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Tipps für die Wahl des Hochzeitsfotografen

Gleich vorweg – Ich bin kein Hochzeitsfotograf! Trotzdem ist es mir als jemand, der als Fotograf im Begriff ist selbst bald Kunde eines Hochzeitsfotografen zu werden (Edit – ist inzwischen erledigt ;-)) ein Anliegen, euch ein paar Tipps auf den Weg mitzugeben worauf ihr achten solltet, wenn ihr jemanden den “schönsten Tag eures Lebens” fotografieren laßt.

(Natürlich sollte die Hochzeit nie der schönste Tag des Lebens sein, sonst gings von dort an ja nur noch bergab. Aber diese philosophische Grundsatzfrage wollen wir an dieser Stelle nicht erörtern. Wenns euch trotzdem wichtig sein sollte, können wir uns darüber gern in den Kommentaren unterhalten). Es ist bestimmt nicht meine Absicht, mit diesem Artikel jemandem auf die Zehen zu treten. Aber nachdem ich einige Hochzeitsfotografen sowohl online, als auch im echten Leben etwas mitverfolgt habe, viele mit BE- manche mit VERwunderung, ist es mir ein echtes Anliegen, meine Gedanken und Auswahlkriterien mit euch bald heiratenden zu teilen.

Bevor wir uns um Details kümmern können, gehen wir erst mal davon aus, dass Ihr von eurer Hochzeit schöne Fotos haben wollt! Wenn euch die Qualität eigentlich egal ist und für euch eigentlich nur das Budget zählt, dann könnt ihr 1. einfach allen Gästen sagen, sie mögen euch die Fotos aus ihren iPhones, Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras die sie sowieso mitbringen, nach der Hochzeit in eine Dropbox stellen. Das kostet garnichts und ihr habt viele Fotos von dem Tag. Und 2. könnt ihr hier aufhören zu lesen.

NIEMALS OHNE PORTFOLIO

Ein guter Hochzeitsfotograf hat ein anständiges Portfolio auf seiner website. Und mit Portfolio meine ich nicht 5 oder 10 Hochzeitsfotos. Quasi das absolute “Best Of” aus seinen letzten 10 Jahren, sondern ein ausführliches Portfolio, anhand dessen man sich einen Eindruck vom Stil der Bilder verschaffen kann. Fragt auch ruhig nach ganzen Hochzeitsgalerien. Ich würde keinen Hochzeitsfotografen buchen, ohne einen wirklichen Eindruck von der Arbeit des Fotografen zu haben. Ein guter Hochzeitsfotograf wird euch auch mit Sicherheit eine oder mehrere Galerien ganzer Hochzeiten zeigen. (Edit: Weil das anscheinend unklar formuliert war – Selbstverständlich heißt das nicht, dass eure Hochzeit ungefragt und komplett im Internet landen darf. Welche Fotos bzw. welche ganzen Galerien gezeigt werden dürfen, hat immer noch das Brautpaar zu entscheiden. Im Normalfall hat aber jeder gute Hochzeitsfotograf mindestens von einem – meist von mehreren Paaren – die Freigabe ihre Fotos online zu zeigen)

 

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Schließlich wollt Ihr ja sehen, wie Eure Hochzeitsfotos im Ganzen aussehen könnten, nicht nur wie die 10 besten Fotos des Fotografen aussehen. Hat er ein Auge für Details und Kleinigkeiten, fängt er Momente ein, oder macht er nur technisch korrekte Bilder von dem Tag. Entsprechen sein Stil, seine Vorstellung von Farben und Stimmungen euren Vorstellungen? Erst wenn man eine ganze Hochzeit gesehen hat, hat man auch wirklich eine Vorstellung davon, was man kauft.

ICH BIN “AVAILABLE LIGHT FOTOGRAF”

(Auch “Naturlichtfotograf” oder Ähnliches)

Wenn ihr diesen Satz, in welcher Form auch immer, irgendwo lesen oder hören solltet, dann ist mein gut gemeinter Rat ganz einfach – Hier ist zumindest Skepsis angebracht. Dieser Satz ist für mich nahezu angsteinflößend. Weil er irgendwie ja fast ein wenig schön klingt. Man läßt sich schnell dazu hinreissen, dem etwas künstlerisches oder tiefgreifendes abzugewinnen. “Ich mags einfach eher natürlich, ich bin kein Freund von Kunstlicht” … Aha … Wow … Ein Ästhet …?

Nein, da muß ich euch enttäuschen. Im Grund genommen sagen die meisten Fotografen, die sich selbst reine Available Light / Naturlicht Fotografen nennen, nichts weiter als “bitte bringt mich nicht in Situationen wo ich mit Blitz arbeiten muss, ich hab Angst vor den Dingern”. (Nicht alle, nur die meisten. Die andren haben nur nicht gut genug überlegt, ob es sehr gescheit ist, sich als “Available Light Fotograf” zu vermarkten… Aber das wäre ein eigener Artikel) Das ist auch garnicht SO unverständlich, weshalb ich vor längerem schon einen Artikel zum Thema Blitzangst geschrieben habe. Als Kunden müßt ihr das nicht unbedingt lesen und wissen, was ihr aber wirklich wissen müßt – Ein Fotograf bevorzugt eigentlich immer natürliches Licht. Sonnenlicht, zur richtigen Zeit, wenn es schön ist, kann durch keinen Blitz der Welt geschlagen werden. Aber ein Fotograf weiß mit Licht umzugehn. Natürlich, manche Fotografen arbeiten vorwiegend mit Naturlicht, so wie manche lieber mit Kunstlicht arbeiten. Das ist eine Stilfrage. Aber ein Hochzeitsfotograf bevorzugt immer natürliches Licht, kann aber wenn nötig gezielt an den richtigen Stellen auch Kunstlicht einsetzen und schließt das nicht von vornherein pauschal aus. Es macht jedenfalls nicht wirklich Sinn, dass ein Hochzeitsfotograf sich als Available Light Fotograf bezeichnet. Wenn doch – fragt zumindest mal nach.

