die selbe.
      Wie in jeder Branche gibts auch hier Billiganbieter, die – wie von Dir beschrieben – ein wenig Schärfe, ein wenig Kontraste, ein wenig Helligkeit und Sättigung korrigieren und fertig. Unter GUTEN Fotografen verstehe ich jene, die einen Stil entwickelt haben. Die schon beim Fotografieren selbst ihren eigenen Stil haben, die nicht einfach nur mit einer Kamera rumrennen und “knipsen”. Jene, die bei der Bildausarbeitung wirklich wissen was sie tun und den Fotos in der Bearbeitung genau das verleihen können, was sie einzigartig macht. Ich rede hier nicht von Billiganbietern die ihren Job so schnell wie möglich erledigen, sondern von jenen die qualitativ hochwertige Arbeit anbieten und davon leben können.

      Um den deutschsprachigen Kollegen nicht auf die Zehen zu treten und niemanden der hier teilweise hervorragenden Fotografen zu bevorzugen, nehm ich als Beispiel mal einen der weit genug weg ist um hier niemandem Konkurrenz zu machen 🙂 – http://www.benjhaisch.com/blog/category/weddings/
      Sowas lernt man nicht über Nacht, sowas macht man nicht mit ein wenig Schärfe, Helligkeit und Kontrast. Das ist Stil, Handwerk, Können, Erfahrung und einige Jahre harte Arbeit.

      Ja, es gibt auch Angebote für einen ganzen Tag um 4.000,- und da sind wir noch lange nicht an der oberen Grenze angelangt. Aber bevor Du über Fotografen herfällst die sich einen guten Namen gemacht haben und mit jahrelanger beinharter Arbeit solche Preise erarbeitet haben, hinterfrag doch auch gleichzeitig mal die Locationmieten, die Preise für Haubenköche bei einer Hochzeit, oder fang einfach nur bei den Brautkleid-Preisen an. Ebenfalls wie schon oben gesagt – warum sollten ausgerechnet die Fotos, also das was abgesehen vom Ring am längsten bleibt – das billigste Element dieser Hochzeit sein?

  • Hallo Christian,

    vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Gerade für Paare die erst anfangen sich mit dem Thema Hochzeitsfotograf auseinanderzusetzen, klingen die Preise natürlich erstmal sehr hoch. Dein Artikel zeigt sehr schön wie viel Zeit und Investition ein Fotograf aufwenden muss und das es durchaus keine “Mondpreise” sind die von guten Fotografen verlang werden.

    Danke für die Aufklärungsarbeit. 🙂

  • Robert sagt:

    Moin,

    interessanter und gut geschriebener Artikel.

    Aber auch ich muss bezüglich der Preise meinen Senf abgeben.
    Ich halte es für grundlegend falsch, die Qualität einer Arbeit vom Preis abhängig zu machen.

    Es gibt gute Fotorgafen, die jedoch in Regionen leben, in denen Sie für ein Angebot von 2.000,-€ o.ä. von den Kunden ausgelacht werden.
    Hier in der Region Sachsen-Anhalt sind die Interessenten, bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen gar nicht bereit, eine solche Summe zu zahlen.

    Und da muss sich der wirklich gute Fotograf eben fragen, ob ihm diese sehr wenigen Kunden ausreichen, oder ob er eben zu günstigeren Preisen fotografiert.
    Aber…macht dies seine Arbeit dann auch gleich schlechter? Ich denke nicht…

    Ich denke aber, das ist in vielen Lebensbereichen ein Fehler, das Denken “…nur teuer ist gut und billig kann nicht gut sein”.

    Das die preiswert arbeitenden Fotografen die Preise am Markt negativ beeinflussen ist natürlich ärgerlich, aber dies allein sagt nichts über ihre fotografischen Qualitäten aus.

