Verlaufsfilter oder Nachbearbeitung

Frage:
Ich werde ein paar Tage in Island verbringen und bin am überlegen ob ich mir ein Einschub ND-Verlaufsfiltersystem kaufen soll (angeblich sollte man bei lee kaufen was ja nicht unbedingt günstig ist!) oder ob das im LR auch dieselbe Qualität bringt. Einerseits schleppe ich schon genug Krempel im Rucksack mit andererseits würde ich es mir nicht verzeihen wenn ich dann mit den Fotos nicht zufrieden bin. Ich danke dir für deine Antwort/Einschätzung.

Einschätzung ist hier das richtige Wort, viel mehr als eine Einschätzung kann ich hier auch nicht anbieten, eine Pauschalantwort wird sich hier schwer finden. Ich kenn das Problem mit Krempel rumschleppen und auch bei den Filterpreisen. Ja, gute Filter sind nicht billig. Aber man sollte sich bei Filtern mal eines überlegen – Man kauft ein teures Objektiv für z.b. 1.000,- Euro oder noch weit mehr. Und dann spannt man einen Filter davor und spart dort wegen 100,- oder 200,- Euro.

Wenn man aber schlechtere Qualität beim Filter wählt, kann man auch gleich ein günstiges Objektiv verwenden. Jede Kette ist bekannter Weise nur so stark, wie ihr schwächstes Glied 😉 Also ja, gute Filter sind teuer, aber da gilt einfach das selbe wie bei Objektiven – es hat einen Grund!
Verlaufsfilter in Lightroom ist an sich eine großartige Sache, kann aber einen Verlaufsfilter im echten Leben nur bedingt ersetzen. Ein Grauverlaufsfilter hilft z.b. keinen überbelichteten Himmel zu haben während der Boden normal belichtet ist.

Natürlich läßt sich ein Großteil davon auch mit einem Verlaufsfilter in Lightroom nachträglich bauen und je nachdem wie genau/ernst du das nimmst, würde ich dazu auch raten. Eben wegen diesen 2 von dir genannten Punkten – Geld und rumschleppen.

Und solltest du mit deiner Freundin unterwegs sein wird sie es dir danken, dass du bei jedem Foto das du machst ein paar Minuten kürzer an deiner Kamera rumfuchtelst bevor ihr endlich wieder weitergehen könnt 😉

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