BLITZEN BEI DER TRAUUNG IST (FÜR MICH) TABU

Verwirrend jetzt, ich weiß. Grad noch sag ich, ein anständiger Fotograf kann auch anständig mit Blitzlicht umgehn und dann das? Möglicher Weise ist das eine rein persönliche Geschmacksache, aber ich finde, bei einer Hochzeit hat ein Blitz nur in sehr wenigen Situationen etwas verloren. Keinesfalls aber bei der Trauung selbst. Eine aktuelle Spiegelreflex- oder Systemkamera kombiniert mit einem lichtstarken Objektiv kann auch in einer etwas düsteren Kirche noch sehr schöne Bilder einfangen.

Dafür hats während eures Eheversprechens, des Ring ansteckens und vor allem bei eurem Kuss danach nicht 500 mal geblitzt. Für mich jedenfalls wäre das absolutes Tabu. Es reicht schon, dass Freunde und Familie die ihre Kameras nicht im Griff haben vermutlich oft genug den Raum erhellen. Womit wir überhaupt schon beim nächsten – für mich – sehr wichtigem Punkt wären:

DISKRETION!

Mir wird ganz warm, aber die unangenehme Version von warm, wenn ich sehe welche “Entertainer” manche Fotografen bei Hochzeiten sein wollen. Da läuft der oder die Einzige, die niemand wirklich kennt, mit einem mords Fotoapparat durch die Gegend, Blitzt in einer Tour und redet dann auch noch ständig dazwischen. “Bitte, hier mal kurz herschaun, ja so is schön, vielleicht a bissl freundlicher noch, hm,… die Hand dort bitte …” PSCHT!

Für mich ist ein wirklich guter Hochzeitsfotograf so unauffällig wie möglich. Momente kann man nur einfangen, wenn man möglichst wenig selbst daran teilnimmt und diese Momente nicht verfälscht. Und kein anderer Tag ist voller mit Momenten, als ein Hochzeitstag. Natürlich kann man diese Eigenschaft im Vorfeld nur schwer abtesten. Aber man kann einen Fotografen durchaus darauf ansprechen, dass man sich jemanden wünscht, der die Momente einfängt, keinen Hochzeitsanimateur.

WER BILLIG KAUFT, KAUFT FRUST

Wenn euch etwas daran liegt schöne Fotos als Erinnerung an diesen Tag zu haben, dann überdenkt mal die Wertigkeit dieser Bilder. Viele Brautpaare geben für das Essen bei ihrer Hochzeit ein vielfaches dessen aus, was der Fotograf kostet. Und sie bestellen das Essen auch um Monate früher als den Fotografen. (Warum ein guter Hochzeitsfotograf auch gute Preise verlangt, dazu kommen wir später noch, keine Sorge) Warum sollte das Essen eines Abends, das in 1-2 Stunden verputzt und mit Hektolitern an Alkohol weggespült wird erheblich mehr Wert sein, als die Fotos die Ihr (so ihr das Versprechen das ihr euch gebt auch haltet) den Rest eures Lebens anschauen werdet.

Wer hat nicht schon mal eine Hochzeit erlebt, bei der ein Freund oder Verwandter der Familie, der selbst begeisterter Hobbyfotograf ist, weitaus bessere Bilder abgeliefert hat, als der gebuchte Fotograf. Meistens liegt das eben daran, dass der Amateur, der für die Fotografie brennt, wesentlich mehr Liebe ins Detail steckt, sich darauf konzentriert Momente zu sehen und einzufangen. Auch wenn die möglicher Weise nicht immer technisch korrekt sind, die Bilder haben Leben und geben den Tag wieder. Und darum gehts bei Hochzeitsfotos. Wenn man genauer nachfragt, stellt man meistens fest, dass der gebuchte Fotograf oft unter € 1.000,- für den ganzen Tag verlangt hat. Und selbst wenn man “nur” € 700,- für einen Fotografen gezahlt hat, ist es beim Fenster hinausgeworfenes Geld, wenn man mit den Ergebnissen nicht zufrieden ist. Für 700,- kriegt man eine Menge Zeug.

Macht euch nichts vor und laßt euch vor Allem nichts vormachen. Ein guter Hochzeitsfotograf, der von seinem Beruf leben kann (und man kann nur gut in seinem Beruf sein, wenn man davon leben kann, das hat eine gewisse Logik) wird für einen Tag (~8 Stunden und ca. 150-200 bearbeitete Fotos, manche liefern auch wesentlich mehr, ich messe Qualität aber niemals an Quantität und würde im Zweifelsfall lieber 150 wirklich gute Fotos nehmen als 500 halbherzige.) ab € 2.000,- verlangen.