    Winke

    • Hi Robert,
      Natürlich, wenn die Anschaffungskosten und generell Lebenserhaltungskosten in der jeweiligen Region auch dementsprechend günstiger sind, dann sind auch die Honorare geringer. Ich tu mir natürlich etwas schwer den gesamten deutschsprachigen Raum diesbezüglich abzudecken und die Preise sind für meine Region gedacht. Aber du hast schon recht, das sollte evtl. wo angemerkt sein. Danke für das feedback. Nichts desto trotz – Preis und Qualität stehen durchaus in einem Zusammenhang. Denn ganz ehrlich, warum sollte jemand, der gute Arbeit liefert, billig verkaufen. Wer gut arbeitet, arbeitet hart und hat es sich verdient von seiner Arbeit leben zu können. Demnach kanns dann leider nicht billig sein 😉

  • Josef Gaggl sagt:

    Lieber Christian,
    du hast in Deinem Artikel ja grundsätzlich recht, nur eines verstehe dann ich nicht ganz: Warum bietet ein ganzer Haufen von euch Berufsfotografen jede Menge Hochzeitsworkshops an in denen sich dein so nett zitierter Onkel Fritz jede Menge Tipps und auch praktische Erfahrung von Profis holen kann??

    Und wenn Onkel Fritz nun ohnehin schon ein guter Amateurfotograf ist und dann noch einige solcher Workshops besucht und ein Angebot bekommt eine Hochzeit zu fotografieren dann wird er vielleicht an einem Wochenende an dem er eigentlich vielleicht vorhatte – am Neusiedlersee – im Gelsen -verseuchten Schilf zu liegen und (ohne Gage) ein paar Vögel zu fotografieren, das Hochzeitsshooting vorziehen.

    Natürlich hat er dann vielleicht gerade dem Profi das Geschäft weggenommen, der ihm ein paar Wochen vorher die Tipps gegeben hat die er gebraucht hat um sich an ein Hochzeit – Shooting überhaupt heran zu wagen.

    Und soviel Gage, dass er sich den nächsten Hochzeitsworkshop bei einem “Hochzeitsfotografie Profi” der sich sein Portfolio ja meistens auch mit einem Profimodelpaar erfotografiert hat, kriegt es allemal.

    in diesem Sinne alles Liebe
    Onkel Fritz

    • Hi Josef / Onkel Fritz,
      Also zum einen – ich biete keine Hochzeitsworkshops an. Bin ja auch – wie oben schon geschrieben – kein Hochzeitsfotograf. Trotzdem möcht ich das kurz beantworten. 1. um das von vornherein zu klären – wenn Onkel Fritz die Hochzeit eines Freundes oder Verwandten fotografiert, ist das ok (deshalb ja auch ONKEL Fritz). Wenn er allerdings Aufträge von Kunden annimmt, egal wie günstig er das macht, dann ist das strafbar. Sogesehen diskutieren wir ja hier schon mal über nichts, das einfach so Alltag ist oder sein sollte, sondern über illegale Schwarzarbeit jenseits des Gewerberechts. Selbst mit Pressefotografie Gewerbeschein dürfte er das nicht.
      Wo wir das geklärt haben sag ich noch dazu warum ich persönlich workshops anbiete – Weil es wirklich Spass macht, Wissen das man sich über Jahre angeeignet hat mit andren zu teilen, die genauso für Fotografie brennen wir man selbst. Jedenfalls ist das mein Beweggrund. Und wer Workshops macht, ist danach noch kein Profi. Das sag ich meinen Teilnehmenr auch immer von vornherein dazu, sollte eigentlich jedem klar sein. Mein Artikel handelt davon, wie man einen GUTEN Hochzeitsfotografen findet. Nicht jemanden, der selbst meint gut genug zu sein, weil er ein paar workshops absolviert hat. Qualität kommt mit vielen Jahren Erfahrung. Das werden die Kollegen vermutlich gern bestätigen.
      In diesem Sinne, schön legal bleiben 😉

  • Roman sagt:

    Ein Traum von einem Blogeintrag Christian! Thumbs up! Der “Stundenlohn Denkfehler” ist wirklich ein Klassiker. Ohne jetzt im Wedding Biz zu arbeiten kenn ich ihn sehr gut 😉

  • Christian sagt:

    Danke Tanja!