“NA, DEN STUNDENLOHN HÄTT ICH GERN!”

Dieser Denkfehler trifft nicht nur Hochzeitsfotografen, sondern alle Mitarbeiter so ziemlich jeder Kreativbranche. Deshalb tu ich euch und mir jetzt mal eine kleine Rechenübung an und widme dem Thema Kosten ein wenig mehr Zeit. Um die Rechnung zu vereinfachen, nehmen wir mal an, der Fotograf hat inkl. An- und Abreise 10 Stunden bei der Hochzeit zu tun und verrechnet dafür € 2.000,-. Damit ist dann ganz klar – der hat einen Stundenlohn von € 200,-. Und das ist natürlich vollkommener Unsinn.

Ein Hochzeitsfotograf (wie jeder andere Fotograf auch) ist eine kleine Firma. Eine Firma, die Ausrüstung anschaffen muss (und die ist absolut nicht günstig) die Aufwände außerhalb der verrechneten Stunden hat (Büro und/oder Studio, Auto, Computer, Software, Organisation, Website, Buchhaltung, Werbung, Assistenten, Ausrüstungswartung, Weiterbildung, usw) und die nicht nur das Alles finanzieren muss, sondern am Ende des Tages auch noch Geld zum Überleben braucht. Beim Essen im Restaurant zahlen wir ja auch ganz selbstverständlich nicht nur den Materialwert der Schnitzerl. Da hängt der Koch, der Kellner, das Geschirr, das Besteck, die Möbel,… Ihr wißt worauf ich hinaus will.

Ich hab mir mal die Arbeit angetan, die Kosten für ein anständiges Equipment zusammenzurechnen. Basierend auf durchschnittlichen Verleihpreisen diverser Kameraverleiher in Österreich. Ausgehend von 2 Kameras (einerseits weil damit 2 verschiedene Optiken sehr schnell eingesetzt werden können, andererseits weil ohne Backup Kamera nicht sichergestellt ist, dass die gesamte Hochzeit auch wirklich drauf ist. Kameras werden – wie jedes andere technische Gerät – von Zeit zu Zeit mal kaputt. Wäre doch blöd, wenn das grad 30 Sekunden vorm Ja-Wort passiert und der Fotograf nur eine Kamera dabei hatte) dazu ein paar Optiken (sowohl Zoom- als auch Fixbrennweiten) eine kleine Blitzanlage mit Lichtformern für die Brautpaar-Fotos und diverses Kleinod (Filter, Batterien, Reflektoren, Kabel, Taschen usw..). Da kommen wir sehr rasch auf € 600,- die der Fotograf bei einem Verleih für sein gesamtes Equipment für einen Tag bezahlen müßte. Je nach Qualitätsmaßstab auch einiges mehr. “Aber, das zahl ich doch nicht, der hat doch sein eigenes Equipment“, hör ich schon die Zwischenrufe :-) Ja, klar, aber das mußte er oder sie (sofern es nicht vom berühmten LKW gefallen ist) auch kaufen. Für das Equipment aus meinem Rechenbeispiel muß er ca. € 20.000,- ausgeben. (Nein, wir sind dabei noch lange nicht bei “High-End” Equipment. Nennen wir das mal “gehobene Mittelklasse”) Und er wird manches davon von Zeit zu Zeit ersetzen müssen. Nach 4-5 Jahren im Dauereinsatz will eine Kamera z.b. spätestens ausgetauscht werden. Blitzlampen geben den Geist auf, genauso wie die teuren Akkus in Blitzanlagen… usw… Oh, versichern muss er die Ausrüstung ja auch noch. Was man da Alles vergessen kann ;-) Kurz gesagt, er muss seine Ausrüstung verrechnen damit er überleben kann. Man nennt das auch Kalkulation. Und ich garantiere euch, dass ein Fotograf der euch eine gesamte Hochzeit für 500,- Euro macht keinen blassen Schimmer von Kalkulation hat.

Vom Rest, also von den € 1.400,- die jetzt Theoretisch noch übrig sind, bleibt nach Abzug aller Steuern (Umsatzsteuer 20%, Einkommensteuer mindestens 38,333 %) und Sozialversicherungsbeiträgen (27%) in etwa die Hälfte (vereinfacht dargestellt, ich will hier ja auch kein Steuerberatungsbeispiel errechnen, sondern nur einen groben Überblick verschaffen. Also ca. € 700,-

Ganz grob überschlagen, sagen wir jetzt mal, wenn er/sie nicht nur gut, sondern auch noch sehr schnell ist, dann hat er/sie für die Hochzeit einen gesamten Zeitaufwand von etwa 25 Stunden. Inklusive Vorgespräch, An- Abreise, Vorbereitung, Bearbeitung der Fotos, Versand und Archivierung. Macht einen Stundenlohn von ca. € 28,-. Klingt ja garnicht SO übel, da gibts doch schlimmere Jobs, richtig? Ich möchte aber noch zu bedenken geben, dass wir die oben erwähnten Aufwände wie Computerausrüstung, Software, Festplatten, Büro/Studio Werbung, Website, Buchhaltung, Organisation, Weiterbildung usw. hier nicht abgezogen haben! (Fotografen kalkulieren sowas ungern und selten bis ins letzte Detail, weil wir dann nämlich weinen müssen, wenn wir Schwarz auf Weiß vor uns sehen, dass wir mit der Reinigung von Sanitäreinrichtungen oft bessere Stundensätze hätten. Wofür wir allerdings nicht jahrelang schuften müßten um überhaupt gut genug zu sein. Weshalb wir dieses Beispiel auch mit 25 Stunden und nicht mit den vermutlich realistischeren 35 oder mehr Stunden rechnen werden)