  • Tanja sagt:

    WOW – Wirklich ein sehr guter Beitrag – bin begeistert! Ich hoffe den lesen verdammt viele Brautbaare, die in den nächsten Jahren heiraten wollen.
    Weiter so!

    lg
    Tanja

  • Ila sagt:

    Hi,
    ne Frage: Du hast geschrieben, dass ein Berufsfotograf “für einen Tag (~8 Stunden und maximal 80-100 Fotos) ab € 2.000,-” verlangt.
    Ehmm….sorry. Nein. Das ist ja bissl überzogen. Ich weiß nicht ob du die Preise anderer Top-Hochzeitsfotografen kennst, aber die bieten für den Preis mehr als 100 Fotos. Da sind mit Sicherheit 500 Bilder drin!

    • ja, die diskussion gibts hier auch schon. und ja ich kenne inzwischen sehr viele preise und dazugehörige bildanzahl. 80-100 war sicher untere spanne, aber mehr als 150, auf nachfrage maximal 200 hat keiner geboten den ich wirklich top genannt hätte. das mag geschmacksache sein. manche brauchen oder wollen vielleicht 500 bilder. wie schon gesagt, mir ist lieber ich krieg je nach preis 80-150, dafür aber von jemandem der sich für die bearbeitung zeit nimmt!
      bei 500 bildern wird nicht viel zeit für jedes einzelne bleiben.

  • Ohne jetzt ihr eine endlos-Diskussion starten zu wollen, muss ich dir trotzdem antworten… 😉

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht was die Aussage soll: 4-500 fotos kannst du aber nur liefern, wenn du die hochzeit in jpg machst und keine RAW daten bearbeitest.

    Ich bzw. Wir fotografieren jede Hochzeit in RAW! Wo soll das Problem sein?! In der heutigen Zeit ist doch kein großartiges Problem, wenn man nen vernünftigen Rechner hat. Klar ist JPG nen tacken schneller, aber ich würde niemals ein Hochzeit in JPG fotografieren.

    Und zum Thema Quantität vs. Qualität gebe ich dir zum Teil Recht. Klar sollte die Relation stimmen. Gibt ja genug Fotografen, die alle Bilder abgeben oder eine vierstellige Anzahl. Halte ich auch für übertrieben. Aber genauso wenig finde ich es sinnvoll nur eine handverlesene Anzahl an Bildern abzugeben. Sorry, aber in 10 Stunden so eine geringe Anzahl an Bildern abzuliefern, finde ich auch nicht das Gelbe von Ei. Also ich behaupte mal ganz frech, dass man auch 400 Bilder qualitativ gute Bilder abliefern kann… 😉

    • du hast recht, ich ziehe die aussage zurück. natürlich kannst du. genauso wie man auch günstiger anbieten kann. man kann grundsätzlich mal alles 🙂 ich ziehe nur die sinnhaftigkeit solcher mengen in frage.
      mir persönlich ist lieber ich bekomme handverlesene 150 stück für die sich der fotograf ordentlich zeit genommen hat, als rasch runterbearbeitete 500 stück. viel einiger werden wir uns in der frage leider nicht mehr werden 🙂

  • Du bringst es auf den Punkt 🙂 Sehr schön geschriebener Artikel!

  • Meike Dietz sagt:

    DANKE für den tollen Text ! Da geht wohl jedem Fotografen der seinen Job ernst nimmt das Herz auf 🙂

  • Sehr guter artikel.
    Ich fotografiere nebenberuflich. Für eine hochzeitsreportage von 8 std. Nehme ich ca. 800,00 eur. Inkl. 10fotos bearbeitet.
    Ich denke das nicht viele bereit sind 2000,00 eur zu zahlen.
    Aber bei der berechnung hast du recht.
    Mir gehts aber eher um das glückliche brautpaar anstatt dem hohen preis

    Gruß Jörg

    • dann ist das schön für dich dass dus dir nebenberuflich leisten kannst so billig zu arbeiten. und ich wünsch dir, dass dich in deinem job niemand aussticht, weil er um weniger als die hälfte deines gehalts arbeiten kann 😉

  • Schöner Text, allerdings halte ich 80–100 Bilder bei 10 Stunden Hochzeitsfotografie doch für ein wenig arg wenig! Bei so einer Stundenanzahl kann man mit 400–500 guten Bildern rechnen…

    • 4-500 fotos kannst du aber nur liefern, wenn du die hochzeit in jpg machst und keine RAW daten bearbeitest. womit wir das plaster der qualität wieder verlassen und zur sinnlosen quantität kommen. wer schaut sich jemals 500 bilder an. besser nur 80-100, meinetwegen auch 120 oder gar 150, dafür handverlesen und anständig ausgearbeitet, paarfotos retuschiert.