Warum ich so ausführlich geworden bin und auf diesen Punkt so viel Wert lege, ist inzwischen hoffentlich klar. Ein seriöser Hochzeitsfotograf, der Qualität abliefert und von seiner Arbeit leben will, (ohne einen Nebenjob anzunehmen oder sich permanent an der Grenze zum Burnout zu befinden während er in seinem unbeheiztem Studio schlafen muss) kann es sich einfach nicht leisten, billiger für euch zu arbeiten.

Klar kann ich jetzt die Fotografen hören, die meinen, es wäre eine Frechheit von mir zu behaupten, jemand der für € 700,- eine ganze Hochzeit fotografiert, kann keine gute Arbeit abliefern. Aber so leid mir das tut, genau das ist der Fall. Ich behaupte das nicht nur, ich weiß das. Für € 700,- kann ein Fotograf nur mit günstigem Werkzeug anreisen und sich keine Zeit dafür nehmen mir wirklich schöne Fotos zu machen. Und ich weiß auch, dass er bei diesem Honorar unmöglich viel Geld und Zeit in sich selbst und seine Arbeit investiert haben kann. Aber genau das erwarte ich. Jemanden, der weiß was er tut und der nicht bei meiner Hochzeit übt. Also nochmal – wer zu billig anbietet kann keine gute Arbeit liefern. So wie Mc Donalds nun mal für einen Euro keinen Tafelspitz von Plachutta mit Beilagen aus dem Drive In schmeissen kann.

DIE NEWCOMER AUSNAHME

Weil ich darauf jetzt schon einige male von Kollegen angesprochen wurde – “Ja aber was ist mit den Newcomern, die eigentlich gut sind, aber noch kein Portfolio haben, was sollen die denn verrechnen, denen zahlt das doch nie jemand.” Das stimmt. In diesem Geschäft muss man sich erst mal ein Portfolio erarbeiten, damit man übliche Preise bezahlt bekommt. Und mit etwas Glück findet ihr so einen Newcomer auch. Aber wie das mit Glück so ist – damit sollte man nicht kalkulieren. Ihr kalkuliert euren Familienhaushalt ja auch nicht mit einem Lottosechser, nur weil es den gibt. Wenn ein Newcomer gut ist, dann wird er mit jedem Job seinen Preis heben und relativ rasch die marktüblichen Honorare verrechnen.

ONKEL FRITZ IST KEINE LÖSUNG

Ich möcht mich erst mal bei jedem Fritz, der das hier liest, entschuldigen. Das ist wirklich nicht persönlich gemeint. Onkel Fritz ist einfach eine Kunstfigur. Ok? Aber wir kennen sie Alle, egal ob sie Onkel Fritz, Franz, Ferdl oder einfach ein Freund des Brautpaares sind. Die Menschen, die “ja eh auch eine super Kamera besitzen”. Fragen wir den doch einfach ob er die Hochzeit fotografiert. Da wirds heikel. Zuerst mal lade ich euch zu einem simplen Gedanken ein: Wenn ich euch sage, dass ich einen fantastischen neuen Herd habe, seid ihr dann schon überzeugt davon, dass ich ein Haubenkoch bin und würdet ihr mir ohne weiteres die Gestaltung eures Hochzeitsmenüs übertragen?
Ich will ja garnicht abstreiten, dass es in manchen Fällen, mit einem sehr motiviertem Onkel Fritz, tatsächlich eine gute Idee ist, wenn der die Fotos macht. Allerdings würde ich das nur in Betracht ziehen, wenn Onkel Fritz selbst das anbietet. Und auch dann würde ich mich zuerst mal davon überzeugen, ob Onkel Fritz das wirklich kann und will. Möglicher Weise ist Onkel Fritz ja von der hinreissenden Brautjungfer so abgelenkt, dass er einfach mal einige Zeit lang vergißt was er mit der Kamera in der Hand eigentlich machen wollte. Ist ja auch nicht sein Job. Er ist ja auch ein Gast. Und es steht ihm durchaus zu, sich von der Brautjungfer ablenken zu lassen. Außer Tante Mizzi sieht das anders. Was sie vermutlich tut.

Macht euch klar, dass das richtig harte Arbeit ist. Nicht einfach nur bei einer Hochzeit sein und ein paar Fotos machen. Niemand wird gern zu sowas verdonnert. Der Fotograf macht mehr Kilometer zu Fuß an dem Tag, als die gesamte Hochzeitsgesellschaft zusammen. (Und damit übertreib ich vermutlich nicht mal.) Er schleppt dabei einiges an Gewicht auf seinen Schultern herum. Und er muss – wenn er gut ist und versucht so viele Momente wie möglich einzufangen – den ganzen Tag konzentriert sein. Es ist ein riesen Irrtum zu glauben, ein Hochzeitsfotograf ist ein weiterer Gast mit einer Kamera. Ich kann euch von den Hochzeiten die ich gemacht hab eines sagen – Selten war ich so erledigt nach einem Job, wie nach einer Hochzeit bei der ich fotografiert habe.

Der langen Rede kurzer Sinn – verleiht der Wahl eures Fotografen für die Hochzeit den richtigen Stellenwert, dann seid ihr nicht im Nachhinein enttäuscht, weil das einzige das (abgesehen von dem fantastischen Gefühl verheiratet zu sein und dem Ring am Finger) von dieser Hochzeit greifbar und sichtbar übrig bleibt, nicht so schön geworden ist, wie ihr das gerne gehabt hättet. Schlimmstenfalls endet das ganze in einem Disaster wie diesem ( – klick)! Und bucht rechtzeitig, die besten Fotografen sind oft schon ein Jahr im Voraus ausgebucht!

Gutes Gelingen und einen schönen schönsten Tag, mit vielen schönen danach ;-)

162 Responses to “Tipps für die Wahl des Hochzeitsfotografen”

  1. Picco Kellner

    Wie wärs bei soooo guten fotos mit selber heiraten?

  2. Christian Anderl

    Ich kann ja verstehen, dass du es kaum mehr erwarten kannst mich Schwiegersohn zu nennen, aber das Jahr wirst jetzt noch abwarten müssen, Papa :-D

  3. Picco Kellner

    Machst da auch selber die fotos? Wär cool. Frage: Wollen die die anwesende zur frau nehmen? Du:und jetzt lächeln!

  4. Jo Hann

    Ich bin jetzt (nach vielen
    Jahren) noch immer verärgert mir “damals” keinen gscheiten Fotografen
    geleistet zu haben … jetzt nützt aber leider das ganze Jammern nix mehr :(
    Ein bisschen muss man sich
    schon selber bei der Nase nehmen und Christians Artikel nicht als “so ist
    es und nicht anderl … äääh anders” :) betrachten. Natürlich gibt es
    Spielraum. Nach oben und unten. Wie viel Spielraum muss aber jeder selber
    wissen:
    Will ich die Bilder in
    Jahrzehnten noch anschauen und begeistert sein, oder reicht es mir, dass ich
    die Bilder in Jahren noch “nett“ finde, oder, so wie es mir geht, dass die
    Bilder in einem Schuhkarton im Keller liegen, der mittlerweile ganz schön
    verstaubt sein muss (hab’ ihn leider schon Jahre nicht mehr aufgemacht … aus
    gutem Grund).
    Ich für meinen Teil, wenn
    ich “Hochzeitsfotografie” höre, habe sofort immer diese beiden im
    Kopf: http://www.paulliebtpaula.de/ … aber so was kostet halt und ist mit 2000,– nicht abgetan. Ich
    würde aber, stünde ich noch mal vor der Wahl, alle Hebel in Bewegung setzen um
    solche oder ähnliche Hochzeitsbilder zu bekommen. Ist aber sicher auch nicht
    jedermanns Geschmack. Deshalb, siehe oben, jeder muss sich selber bei der Nase
    nehmen …
    BTW: Will hier aber jetzt keine Linkorgie herauf beschwören!

  5. Marc Krischak

    Hi Christian, 
    Da sprichst du mir als Hochzeitsfotograf wirklich aus der Seele! Die Punkte unterschreibe ich allesamt! Vor allem der Punkt, dass Hochzeiten Fotografieren auch körperliche Belastung ist, vergessen viele ziemlich schnell. Leider habe ich auch oft das Gefühl, dass sich auch viele (oft Einsteiger in die Thematik) Fotografen nicht ganz klar sind was für eine riesen Verantwortung sie von den Brautpaaren auferlegt bekommen und welche Tragweite ihr Auftrag für alle Teilnehmer besitzt. Falls du doch mal ins Lager der Hochzeitsfotografen wechseln willst, schau doch mal vorbei: blog.marc-krischak-wedding.com ;-) Mach weiter so, ich verfolge deinen Blog und deine Bilder sehr gerne! Liebe Grüße

    MArc

  6. Marc Krischak

    Hi Christian, 
    Da sprichst du mir als Hochzeitsfotograf wirklich aus der Seele! Die Punkte unterschreibe ich allesamt! Vor allem der Punkt, dass Hochzeiten Fotografieren auch körperliche Belastung ist, vergessen viele ziemlich schnell. Leider habe ich auch oft das Gefühl, dass sich auch viele (oft Einsteiger in die Thematik) Fotografen nicht ganz klar sind was für eine riesen Verantwortung sie von den Brautpaaren auferlegt bekommen und welche Tragweite ihr Auftrag für alle Teilnehmer besitzt. Falls du doch mal ins Lager der Hochzeitsfotografen wechseln willst, schau doch mal vorbei: http://www.blog.marc-krischak-wedding.com ;-) Mach weiter so, ich verfolge deinen Blog und deine Bilder sehr gerne! Liebe Grüße

    Marc

  7. Erik Wellmann

    Jahrzehntelang ärgern ist gut, wo doch die meisten Ehen schneller geschieden werden, als man Fokussieren kann 3:) … aber ich würde mich auch nicht trauen, eine Hochzeit zu fotografieren. Nur als Begleiter eines Profis, quasi hospitieren :)

  8. Evelyn Mazanke

    Ach, ist das herrlich zu lesen, allerliebst und genauso ist :-)

  9. Evelyn Mazanke - Foto-Augenweide

    ….ich will nie und werde immer “genötigt” :-) :-) :-)