  • Enrico sagt:

    Danke für diesen lesenswerten Artikel und die vielen wahren Worte!
    Bin begeistert!

  • Anja Hinz sagt:

    Toll geschrieben, bin fasziniert, dass es jemand so treffend auf den Punkt gebracht hat und würde es am liebsten auf meiner Homepage für die Allgemeinheit veröffentlichen 🙂 Diese Meinung: ” der Fotograf drückt doch “nur” aufs Knöpfle ” und ” Onkel Fritz hat auch ne tolle Kamera” verfolgen mich schon seid Jahren. Es gibt Tage und Momente, wo ich mich frage, ob ich den richtigen Job habe, aber zum Glück gibt es auch viele Kunden, die einem beweisen, dass man alles richtig macht. Danke Christian, für diese tollen Worte 🙂

  • Georg Wawschinek sagt:

    Wunderbar geschrieben – mir als Selbständigem in anderer Branche ist vor allem der Teil “Geld” Balsam auf die Wunden… wie oft habe ich das schon gehört. Treffend und mit Herzblut argumentiert. Danke 🙂

  • Christina sagt:

    Ich mach’s kurz: sehr, sehr toller und treffender Artikel!
    lg christina

  • Michael Quack sagt:

    Grundsätzlich stimme ich Dir in fast allen Punkten zu – bis auf einen:
    Eine Hochzeit ist eine private Veranstaltung, und ich empfinde es als eine
    Unsitte sich pauschal vorab alle Rechte zur Veröffentlichung kompletter
    Hochzeiten zu sichern und die dann auch komplett online zu stellen.

    Die intimsten Momente der Rührung und Emotion sollten nicht ohne
    Rückfrage im Netz landen, und sicher nicht komplett, wenn das nicht
    vom Kunden selbst gewünscht wird.

    Ganze Hochzeiten kann man bei uns auch sehen – offline.
    Mit Genehmigung der Brautpaare, die diese Genehmigung
    gegeben haben nachdem sie die Bilder gesehen haben.

    Online-Nutzung lassen wir uns ggf für einige wenige ausgesuchte
    Bilder separat genehmigen.

    Ich finde es jedoch wichtig dass die Brautpaare selbst entscheiden,
    aus freien Stücken und dann wenn die Aufregung über die Hochzeit
    etwas abgeklungen ist. Immerhin hantiert man als Hochzeitsfotograf
    mit einigen der intimsten Momente überhaupt im Leben dieser Paare.

    Der Respekt vor der Privatsphäre und dieser Intimität sollte meiner
    Ansicht nach stets Vorrang vor den Eigenwerbungsinteressen des
    Fotografen haben.

    Von daher: Nein, ein wirklich guter Fotograf wird keine kompletten
    Hochzeiten im Netz zeigen. Jedenfalls nicht wenn das nicht der
    ausdrückliche Kundenwunsch ist.

    • Da hast du mich falsch verstanden Michael. Bzw hab ichs vielleicht mißverständlich formuliert und werd das nochmal überarbeiten.
      Deswegen hab ich ja geschrieben – FRAGT nach ganzen Hochzeiten. Weil die nicht online im Portfolio stehen, aber möglicher Weise trotzdem online (mit verstecktem link oder Passwortschutz) zeigbar sind. Und das natürlich davon ausgehend, dass ein Fotograf nur Bilder und Hochzeiten zeigt, für die er SELBSTVERSTÄNDLICH die Einwilligung des Brautpaares hat! Nachdem sich mein Artikel an Brautpaare, nicht an Fotografen gerichtet hat, bin ich darauf im Detail nicht näher eingegangen. Aber wie du richtig sagst nehme ich es als absolute Selbstverständlichkeit, dass keine ganzen Bilder gezeigt werden, ohne Zustimmung des Brautpaares. Aber auf Anfrage hat eigentlich jeder gute Hochzeitsfotograf den ich bisher gefunden habe zumindest eine Galerie zur Hand, für die er die Erlaubnis hat und die er – nicht öffentlich, aber auf anfrage – zeigt. Die meisten haben eigentlich mehrere davon.