  10. StefanSteinbach

    Nagel auf den Kopf würde ich sagen ;-)
    Ich hab jetzt auch schon ein paar HZ hinter mir, während der Ausbildung und danach auch noch ein paar.
    Teu teu teu ist bis jetzt immer alles gut gelaufen und die Paare waren meist auch echt der Hammer und haben den ganzen Spaß mitgemacht den ich von ihnen abverlangt habe .
    Heute fotografiere ich keine HZ mehr, das Risiko wenn mal was schief läuft ist echt zu hoch, wenn nicht sogar dein Ruin. Das zweite was echt nervt (bitte nicht böse nehmen), sind Verwandte Bekannte. Weil man die ja jetzt nicht unbedingt anbrüllen will und verpi… euch sagen kann kommt man sich manchmal vor wie ein Paparazzo am roten Teppich :-) .
    Schöne Grüße
    Stefan

  11. Günter Hemer

    Niemals würde ich eine Hochzeit als Amateur fotografieren …. Höchstes als Assistent des Profis um was zu lernen.

  12. Thomas Bierbaumer

    Noch schlimmer stell ich mir die Wahl vor wer DEINE Hochzeit fotografiert! :-)

  13. Marie Chen

    guter schreibstil. gefällt mir-button

  14. Veronika 'Mia' Pohanka

    hmm bei mir verdeckt die “about christian” spalte rechts die hälfte vom Text?? :( kann ich die wo wegklicken?

  15. Steffi Ste

    ja so ist nicht nur mit dem Fotografen sondern auch mit dem Floristen der auch mit seinem können die Hochzeit schöner macht! ich hab auch noch nie ein Foto von einem Brautpaar mit Schnitzel gesehn sondern immer nur mit dem Brautstrauß! :-)

  16. Nadja Osieka

    Hallo Christian, bei mir wird der Text rechts abgeschnitten. Aufm iMac 27 Zoll in Safari

  17. Christian Anderl

    Da gabs offensichtlich ein Problem mit einem Bild in den Kommentaren, das die ganze Seite breitgezogen hat :-/ Ist behoben!

  18. Christian Anderl

    Da gabs offensichtlich ein Problem mit einem Bild in den Kommentaren, das die ganze Seite breitgezogen hat :-/ Ist behoben!

  19. Christian Anderl

    Ja das war wirklich nicht ganz so einfach ;) Wir haben uns für Birgit Hart Fotografie entschieden und schlafen seither sehr sehr ruhig ;-)

  20. Christian Anderl

    Da gabs ein Problem in den Kommentaren, ist behoben

  21. Christian Anderl

    Da gabs ein Problem in den Kommentaren, ist behoben

  22. PM | Visions

    Danke für die Mühe, liest sich gut! Wurde selbstverständlich auch direkt geteilt.

  23. Christian Anderl

    @Marc Krischak Danke Marc! Super Seite, ist gebookmarkt. Sollte ich jemals wechseln, komm ich auf dich zurück ;-)

  24. Michael D

    Gut geschrieben…. Ich würde mich aber zu der Newcomer Ausnahme zählen und werde demnächst ein Nebengewerbe anmelden und “marktübliche Preise” verlangen :o

  25. Mario Schiffer

    Alexander Kindermann mal lesen . Sehr gut!!

  26. Birgit Ebster

    Nikolaus Faistauer – mußt einmal lesen. TOP!

  27. Nina Maria Krzyzanski

    Selbst für die, die selber gern mal sowas machen möchten, mehr als lesenswert! Toller Artikel, der einem “nur” sagt, wie man zu tollen Hochzeitsbildern kommt! Ich heirate zwar nicht, also noch nicht, aber der Artikel wird mir mit Sicherheit im Hinterstübchen verbleiben! Danke!

  28. Adrian Thommes

    Vieles stimmt wohl aber Preiskalkulationen da frag ich mich auch öfter wie manche das machen,.. Sie waren in Mathe eher Kreide holen

  29. Jörg Gaßner

    Mir sind die unheimlich die mit Photografie … ein Privates Profil verschönern mit den 3 besten Bildern der vergangenen Zeit.
    (Sorry Facebook hatte mich gerade unterbrochen ich wollte noch weiterschreiben).
    Es ist genauso schlimm wie wenn jemand mal an einem Auto rumbastelt und sich dann Automechaniker nennt. Genauso ist es auch mit denen die sich eine Kamera kaufen und denken sie könnten fotografieren und setzen das in ihrem Namen bei Facebook rein. Ein Fotograf muss eine fundierte Ausbildung haben und sich auch ständig weiter entwickeln und nicht nur knipsen.

  30. Adrian Thommes

    Gibt ja auch in jedem Ort 10 Fotografen

  31. Manuela Brunner

    Conny Grasel schau mal! Sehr guter Artikel!

  32. Corinna Vatter

    Bei mir auch! PC – Windows – Firefox!

  33. Wolfgang Haselberger

    super geschrieben Kathy! Musst lesen wenn Zeit hast! U0001f44d

  34. Da Steve

    Wahre Worte. Es sei jedoch gesagt, dass Fotografen, die Hochzeiten um unter 1000 Euro machen, meist nicht davon leben müssen. Das ist momentan das grundlegende Problem der Vollzeitfotografen. Wer sein Hobby zum Nebenberuf macht, kann es sich eben oft einfach leisten anders zu kalkulieren, da ja die Miete der Hauptberuf bezahlt. Dass die Ergebnisse und Professionalität von spezialisierten Hochzeitsfotografen meist deutlich über den “Newcomern” liegen, will ich nicht bestreiten, trotzdem wird es für den “echten” Fotografen immer schwerer, eine für ihn faire Entlohnung zu argumentieren. Ich denke aber, dass sich Qualität längerfristig durchsetzen wird und es auch Kunden geben wird, die dafür gerne etwas mehr zahlen.

  35. Christian Anderl

    Stimmt, aber zu billig gabs schon immer und auch Kunden dafür. Diese Kunden würden so oder so NIEMALS einen fairen Preis zahlen, waren also nie wirklich potenzielle Kunden.und die nebenberuflichen die unter 1000 anbieten werden spätestens nach 3 Jahren sich feststellen, dass Steuer und sva alle Verdienste zusammenzählen und davon dann kassieren. Und das Equipment muss ja auch jemand zahlen…. Lang sind solche nebenberuflichen selten auf dem Markt. Entweder die steigen um auf Vollzeit oder sie hören auf.

  36. Michael Holzem

    Punkt. Mehr muss man zu Deinen Worten nicht sagen.

  37. Martina Schurian

    Oh ja… Ich bin da ganz bei euch. Ich lebe nun von der Fotografie seit 2014 aber den Wind spür ich heuer extrem. Man muss sich abheben, weiter machen und seinen Weg gehen… Und das ist nicht nur in der hochzeitsfotografenbranche so, sondern generell im fotografengewerbe.

  38. Christian Peter

    Danke – Artikel triffts ins Schwarze. Passt zu meinem Artikel.

  39. Wo Schröder

    Grundsätzlich alles richtig und schlüssig, aber: 20.000,- für eine mittelklasse-foto-ausrüstung??? Die kalkulation hätte ich gerne mal aufgeschlüsselt… Das erscheint mir doch sehr übertrieben. Profi mit Studio-Equipment: ok. Aber ein portable set für hochzeiten? Never…

  40. Christian Anderl

    Auch das ist Profi, nur eben dslr und nicht gleich Mittelformat oder Bodies wie zB 1Dx. Wir gehn von zB 2 x 5Dmkii Body aus. Plus L objektivpalette, mobiles Blitzsystem usw … Stell dir gern eine Liste zusammen :) und im studio, kanns noch viel mehr sein ;-)

  41. Wo Schröder

    N Mark 2-body kostet mittlerweile unter 1000.-. Selbst wenn du die Mark 3 meinst, die 3.200.- kostet, komm ich in meiner addition nicht mal annähernd an die 20k. Ja gut, wenn man mit nem Arsenal von 20 Objektiven angereist kommt, klar. Halt ich aber für wenig realistisch. Die Fotografen, mit denen ich bisher gearbeitet habe, haben ihre 3-4 lieblingsobjektive. Ich bleib dabei: 20k ist maßlos übertrieben… Mit mkii bin ich weit unter 10k, mit ner mkiii bei vielleicht 12-13k. Aber niemals 20k.

  42. Christian Anderl

    Wo Schröder ja hätte iii werden sollen, ein i verloren :)
    Ich schreib dir gern eine Liste bei Gelegenheit wie ich ganz leicht auf 20 komme. Es ist unterm Strich aber auch relativ nebensächlich ob mit 13, 20, oder 25 gearbeitet wird, es geht hier um eine Beispielkalkulation, keine allgemein gültige Pauschalrechnung. Es gibt Fotografen die mit 7.000 Equipment auskommen und solche die 50.000 im studio liegen haben. Nur ein Beispiel, nichts worüber man lang diskutieren könnte. Denn ich zB komm mit den 20.000 nicht durch. Wird also schwierig werden mich zu überreden, dass 20k maßlos übertrieben ist ;-)

  43. Wo Schröder

    Wenn es darum geht, eine Fotografengage von min. 2.000.- zu rechtfertigen, dann finde ich das nicht nebensächlich. Schliesslich ist das ein wesentlicher punkt in deiner Argumentation. Einigen wir uns darauf, dass man gut und gerne 20k ausgeben KANN, wenn mans denn nötig hat. Ähnliche diskussion, ob man eher einen Skoda oder doch nen Porsche fährt. Mit beidem kann man gut von A nach B fahren. Man braucht also nicht unbedingt nen Porsche. ;)