  • Rudi sagt:

    Großartig geschrieben und von uns sehr gefeiert!

  • Gratulation! Viel besser kann man es kaum ausdrücken… 🙂

  • Günter sagt:

    Prinzipiell stimmen diese Überlegungen, es gibt aber sicher einige Newcomer Hochzeitsfotografen mit gutem Equipment, die aber noch keine 10 kompletten Hochzeitsgallerien vorweisen können und trotzdem genial sind. Was sollen diese verlangen, damit sie gebucht werden. Es gibt auch normalpreisige Fotografen, die keine Ahnung von der Bildbearbeitung haben.
    Gruß Günter

    • Da hast du vollkommen Recht Günter, es gibt immer wieder Newcomer, die ein paar Portfolioarbeiten brauchen, um überhaupt gebucht zu werden. Das ist aber ein wenig wie mit Lotto spielen – man kann eh hoffen, so einen zu erwischen. Kalkulieren sollte man im Normalfall nicht damit. Und warum ich diese Newcomer ganz gezielt in dem Artikel ausgelassen habe – weil ich finde, dass der von Dir beschriebene Newcomer, der schon sehr gute Arbeit liefert, nur noch kein Portfolio hat, seinen Preis mit jeder einzelnen Buchung anheben muss. So lang, bis er dort angekommen ist, wo er davon leben kann. Und wenn er so gut ist, wird das nicht allzu lang dauern.
      Und, dass es leider auch Fotografen gibt die genug verlangen, aber keine Ahnung von Bildbearbeitung haben, teilweise sogar in .jpg fotografieren, stimmt leider auch. Aber deswegen der Punkt – Portfolio anschauen! Wenn man sich die Zeit nimmt, ein paar Hochzeitsfotografen zu googeln, dann kommt man auch als Laie relativ schnell drauf, dass da deutliche Unterschiede zu sehen sind. Ganz einfach – niemanden buchen dessen Bilder auf der website einen nicht umhauen. Dann erwischt man so einen bestimmt nicht 🙂

  • Marko sagt:

    Guter Artikel und viele richtige Punkte! Einer der wichtigsten ist wohl, dass diese Gelegenheit für gute Bilder nie wieder kommen wird. Ein guter Grund etwas mehr auszugeben.

    btw: Was ungelegen blitzende und unauffällige Fotografen angeht, solltest du dir das hier unbedingt ansehen: http://youtu.be/oReLN5nntKw 😉

    • Danke Marko!
      Das Video hab ich die Woche schon mal gesehn. Aber sowas passiert höchstwahrscheinlcih nur in den USA. Wobei … was weiß man 🙂

  • Silke sagt:

    Lieber Christian! Ich hätte da einen ganz heißen Tipp für dich, WIR hatten wohl den besten Hochzeitsfotografen! Er entspricht all deinen Kriterien, nur leider, leider hat er wohl am Tag eurer Hochzeit keine Zeit, die wirst dich wohl oder übel mit dem zweitbesten zufrieden geben müssen. Sorry.

  • Siegrid sagt:

    Super geschrieben Christian! Wir müssen in jeder Situation gute Bilder liefern können und aus. Veil Glück auf der Fotografensuche und eine tolle Hochzeit!

  • André K sagt:

    Super, finde Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen (und das sage ich als jemand, der von 2 seiner besten Freunde damit beschenkt wurde, als Amateur ihre Hochzeit fotografieren zu “dürfen”)… und ich freu mich grad dass ich viele Deiner erwähnten Punkte (kein Blitz, Momente einfangen…) instinktiv eingehalten habe. Aber das is nur die Amateurmeinung. … Professionell (als Selbständiger) stimme ich zu: gute Arbeit kostet gutes Geld. Live with it. 🙂

    • Danke André!
      Klar ist das auch eine beliebte Variante, Freunde die super Fotos machen drum zu bitten. Ich möcht das aber auf keien Fall. Wenn man auch nur annähernd eine Idee davon hat, wie viel Arbeit das ist, will man dann doch lieber, dass seine Freunde mit einem Feiern und auch wirklich dabei sind, anstatt sich Blasen an den Füssen zu laufen 🙂

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