  44. Christian Anderl

    Und hier wäre die Diskussion endlos leider :) Niemand “braucht” einen Porsche. Aber wenn wir jetzt von billigem Equipemnt ausgehen ist es relativ sinnlos über gute Qualität zu reden. Jedes einzelne objektiv müssten wir jetzt durchgehen, ob denn ein Canon 70-200 wirklich unbedingt sein muss …… die mobile Blitzanlage, reicht denn nicht auch billiger, unzuverlässiger Chinanachbau …. Lichtformer usw … Und die 2.000 muss man nicht mit Ausrüstung rechtfertigen, es geht auch hier nur um ein Beispiel und faire Bezahlung. Nicht um Diskonter, nicht um Preisdrücker und nicht um die Verteifigung der Generation Geiz ist geil.
    Klar kann man auch mit einem 2.000,- Setup kommen und weniger verlangen. Manche kommen auch mit einem günstigerem analogem Setup und verlangen weit mehr, weil sie einfach gut genug sind … Ich behaupte ja nicht Pauschalantworten haben, die gibt es nicht, aber ich darf das wohl aus meinem eigenen Equipment als Beispiel verwenden, als bei weitem nicht übertriebenes das niemals in Frage kommt ;) du kannst gern mal durchfragen wie viel die kompletten Setups guter Hochteitsfotografen kosten (inkl sämtlicher Taschen, Lichtsetup – auch hier nur als Beispiel, ein Set mit 2 Stück Profoto B1 ohne Stative und Lichtformer kostet in etwa 4.000,-)
    Also nochmal, diese 20.000 sind ein grobes Beispiel das selbstverständlich in beide Richtungen variieren kann (ja, vereinzelt nehmen sogar Hochteitsfotografen für die Passfotos Phase one oder hasselblad mit und dann wirds richtig teuer ;)) und der Preis des Fotografen orientiert sich NICHT an den Kosten seines Equipments sondern daran wie gut er ist. Das im Artikel ist eine Beispielkalkulation, nichts weiter.

  45. Christian Anderl

    Aber abschließend, wie versprochen, die Aufschlüsselung. Und ja, wir gehn von hochwertigen Objektiven aus, nicht von günstigen, Lichtschwachen aus Kunststoff gefertigten. Denn den Unterschied sieht man sehr wohl deutlich in den Ergebnissen:
    2 x 5DmkIII – 7.000,- (Ja ich nehme bewußt den Preis den ich bezahlt hab als sie neu war, nicht den aktuellen, niedrigeren)
    1 x 24-70 II – 1.749,-
    1x 70-200 – 2.500,- (mein Neupreis, dürfte inzwischen günstiger sein)
    1 x 85/1.2 – 1.800,-
    1 x 50/1.2 – 1.400,-
    Profoto Location Kit B1 – 3.900,-
    Damit bin ich mit 4 Objektiven, 2 Bodies und 2 Blitzköpfen für die Portraits bei 18.349,-. Dazu kommen noch Stative, Taschen, Lichtformer, Speicherkarten, Backupfestplatten usw … Den Computer rechnen wir mal nicht mit rein ohne dem das alles keinen Sinn macht…..
    20 sind gar kein Problem. Ich hab das 24 und das 35mm Objektiv eh ausgelassen, sonst wären wir schon über 20k. Und wir nehmen auch 5DmkIII 2mal und nicht eine 1DxII um 6.500,- denn das wäre Oberliga ;-)
    Bei weitem nicht unrealistisch also. Über tagesaktuelle Preise des Equipments kann man bei so einer Beispielkalkulation nicht diskutieren, sorry. Und “das kriegt man auch günstiger” ist ziemlich genau das selbe Argument, das Hochzeitsfotografen die 2.000 aufwärts verlangen oft genug zu ihrer Arbeit hören ….. aber du kennst den Artikel ja ;-)

  46. Wo Schröder

    Aber alles unter 20k “billiges equipment” zu nennen, halte ich auch für sehr übertrieben. Als wenn ne mkii billiges equipment wäre… Naja egal. Ich wollte nur erwähnen, dass ich 20k für ein durchschnittliches beispielsetup für einen hochzeitsfotografen als deutlich zu hoch angesetzt empfinde. Zu dem rest des artikels sagte ich ja schon: gut und schlüssig argumentiert. Lg

  47. Benjamin Hartmann

    naja finde die 20000 nicht wirklich übertrieben…
    sagen wir
    2x D810 mit ersatzakkus und speicherkarten ~4200
    14-24 / 24-70 / 70-200 ~5000
    35/50/85 1.4 ~3300
    bist du mal auf 12500
    ohne auch nur einen aufsteckblitz oder spielerein… und von einer grösseren blitzanlage auch noch weit entfernt.. und einen computer brauchst du dann auch noch… einen monitor der dir farben richtig darstellt wäre auch nicht schlecht… 1-2 stative… nicht vergessen, deine anzughose, die du nach dem 2. oder 3. mal evtl vergessn kannst, weil du dich irgendwo reingekniet hast :)
    20 kommt so zirka hin würd ich mal sagen.
    und ja, man kann die festbrennweiten auch als 1.8 kaufen… aber man kann auch anstelle der d810 auch mit einer d4s oder jetzt d5 rechnen. denn letztens interressiert es deinen kunden nicht, ob dein foto nichts wurde weil dein equipment ungeeignet war, oder du das foto verbockt hast.. es ist kein foto da vom Tag der Tage.

  48. Wo Schröder

    Kommt letzten endes auch einfach auf den qualitätsanspruch an. Aus meiner sicht gehts hier um hochzeitsfotos, nicht um das neue Vogue-Cover oder um Produktbilder für den neuen Bentley… Wollmer also die Kirche mal im Dorf lassen. ;) Es sei denn natürlich es handelt sich um die hochzeit von prince Harry oder so. Aber für “durchschnitts-hochzeiten für durchschnittsverdiener” ist ein 20k-setup aus meiner ganz persönlichen Sicht übertrieben und man schiesst mit Kanonen auf Spatzen. Aber das sieht mit sicherheit jeder anders… ?

  49. MarvinPszczola

    Hab das selbe Problem Windows 7 – Firefox und IE … nervt schon

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